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Trauerredner im Kosten-Überblick vs. Trauerrede selbst halten

Hier finden Sie die Kosten und Leistungen für einen Trauerredner im Überblick. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie eine Trauerrede selbst halten können und was Sie dabei beachten sollten.

Wenn Angehörige, Bekannte und Freunde um einen geliebten Menschen trauern, dann möchten sie häufig im Rahmen der Trauerfeier eine Trauerrede halten. Die dabei vorgetragenen Worte sollen den verstorbenen Menschen und sein Leben in den Mittelpunkt stellen und den Angehörigen Trost spenden. Doch das Gefühl der Trauer und des Verlusts ist für viele oftmals zu überwältigend, als dass sie eine Rede für einen angemessenen Abschied halten könnten. Und wie soll man überhaupt die richtigen Worte finden? Hier kommt der Trauerredner ins Spiel. Er übernimmt mit Worten der Erinnerung und der Anerkennung diese Aufgabe für Sie. Lesen Sie hier alle wichtigen Informationen rund um das Thema Trauerredner inklusive einem kurzen Kosten-Überblick. Außerdem verraten wir Ihnen, worauf man achten muss, sollte man sich selbst als Trauerredner versuchen.

 

Definition von Trauerredner

Was ist ein Trauerredner?

Der Trauerredner ist eigentlich den meisten Menschen ein Begriff, wenn sie schon einmal eine Beerdigung oder Trauerfeier besucht haben. Auf den ersten Blick bezeichnet man gerne den Menschen, der bei einer Beerdigung etwas über den Verstorbenen sagt, als Trauerredner. Doch zu diesem umfangreichen Beruf gehört weit mehr als nur das Halten einer Rede vor den Trauergästen. Sie setzen sich mit dem Verstorbenen auseinander, versuchen ihn zu verstehen und seinen Charakter zu erfassen. Die kurze und trockene Definition des Trauerredners ist aber folgende: Trauerredner halten, meist im Rahmen einer nicht-religiösen Trauerfeier, die Trauerrede. Als sogenannte „Freie Redner“ gestalten sie auch den Ablauf einer Trauerfeier. Je nach Region kann die Berufsbezeichnung variieren. Gängig sind z. B. Beerdigungs-, Bestattungs- oder Grabredner sowie auch einfach Redner bzw. Sprecher mit dem Zusatz frei oder weltlich.

 

Unterschied zwischen Trauerredner und Grabredner

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Trauerrede“ und „Grabrede“ meist als Synonyme verwendet. Allerdings bedeuten die beiden Worte nicht ganz das Gleiche und so gibt es auch einen kleinen Unterschied zwischen Trauerredner und Grabredner. Denn ein Grabredner hält seine Rede immer direkt auf dem Friedhof am Grab des Verstorbenen. Dies muss bei einer Trauerrede nicht zwingend der Fall sein. Demnach kann eine Trauerrede eigentlich an jedem gewünschten Ort stattfinden. Ob in der Kirche, in einer Trauerhalle oder in der Friedhofskapelle – die Angehörigen können frei entscheiden, wo die Trauerrede gehalten werden soll. Das hängt auch immer davon ab, ob es sich um eine religiöse oder eine weltliche Bestattung handelt. Bei einer weltlichen Bestattung ist die Gestaltung der Trauerfeier deutlich freier und so können die Hinterbliebenen individuell entscheiden, wo die Trauerrede gehalten werden soll.

 

Aufgaben eines Trauerredners

Kurz gesagt: In angemessene Worte fassen, was zum Abschied eines Menschen dazugehört – das ist die zentrale Aufgabe eines Trauerredners. Er ist dafür verantwortlich, die richtigen Worte zum Abschied zu finden, eine bleibende Erinnerung an den Verstorbenen zu schaffen und zu trösten.  Dazu sucht er vorab das Gespräch mit Familie und Freunden des Verstorbenen. Dies ist meist sehr ruhig und fast schon seelsorgerisch. Die Hinterbliebenen erzählen die Lebensgeschichte des Toten, der Trauerredner spendet Trost und versucht nebenbei, jedes noch so kleine Detail, das in besonderer Weise mit dem Verstorbenen in Zusammenhang steht, aufzuschreiben. Aus seinen Notizen formuliert er später eine individuelle Traueransprache, in die er gekonnt sprachliche Bilder und schöne Zitate einbaut. Auch um die musikalische Begleitung der Trauerfeier kümmern sich die meisten Trauerredner gerne. Und ist der Tag des Abschieds gekommen, folgt die Trauerrede – an einem Ort Ihrer Wahl. In vergleichsweise wenigen Worten fasst er das gesamte Leben, die Persönlichkeit und die besonderen Eigenschaften und Lebenswege, die dem Verstorbenen zu eigen waren, zusammen. Ein guter Redner ist dabei einfühlsam, packend, spricht Mut zu und bietet den Leuten eine würdige und unaufdringliche Verabschiedung des Verstorbenen.  Dabei bleibt er stets freundlich, lächelt, scherzt auch mal und weiß immer, den richtigen Ton zu treffen.

Aufgaben eines Trauerredners - PuroVivo.de

Aufgaben eines Trauerredners im Überblick, © PuroVivo.de

Arten von Trauerrednern im Überblick

Welche Arten von Trauerrednern gibt es?

Für die Rede auf der Trauerfeier eines Verstorbenen stehen in der Regel zwei Arten von Trauerrednern zur Verfügung: weltliche Trauerredner ist unabhängig vom Glauben und gehört nicht zur Kirche, wie beispielsweise ein Pfarrer. Ein religiöser Trauerredner kann von den unterschiedlichsten Religionen kommen. In Deutschland ist die christliche Bestattung – katholisch oder evangelisch – mit die häufigste. Bei der Wahl eines geeigneten Trauerredners ist es zunächst wichtig, sich als Angehöriger zu überlegen, was bei der Trauerfeier besonders wichtig ist und was sich der Verstorbene selbst gewünscht hätte. Manche bevorzugen eine religiöse Bestattung mit Fokus auf dem Glauben, andere stellen sich eine einfache, weltliche Beisetzung ohne kirchlichen Einfluss vor.

 

Religiöse Trauerredner

Bei einer kirchlichen Bestattung übernimmt üblicherweise der Pfarrer oder Pastor die Aufgaben des Trauerredners. Hierbei steht weniger das individuelle Leben des Menschen im Mittelpunkt der Rede, als vielmehr der Glaube. Daher verbindet der Pastor die Trauerrede mit Bibelzitaten oder einer Geschichte, die einen wirkmächtigen, tröstenden Bezug zum Erlösungs- und Heilsgedanken der Religion herstellen und den Angehörigen Trost und Mut für die kommende Zeit spenden soll. Vorab befragt er die Angehörigen im Rahmen eines Trauervorgesprächs nach den Ansichten, Charakterzügen und besonderen Leistungen des Toten, wovon er das Wichtigste ebenfalls in seine Rede einbaut. War der Verstorbene ein aktives Gemeindemitglied, kannte der Pastor ihn vermutlich bereits selbst gut und kann so der Trauerrede noch ein bisschen mehr Persönlichkeit verleihen.

 

 

Freie Trauerredner

Wer eine weltliche Abschiednahme plant und keinen religiösen Redner wünscht, beispielsweise weil die Angehörigen oder der Verstorbene nicht gläubig sind/waren, kann auf zahlreiche Angebote weltlicher oder selbstständiger Trauerredner zurückgreifen. Diese vertreten weder eine Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft noch eine andere Institution und arbeiten entweder freiberuflich oder als Angestellte eines Bestattungsinstituts. Daher dürfen sie in der Regel auch nicht in der Kirche auftreten, ersetzen den Pfarrer allerdings in vielerlei Hinsicht, indem sie viele seiner Aufgaben übernehmen. Beispielsweise gestalten freie Trauerredner den Ablauf der Trauerfeier, kümmern sich um die musikalische Begleitung, halten eine rührende Ansprache und stehen den Angehörigen in dieser schweren Zeit zur Seite. In der weltlichen Trauerrede steht hier vor allem der geliebte Mensch, dessen Charakter, Erlebnisse und Erinnerungen an ihn im Mittelpunkt. Oftmals übernehmen freie Redner auch die Aufgabe der Bestattung auf kommunalen Friedhöfen. Alternativ besteht natürlich die Möglichkeit, dass Familienmitglieder oder Freunde des Verstorbenen vor der Trauergemeinde sprechen.

Trauerredner bei der Beerdigung

Ein guter Trauerredner erfüllt einige Kriterien und gibt Ihnen ein gutes Gefühl.

 

Eigenschaften eines guten Trauerredners

Über welche Eigenschaften sollte ein guter Trauerredner verfügen?

Die Wahl des passenden Trauerredners für die Bestattung eines geliebten Familienmitglieds oder Freundes ist eine besondere Herausforderung. Grundsätzlich sollten sie nur den Trauerredner engagieren, bei welchem Sie sich wohl fühlen und mit wem Sie diesen privaten Moment der Trauer teilen möchten. Doch einige weitere Eigenschaften sind wichtig für einen Trauerredner: Kompetenz, Mitgefühl, Seriosität – einen Trauerredner ohne diese Eigenschaften sollte es nicht geben. Treffen Sie Ihre Auswahl mit Bedacht. Scheuen Sie sich auch nicht, mehrere Trauerredner zu konsultieren, bevor Sie sich für den Richtigen entscheiden. Worauf Sie bei der Wahl des passenden Trauerredners achten sollten, stellen wir Ihnen hier kurz vor:

 

Seriöser Auftritt

Einem verstorbenen Menschen soll die letzte Ehre erwiesen werden. Da ist ein seriöser Auftritt das Mindeste. Professionelle Trauerredner legen daher besonderen Wert auf eine seriöse Garderobe und eine gute Vorbereitung. Nichts ist schlimmer als ein Trauerredner, der in seiner Ansprache einen falschen Namen erwähnt oder wichtige Details vertauscht. Ob ein Trauerredner seriös ist oder nicht, sagt Ihnen oft auch schon das erste Gefühl, wenn Sie dem Trauerredner das erste mal gegenüber stehen. Hat er ein Büro, eine Telefonnummer, unter der für Sie erreichbar ist, eine Visitenkarten und eine vernünftige E-Mail-Adresse? Läuft bei ihm alles offiziell ab oder macht er Ihnen unseriöse Angebote? Haben Sie das Gefühl, dass er Ahnung von seinem Beruf hat und sich mit Situationen wie Ihrer gut auskennt? Stellen Sie sich Fragen wie diese, bevor Sie sich für oder gegen einen Trauerredner entscheiden, um auch bei der Trauerfeier ein gutes Gefühl zu haben.

 

Mitgefühl

Mitgefühl ist eine wichtige Eigenschaft, die ein Trauerredner unbedingt haben sollte. Ein guter Trauerredner ist empathisch und fühlt mit den Angehörigen mit. Er kann sich in die Situation der Hinterbliebenen hineinversetzen und Trost spenden. Doch ist er immer in der Lage, sein Mitgefühl zu beherrschen und nicht selbst in ein Stadium der Trauer zu verfallen. Andererseits sollte er auch nicht unterkühlt und distanziert sein, während die Trauergemeinde sich ihren Gefühlen hingibt und um den Verstorbenen trauert. Ein zu gefühlloses Verhalten stört die Trauernden und kann ihnen ein unwohles Gefühl geben. Um das zu verhindern, sollten Sie bereits beim ersten Kennenlernen darauf achten, ob der Trauerredner Mitgefühl zeigt und Sie mit der nötigen Sensibilität behandelt. Fühlen Sie sich gut behandelt, ist die Wahl des Trauerredners sicherlich auch die richtige.

 

Sicherheit & Zuverlässigkeit

Besonders wichtig ist, dass man sich auf seinen Trauerredner verlassen kann, dass er Termine einhält, zu seinem Wort steht und alle Erwartungen erfüllt. Auch ein gewisses Maß an Sicherheit sollte er seinen Klienten vermitteln können. Halten Sie also Abstand von Trauerrednern, die Ihnen Versprechungen machen, von denen Sie schon im Vorhinein wissen, dass dieser sie nicht einhalten kann. Auch sollten Sie sich gegen einen Trauerredner entscheiden, der Termine vergisst, viel zu spät kommt oder schwer erreichbar ist. Wirkt der Trauerredner auf Sie unorganisiert und überfordert damit, seine Termine zu koordinieren, sollten Sie ebenfalls besser Abstand halten. Sie müssen sich zu 100% auf den Trauerredner verlassen können, um nicht vor oder während der Trauerfeier ständig in Sorge darüber zu sein, ob alles wie geplant ablaufen wird und ob alle Beteiligten rechtzeitig anwesend sein werden.

 

Sympathie

Ein guter Trauerredner bringt seine individuelle Ansprache so rüber, dass die Trauergemeinde das Gefühl hat, er hätte die Person wirklich gekannt und würde nun mit ihnen trauern. Das lässt alles persönlicher wirken und spendet zusätzlichen Trost. Denn zu den Eigenschaften eines guten Trauerredners gehört auch, ein Stück weit Freund der Familie zu werden und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Ohne Sympathie kann das nicht funktionieren. Ob uns ein Mensch sympathisch ist oder nicht, entscheidet sich oft schon nach wenigen Sekunden. Hören Sie hier also auf Ihr Bauchgefühl und versuchen Sie nichts aufgrund von Höflichkeit zu erzwingen. Ist Ihnen der Trauerredner auf den ersten Blick sympathisch, fühlen Sie sich sicherlich auch während der Trauerfeier wohl mit ihm. Haben Sie von Anfang an ein ungutes Gefühl, sollten Sie sich besser gegen diesen Trauerredner entscheiden. Denn das schlechte Gefühl ist auf einer Trauerfeier, was Sie am wenigsten gebrauchen können: Eine weitere Belastung während des Trauerprozesses.

 

Redestil

Der Redestil des Freien Redners sollte immer frei von Pathos sein. Denn eine belegte Stimme mit künstlichem Singsang gestaltet die Beerdigung nur noch trauriger, als sie sowieso ist. Selbstverständlich sollte ein guter Trauerredner seine persönliche Ansprache auch überwiegend frei halten können. Vor allem an Stellen, an denen über den Charakter, das Wesen des Verstorbenen gesprochen wird, sollte man das ohne Abzulesen von Herzen frei rüberbringen können. Bevor Sie sich für einen Trauerredner entscheiden, können Sie sich auch eine Kostprobe des Redestils geben lassen. Ist der Trauerredner professionell, gibt er Ihnen sicher gerne eine Kostprobe seiner Arbeit. Fühlen Sie sich mit dem Redestil des Trauerredners wohl und ist er weder teilnahmslos und langweilig noch überschwänglich und übertrieben, dann haben Sie den passenden Trauerredner gefunden.

 

Ort und Zeitpunkt der Trauerrede

Wo wird die Trauerrede gehalten?

Auch wann und wo die Traueransprache für den Verstorbenen gehalten wird, sollte vorab individuell abgestimmt werden. Im Grunde ist Ihnen hier die freie Wahl gelassen, solange es in einem ansprechenden Rahmen stattfindet. Nur bei einer kirchlichen Bestattung ist die Auswahl beschränkt, da es hier meist gewisse Vorgaben von der jeweiligen Gemeinde gibt. Welchen Ort und welchen Zeitpunkt Sie sich für die Trauerrede wünschen, sollten Sie vorher also unbedingt mit den Beteiligten besprechen. In der Regel entscheiden sich Trauernde dafür, die Trauerrede während der Trauerfeier in der Kirche, Kapelle oder beim Bestatter halten zu lassen. Doch auch eine Trauerrede direkt am Grab während der Beisetzung ist üblich. Welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen, erläutern wir Ihnen in den folgenden Abschnitten.

 

Ort der Trauerrede

In einer Kirche, einem Krematorium, der Friedhofskapelle oder direkt am Grab – die Entscheidung, wo die Trauerrede gehalten werden soll, steht den Hinterbliebenen frei. Je nachdem, wo die Trauerfeier stattfinden soll oder wo man sich von dem Verstorbenen verabschieden möchte, kann auch die Trauerrede an unterschiedlichen Orten gehalten werden. Bei religiösen Beisetzungen werden die Trauerreden meist in der Kirche oder Kapelle von einem Geistlichen gehalten. Ebenso haben viele größere Friedhöfe eine Trauerhalle für religiöse und weltliche Trauerfeiern. Auch Bestattungsinstitute bieten selbst separate Räume an, in denen man sich in aller Ruhe von dem Toten verabschieden kann. Selbst Krematorien haben Abschiedsräume, in denen man sich vor der Einäscherung von dem Toten würdevoll verabschieden kann. Hier wird die Trauerrede direkt am Sarg gehalten. Wird die Trauerrede direkt an der Grabstätte gehalten, spricht man von einer Grabrede.

 

Eine Trauerrede ist geprägt durch Erinnerungen an wundervolle Zeiten und Hoffnung auf ein Wiedersehen.

 

Zeitpunkt der Trauerrede

Im Gegensatz zu einer Grabrede, welche immer kurz vor der Beisetzung direkt an der Grabstätte gehalten wird, wird eine Trauerrede während der Trauerfeier vor der Bestattung vorgetragen. Dafür gibt es für die evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland für kirchliche Bestattungen eine Grundstruktur, die den Ablauf der Trauerfeier bestimmt und an die man sich in der Regel auch hält. Diese Agende besagt, dass der Gottesdienst mit einer kurzen Begrüßung sowie einem Eingangsgebet eröffnet wird. Nach einigen Liedern, dem Evangelium und der Schriftlesung folgt die Predigt des Pfarrers, welche in diesem Zusammenhang die Trauerrede darstellt. Danach folgen meist nur noch das Glaubensbekenntnis, weitere Lieder sowie das Dank- und Fürbittengebet. Anschließend begibt man sich zum Grab und der Sarg oder die Urne werden versenkt. Wenn gewünscht, ist es unter Umständen möglich, mit dem Pfarrer oder Pastor die vorgegebene Agende etwas abzuändern und an seine Bedürfnisse anzupassen. Bei einer weltlichen Beisetzung ohne Geistlichen läuft die Trauerfeier meist ähnlich ab, wobei natürlich Gebete und jegliche religiöse Inhalte weggelassen werden. Im Grunde gibt es hier aber keinen genauen Plan, an den man sich halten muss. Die Hinterbliebenen können den Ablauf der Abschiedsfeierlichkeit sowie den genauen Zeitpunkt der Trauerrede in Absprache mit ihrem Bestatter oder Trauerredner meist einfach selbst bestimmen.

 

 

Professionellen Trauerredner buchen

Welche professionellen Trauerredner können gebucht werden und worin bestehen die Unterschiede?

Für viele ist der Freie Redner auf einer Beerdigung zur Selbstverständlichkeit geworden. Besonders bei nicht gläubigen Menschen wird in der Regel der Dienst eines außerkirchlichen Trauerredners in Anspruch genommen. Die meisten freien Rednerinnen und Redner arbeiten als Freiberufler. Doch gibt es auch hier einige Unterschiede, die zu beachten sind. So gibt es Trauerredner, die den Beruf hauptberuflich ausüben und sich größtenteils mit dem Reden auf Trauerfeiern und Beerdigungen beschäftigen. Doch auch nebenberufliche Trauerredner sind keine Seltenheit. Ob ein Trauerredner haupt- oder nebenberuflicher Redner ist, kann nicht zwangsläufig als Qualitätsmerkmal angesehen werden. Viele nebenberufliche Trauerredner sind hervorragend in ihrem Job, brauchen aber einen Ausgleich und können sich deshalb nicht ausschließlich mit dem Reden für Verstorbene beschäftigen.

 

Hauptberuflicher Trauerredner

Professionelle Fachkräfte, die als Vollzeitredner tätig sind, bringen meist mehr Erfahrung mit, da sie deutlich mehr Trauerfeiern im Jahr organisieren als solche, die nur gelegentlich eine Trauerrede halten. Dadurch sind sie in der Regel aber auch teurer. Nicht zuletzt müssen sie ihren kompletten Lebensunterhalt von den regelmäßigen Trauerfeiern finanzieren können. Auch verfügen diese meist über ein hochwertiges Equipment (Mikrofon, Lautsprecher etc.) und sind allgemein für eine Trauerfeier, egal in welchem Ausmaß, besser ausgestattet. Oftmals findet man derartige Trauerredner in Zusammenarbeit mit guten Bestattungsunternehmen. Da sie aber meist selbstständig sind, können die Preise hier stark variieren. Vergleichen Sie deshalb die Preise und Leistungen unterschiedlicher Trauerredner, um die Arbeit des Redners angemessen zu bezahlen, aber auch nicht über den Tisch gezogen zu werden. Auch können Sie sich bei Ihrem Bestattungsunternehmen erkundigen, ob dieses mit Trauerrednern zusammen arbeitet oder ob sie Ihnen welche empfehlen können, mit denen sie bisher gute Erfahrungen gemacht haben.

 

Nebenberufliche Trauerredner

Arbeitet eine Person nur nebenberuflich als Trauerredner, kann das verschiedene Gründe haben. Häufig ist aber vor allem die seelische Belastung ein Grund, weshalb sich Trauerredner noch andere Einkommensquellen suchen. Oft sind sie woanders angestellt und beschäftigen sich mit völlig anderen Dingen. Manchmal ist ein Trauerredner in anderen Branchen selbstständig und bietet dort andere Leistungen seines Repertoires an. Ein positiver Ausgleich zu der oft belastenden Arbeit des Trauerredners ist für viele Menschen wichtig, deshalb suchen sie sich gerne andere Beschäftigungen, mit welchen sie zusätzlich Geld verdienen können. Nur weil ein Trauerredner seinen Job nicht hauptberuflich macht, heißt das allerdings nicht, dass er nicht genauso qualifiziert oder ausgestattet sein kann – im Gegenteil. Ob hauptberuflich oder nicht – entscheidend ist vor allem, dass Sie sich mit Ihrer Wahl wohlfühlen. Viele, die nur wenige Reden im Monat halten, tun dies meist auch nur, um sich in der restlichen Zeit einen Ausgleich zu schaffen.

 

Kosten von Trauerrednern im Überblick

Welche Kosten sind von einem Trauerredner zu erwarten und wie werden sie beglichen?

Die Kosten für einen Trauerredner sind völlig unterschiedlich und variieren von Redner zu Redner, von Region zu Region und vom Grad der Erfahrung. Entscheiden Sie sich für einen professionellen Trauerredner, der eine Menge Zeit in Sie steckt und sich ausgiebig mit dem Verstorbenen und seiner Persönlichkeit beschäftigt, können unter Umständen hohe Kosten auf Sie zukommen. Natürlich ist deshalb der Kostenfaktor ein wichtiges Kriterium dafür, ob man einen professionellen Trauerredner engagiert oder die Rede doch lieber selbst übernimmt. Erfahren Sie hier, welche Faktoren den Preis eines Trauerredners anheben können, wie viel diese überhaupt generell für ihre Leistungen verlangen und was die üblichen Methoden zum begleichen dieser Kosten sind.

 

Faktoren, die den Preis beeinflussen

Kosten sind bei einer Beerdigung immer ein großer Punkt in der Planung. Alle Aspekte der Bestattung kosten eine Menge Geld und der Grat zwischen dem Kosten sparen und der angemessen Beerdigung des Verstorbenen ist schmal. Da ist die Frage, ob man sich für einen Trauerredner entscheidet oder ob man die Rede selbst hält, eine wichtige, die man sich stellen sollte. Doch die Kosten für eine professionelle Trauerrede oder -feier variieren von Redner zu Redner. Denn nicht jeder bringt das gleiche Maß an Erfahrung, Ausstattung und Qualifikation mit. Auch regionale Unterschiede können, wie bei so vielen Dingen, einen erheblichen preislichen Unterschied ausmachen. In den folgenden Abschnitten möchten wir Ihnen kurz aufzeigen, welche Faktoren den Preis eines Trauerredners verändern können und worauf Sie bei der Preisgestaltung eines Trauerredners achten sollten.

 

Region

In welcher Region in Deutschland Sie sich befinden, hat einen großen Einfluss auf die Kosten, die ein Trauerredner fordert. Denn je nach Stadt, Region und Bundesland unterscheidet sich das Honorar des Trauerredners erheblich. Daher variieren die Kosten in Deutschland auch zwischen 190 und 650 Euro pro Trauerfeier. In der Schweiz verdienen Trauerredner sogar zwischen 750 und 1050 Euro pro Trauerfeier. Wohnt der Redner nicht in Ihrer Region und muss für die Beisetzung erst anreisen, kommen außerdem Kosten für Anreise oder womöglich sogar Unterkunft hinzu. Die Fahrtkosten werden oft pro Kilometer, zum Beispiel 50ct/km, berechnet.

 

Angebot des Trauerredners

Die Bandbreite an Trauerrednern und deren Angebot ist sehr groß. Natürlich gehört das Halten der Trauerrede in das Repertoire eines jeden Redners. Doch gibt es sehr viele, die noch  viel mehr Aufgaben übernehmen. Sie nehmen sich Zeit, kommen zu einem Gesprächstermin ins Haus und erarbeiten eine individuelle Ansprache. Leider ist selbst das nicht bei jedem Trauerredner selbstverständlich. Auch gestalten viele die gesamte Zeremonie, kümmern sich um die musikalische Untermalung, verfügen über die nötige Ausrüstung, wie CD-Player, Mikrofon usw. Und selbst nach dem Tag der Beisetzung stehen sie der Familie weiterhin mit Rat und Trauerarbeit zur Verfügung und leisten somit weitaus mehr als ein einfacher Trauerredner, der nur zehn Minuten in der Trauerhalle spricht.

 

Qualifikationen und Erfahrung

Wie in jedem Berufsfeld steigt mit höherer Qualifikation und langjähriger Erfahrung auch der Wert der Tätigkeit eines Trauerredners. Besonders hauptberufliche Redner, die mit einem guten Bestattungsunternehmen zusammenarbeiten, bringen meist viel Erfahrung mit und liegen vermutlich in einem höheren Preissegment als solche, die nur ein paar wenige Trauerfeiern im Monat oder Jahr durchführen. Das soll aber nicht bedeuten, dass nebenberufliche Redner nicht auch viel Erfahrung und Qualifikation mitbringen können. Am besten holt man sich vorab Empfehlungen ein oder durchstöbert das Internet nach positiv-bewerteten Bestattungsrednern. Mit dieser Methode kann man selten etwas falsch machen und sich dann auch wirklich sicher sein, dass ein Trauerredner wirklich gut qualifiziert ist.

 

Kosten-Übersicht für Trauerredner

Das Honorar eines Trauerredners hängt nicht nur von Region, Qualifikation und Angebot ab. Auch die Art der Abrechnung kann einen Unterschied machen. Im Allgemeinen sollten die Kosten für einen professionellen Trauerredner aber zwischen 190 und 650 Euro zzgl. Fahrtkosten betragen. Dies ist allerdings nur bei freien Rednern der Fall. Denn Geistliche stellen für Trauerreden im Rahmen eines Trauergottesdienstes üblicherweise keine Rechnung. Auch das Trauervorgespräch ist in diesem Zusammenhang immer kostenfrei. Eine Spende für die Kirchengemeinde als Anerkennung wird aber gerne gesehen. Die folgende Grafik zeigt Ihnen übersichtlich, welche Kosten für welche Art von Trauerredner auf Sie zukommen. Beachten sollten Sie dabei, dass es sich nur um eine Orientierung der Kosten handelt. Welches Honorar für den Trauerredner, für den Sie sich entscheiden, am Ende fällig wird, hängt von dessen Leistungen, Aufwand und Erfahrung ab. Legen Sie mit dem Trauerredner vorher also unbedingt ein Honorar und eine Zahlungsweise fest, um später nicht mit hohen Zusatzkosten konfrontiert zu werden.

Kosten für einen Trauerredner - PuroVivo.de

Kosten für einen Trauerredner im Überblick. © PuroVivo.de

Festpreis

Das Verlangen einer festen Pauschale ist bei Weitem die verbreitetste Art der Bezahlung unter den freien Rednern. Zwar ist diese Variante für die Trauerredner selbst manchmal ungünstig, da der Umfang bzw. Arbeitsaufwand nicht immer der Gleiche ist, doch für Bestatter und Angehörige ist sie die Beste. Denn Angehörige wissen von Beginn an genau, woran sie sind und Bestatter müssen sich keine komplizierten Berechnungsmodelle merken. Zuzüglich zum Honorar kommen dann höchstens noch mögliche Anreisekosten hinzu. Die Preisgestaltung für Festpreise von Trauerrednern liegt meist beim Redner, deshalb sollte er Ihnen auch genau erklären können, wie sich dieser Preis zusammen setzt. Sind irgendwelche uneindeutigen Punkte im Festpreis enthalten, die Ihnen komisch vorkommen, Fragen Sie den Trauerredner danach und lassen Sie sich alles genau erklären. So können Sie sich sicher sein, dass Sie einen angemessenen, aber nicht zu hohen Preis für die Leistungen des Trauerredners bezahlen.

 

Abrechnung nach Stunden

Auch wenn die meisten eine Pauschale für die gesamte Trauerrede einschließlich Vorbereitungszeit anbieten, kann es vorkommen, dass der ein oder andere auch einen Stundenlohn verlangt. Der Stundenlohn eines Trauerredners kann zwischen 20 und 50 Euro variieren. Das ergibt bei einem durchschnittlichen Arbeitsaufwand von 6-10 Stunden einen Gesamtpreis von 120-500 Euro pro Trauerfeier. Im Vergleich zu den üblichen Pauschalen zwischen 190 und 650 Euro liegt also kein bedeutender Unterschied. Doch kann der Arbeitsaufwand in Stunden stark variieren. Die Trauerfeier ist hierbei mit durchschnittlich einer halben bis einer vollen Stunde nur der kleinste Teil. Die Planung kann, je nach gewünschtem Aufwand, bis zu 10 Stunden in Anspruch nehmen.  Hinzu kommt das Vorgespräch, welches ebenfalls eine oder mehrere Stunden dauern kann.

 

 

Bezahlung des Trauerredners

Doch wie werden diese Kosten bezahlt? Im Prinzip gibt es nur zwei Varianten: Der Trauerredner arbeitet für oder mit einem Bestattungsunternehmen und verrechnet auch seinen Preis über eben dieses ab oder er ist unabhängig und verlangt eine separate Bezahlung. Dabei wird von beiden Seiten eine Zahlungsabwicklung per Banküberweisung entsprechend einer ausgestellten Rechnung bevorzugt. Barzahlungen sind eher unüblich. Viele freie Redner arbeiten mit Bestattungsunternehmen zusammen und erhalten von diesen auch die Mehrheit ihrer Aufträge. Auch um den Auftraggeber in dieser schweren Zeit nicht noch mit Rechnungen zu überhäufen, werden oftmals Komplettrechnungen vom Bestatter ausgestellt, die nach der erfolgreichen Durchführung der Trauerfeier in der angegebenen Frist zu begleichen sind. Diese Rechnung beinhaltet dann auch das Honorar für den Trauerredner, welcher sein Geld direkt vom Bestatter erhält. Arbeitet der Trauerredner selbstständig und unabhängig von einem Bestatter, wird er auch eine individuelle Rechnung ausstellen. Diese wird den Angehörigen in der Regel einige Tage nach der durchgeführten Trauerfeier zugestellt. Die Festlegung der Höhe des Honorars erfolgt dabei bereits im ersten Gespräch.

Weltlicher Trauerredner

Sie können die Trauerrede selbst halten oder einen professionellen Trauerredner engagieren.

Trauerredner in der Nähe finden

Welche Trauerredner sind in Ihrer Nähe verfügbar?

Wurde eine geliebte Person unerwartet aus dem Leben gerissen, kommt auf die Familie des Verstorbenen einiges an Aufgaben zu. Die Beerdigung muss vorbereitet, ein Sarg oder eine Urne müssen ausgewählt und viele weitere wichtige Entscheidungen getroffen werden. Glücklicherweise übernehmen Bestattungsunternehmen dabei bereits die meisten Aufgaben, um diese den Angehörigen in ihrer Trauer abzunehmen. Arbeitet der Bestatter aber nicht bereits mit einem für Sie geeigneten Trauerredner zusammen, muss man diesen innerhalb weniger Tage finden. Denn eine Beerdigung ist meist schon ein bis zwei Wochen nach dem Todestag und eine gewisse Vorbereitungszeit sollte dem Redner eingeräumt werden. Sind auch Sie auf der Suche nach einem Bestattungsredner oder gar Bestatter, finden Sie unter Bestattung-Information.de den für Sie passenden in Ihrer Region sowie viele weitere Informationen zu den Themen Beerdigung und Trauer. Dort können Sie aus über 200 professionellen Trauerrednern in ganz Deutschland wählen. Über eine interaktive Deutschlandkarte ist es auch möglich, ganz bequem und einfach nach der gewünschten Region zu suchen. In der dann aufgeführten Auswahl an kompetenten, regionalen Trauerrednern können Sie sich den für Ihre Bedürfnisse passenden Redner aussuchen und direkt mit ihm/ihr in Kontakt treten.

 

 

Trauerrede selbst halten

Wie kann eine Trauerrede selbst gehalten werden?

Für Verwandte wie die eigene Mutter oder den Vater oder für einen Freund eine persönliche Trauerrede zu schreiben, ist nicht leicht. Dennoch wagen viele einen Versuch, zumindest eine kurze Ansprache zu halten, um mit den richtigen Worten eine würdevolle Erinnerung an den Verstorbenen zu schaffen. Denn entscheidet sich ein Hinterbliebener dafür die Trauerrede selbst zu halten, hat das oft nicht mit den Kosten zu tun, die dadurch gespart werden können. Vielmehr ist es eine Form des Abschiednehmens, indem man persönliche Worte an den Verstorbenen und an die Trauergemeinde richtet. Darüber hinaus kann gerade das Verfassen der Trauerrede ein wichtiger Beitrag zur Trauerbewältigung sein und dabei helfen, den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten. Doch das Verfassen und Halten einer persönlichen Trauerrede ist ganz besonders schwer und sollte gut überlegt sein.

 

Situation für das Halten einer Trauerrede

Ist man kein professioneller Trauerredner, sondern hält lediglich ausnahmsweise eine Rede, hat das meist einen aus zwei Gründen: Man wird gebeten auf der Trauerfeier für einen guten Bekannten oder entfernten Verwandten eine kurze Traueransprache zu halten oder, und das ist die weitaus schwierigere Situation,  man entschließt sich, für ein nahestehendes Familienmitglied oder einen sehr guten Freund eine rührende und würdige Rede zu halten. Für einen Familienangehörigen oder sehr guten Freund des Verstorbenen ist es wohl am Schwierigsten eine Rede vor der gesamten Trauergemeinde zu halten, ohne komplett die Fassung zu verlieren. Wer es dennoch wagen möchte, sollte sich vor allem eines bewusst sein: Die Situation in der Trauerhalle oder auf dem Friedhof ist schon traurig genug. Eine zu emotionale Rede, die alle nur noch mehr in Trauer versetzt, ist hier nicht angebracht. Die Traueransprache soll vor allem Trost spenden und das Leben des geliebten Menschen ehren. Damit Sie die Rede nicht selbst zu sehr mitnimmt, sollten Sie daher besonders negative Lebensabschnitte, wie eine schwere Krankheit oder einen Unfall, umgehen. Konzentrieren Sie sich lieber auf die positiven Seiten. Beginnen Sie in der Kindheit oder Jugend, erzählen Sie von schönen Zeiten, wie Urlaube, Familienfeiern, der beruflichen Laufbahn oder Hobbys.  Selbst in schwierigen Fällen gilt: Es gibt wohl niemanden, der nicht auch gute Zeiten erlebt hat. Stellen Sie also das Positive in den Vordergrund. Findet im nahen Familienkreis des Verstorbenen niemand die Kraft dazu, eine Rede zu halten oder möchten sie der Trauerfeier einfach nur still beiwohnen, könnte auch ein Freund oder guter Bekannter der Familie sich dazu bereit erklären, eine Rede vorzubereiten und vor der Trauergemeinde zu vorzutragen. Denn für sie ist es sicherlich etwas leichter, während der Ansprache nicht zu emotional zu werden und einen würdevollen, seriösen Auftritt hinzulegen. Möglicherweise gibt es auch bereits jemanden in Ihrem Bekanntenkreis, der schon einmal die ein oder andere Trauerrede gehalten hat. Gerade bei Menschen mit Erfahrung sollte die Chance, dass sie erneut eine Ansprache halten würden, nicht allzu gering sein. Und dies ist dann auch um Einiges persönlicher als einen Fremden als Trauerredner zu engagieren, der noch dazu mehrere Hundert Euro kosten wird.

Trauertext schreiben

Das Schreiben einer Trauerrede ist eine besondere Herausforderung.

Vorbereitungen für die Trauerrede

Immer weniger Menschen wünschen sich eine geistliche Beisetzung und bevorzugen einen weltlichen Trauerredner. Möchte man selbst die letzten Worte an den Verstorbenen richten, findet man meist nicht die richtigen Worte, um ihm oder ihr gerecht zu werden. Möglicherweise kennt man auch gar nicht alle Charakterzüge oder wichtigen Momente, die die Person ausmachten. Deshalb ist es wichtig, bevor man mit dem Schreiben der Rede beginnt, sich Gedanken darüber zu machen, was man sagen und ausdrücken möchte. Hierfür ist es ratsam, auch Freunde, Kollegen und Verwandte des Verstorbenen aufzusuchen und zu befragen. Diese kannten ihn vielleicht nochmal von einer ganz anderen Seite oder können von gemeinsamen Erlebnissen erzählen, die Sie bislang noch nicht kannten. Auch ist es hilfreich, sich vorab bereits schöne Gedichte oder sprachliche Bilder, die man in die Trauerrede mit einfließen lassen kann, herauszusuchen. Wenn gewünscht, kann man natürlich auch biblische Zitate und Geschichten einbauen.

 

Aufbau einer Trauerrede

Da das Schreiben einer Trauerrede keine einfache Aufgabe ist und viele Emotionen weckt, ist es von Vorteil, einige Anhaltspunkte zu haben, an denen man sich orientieren kann. Auch ein sinnvoller Ablauf kann helfen, den Worten eine Struktur zu geben und keinen Aspekt zu vergessen. Am besten teilt man die Rede daher in eine kurze Begrüßung und Einleitung, einen persönlichen, individuellen Hauptteil sowie einen abrundenden Schlussteil. Mit der Begrüßung heißt man sowohl die Trauergemeinde als auch den Verstorbenen willkommen. Da es vermutlich nicht alle Anwesenden wissen, sollte man zunächst kurz erläutern, wie die eigene Beziehung zu dem Verstorbenen war und in welchem Verhältnis man zu ihm steht (Familie, Freund, Kollege etc.). Auch was Sie dazu bewegt, diese Rede zu halten und worüber Sie sprechen möchten, können Sie in der Einleitung kurz ansprechen. Der mit Abstand wichtigste Teil einer Trauerrede ist die Erinnerung an das Leben des Verstorbenen. Dazu können Sie auf die verschiedenen Stationen seines Lebens eingehen, auf besondere Begebenheiten oder von gemeinsamen Erlebnissen erzählen. Thematisieren Sie außerdem die Persönlichkeit des Toten, seinen Charakter und seine Eigenheiten. Was hat ihn ausgezeichnet? Was war ihm wichtig und wofür hat er sich eingesetzt? Einige Anhaltspunkte für den Hauptteil haben wir hier kurz für Sie aufgelistet:

 

  • Vorstellung der Person mit Geburts- und Sterbedatum sowie einigen Informationen zur Kindheit
  • Charaktereigenschaften und Eigenheiten (War er/sie eine liebevolle, fröhliche oder ruhige Person?)
  • Wichtige Beziehungen (Zu wem gab es eine besonders innige Beziehung?)
  • Lebensmotto (Wonach hat die Person gestrebt, was waren ihre Ziele im Leben?)
  • Bedeutsame Momente (Gab es Momente, Reisen oder Musik, die die Person stark geprägt haben?)
  • Errungenschaften und Auszeichnungen
  • Todesumstände (Alter, Krankheit, Unfall)

 

Abschließend können Sie das Wort erneut an den Verstorbenen richten und Ihre Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit ausdrücken. Mit warmherzigen Worten wird die geliebte Person schließlich verabschiedet, den Angehörigen werden Hoffnung und Mut zugesprochen. Legen Sie Wert auf einen religiösen Schwerpunkt, können Sie an dieser Stelle das Vertrauen auf Gott bekräftigen und den Hinterbliebenen mit der Zuversicht auf ein Wiedersehen mit dem Verstorbenen ein bisschen Friede schenken. Auf Wunsch können nun auch andere Anwesende ein paar Worte sagen, um dem Verstorbenen zu gedenken.

 

Halten der Trauerrede

Flüssig, akzentuiert und wohl formuliert – so sollte eine Trauerrede vorgetragen werden. Mit etwas Übung sollte es nicht allzu schwer sein, den richtigen Ton zu treffen. Soweit möglich, sollte man die Rede auch frei halten. Wenn dennoch einzelne Sachen abgelesen werden müssen oder man ab und zu auf ein Blatt Papier schaut, wird einem das niemand verübeln. Dennoch sollte man aus Respekt vor den anderen Trauernden die Rede zumindest gründlich vorbereiten.  Für die Dauer einer solchen Rede gibt es keine feste Vorgabe, 15 – 20 Minuten sind aber ein ungefährer Standard. Handelt es sich nur um eine kurze Kondolenz auf der Trauerfeier, sind 5 – 10 Minuten angebracht. Sollte die Trauerrede in einer Kirche oder großen Halle gehalten werden, ist außerdem die besondere Akustik zu bedenken. Denn die Worte hallen nach. Daher ist es wichtig, langsam und deutlich zu sprechen sowie regelmäßige, angemessene Pausen einzubauen. Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie für Ihre Trauerrede keinen Applaus erhalten. Auch wenn der Blickkontakt zu den Zuhörern und der Applaus fehlt, heißt das nicht, dass die Rede schlecht war.

 

Zusammenfassung

Auf welche Punkte sollten Sie beim Thema Trauerredner achten?

Eine Beerdigung ist ein sehr emotionaler Tag für Familie, Freunde und Bekannte der verstorbenen Person. Ein professioneller Trauerredner begleitet die Trauernden auf dem Weg des Abschieds und hilft dabei, diesen schwierigen Tag dennoch schön zu gestalten. Dabei hat man die Wahl zwischen freien und geistlichen Trauerrednern. Letztere halten im Rahmen einer kirchlichen Bestattung eine Rede mit dem Glauben als Schwerpunkt. Freie Redner gehören keiner Glaubensgemeinschaft an und fokussieren ihre Traueransprache eher auf das Leben und Wirken des Verstorbenen. Möchte man sich das Geld für einen professionellen Trauerredner sparen und auch keinen Geistlichen hinzuziehen, können auch Freunde oder Bekannte eine persönliche Rede halten. Die Entscheidung, wo und wann die Trauerrede gehalten werden soll, ist einem in den meisten Fällen freigestellt.

Häufige Fragen (FAQ)

✍🏻 Was macht ein Trauerredner? zuklappenaufklappen

Ein Trauerredner übernimmt das, was die meisten in Momenten der tiefsten Trauer nicht mehr schaffen: Mit Worten der Erinnerung und der Anerkennung hält er im Rahmen einer Trauerfeier eine Trauerrede. In dieser erzählt er etwas aus dem Leben des Verstorbenen, um ihm zu gedenken und der Trauergemeinde Trost zu spenden. Dafür spricht er zuvor mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen des Toten und sammelt Informationen über dessen Leben, Charakter und besondere Leistungen, die er in seine Rede einfließen lässt. Religiöse Trauerredner bauen zudem eine religiöse Geschichte oder Stelle aus der Bibel mit ein, um den Fokus der Rede auf den Glauben und das Leben nach dem Tod zu lenken. Auch ein Familienmitglied oder Freund des Verstorbenen kann die Trauerrede halten. Diese bauen dann gerne auch gemeinsame Erfahrungen oder einen besonderen Moment mit den Toten ein.

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✍🏻 Wann wird die Trauerrede gehalten?zuklappenaufklappen

Für christliche Bestattungen gibt es eine deutschlandweit festgelegte Grundstruktur, die den Ablauf von Trauerfeiern bestimmt. Demnach ist die Trauerrede bzw. Predigt der Mittelpunkt des Trauergottesdienstes. Davor und danach werden einige Lieder gesungen und Gebete gesprochen. Anschließend an den Gottesdienst begibt man sich zum Grab, wo Sarg oder Urne versenkt wird. Eine weltliche Beisetzung läuft ähnlich ab. Auch hier ist die Trauerrede Mittelpunkt der Abschiedsfeierlichkeit. Die genaue Abfolge kann hier aber vorab mit dem Trauerredner festgelegt und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

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✍🏻 Wie viel kostet ein Trauerredner?zuklappenaufklappen

Die Kosten für einen professionellen Trauerredner variieren deutschlandweit je nach Stadt, Region und Bundesland. Üblicherweise wird eine Pauschale zwischen 190 und 650 Euro verlangt. Manche Trauerredner fordern aber auch einen Stundenlohn. Dieser kann zwischen 20 und 50 Euro betragen. Wünschen Sie eine kirchliche Bestattung mit religiöser Trauerrede, übernimmt das meist der Pfarrer oder Pastor Ihrer Kirche. Dieser wird weder für die Rede noch für das Trauervorgespräch Geld von Ihnen fordern. Eine Spende an die Kirchgemeinde ist dafür aber immer gern gesehen.

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✍🏻 Wie ist eine Trauerrede aufgebaut? zuklappenaufklappen

Eine Trauerrede besteht im Allgemeinen, wie jede andere Rede auch, aus einer kurzen Begrüßung, Einleitung, Hauptteil und Schluss. Die Einleitung dient dazu, kurz allen Anwesenden mitzuteilen, wie die eigene Beziehung zu dem Verstorbenen war und in welcher Relation man überhaupt zu ihm steht. Im Hauptteil folgt dann alles Wichtige über den Verstorbenen und dessen Leben, um eine bleibende Erinnerung an ihn zu schaffen und zu trösten. Dazu zählen unter anderem Charaktereigenschaften, wichtige Beziehungen, ein mögliches Lebensmotto sowie bedeutsame Momente und Errungenschaften. Auch ist es wichtig, zu erzählen, wie es zum Ende des Lebens kam, sollte es doch ein schwieriger Aspekt sein. Am Ende der Trauerrede verabschiedet man sich von der geliebten Person und überlässt sie mit warmherzigen Worten der anderen Welt. Auf Wunsch bekommen nun auch andere Trauergäste die Gelegenheit, ein paar Worte des Abschieds zu sagen.

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Über den Autor

Dierk
Über den Autor: Dierk

Steinbildhauer mit Leib & Seele! Seit Generationen leben wir diese Tradition zusammen mit unseren Bildhauern und erschaffen einzigartige Grabstätten aus Naturstein. Mit unserem großen europaweiten Steinmetz-Netzwerk können wir unsere Grabdenkmale zum Festpreis in Deutschland, Österreich & der Schweiz anbieten

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