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Beileid schreiben & aussprechen: Top-10 kurze Muster & Vorlagen

Wir helfen Ihnen dabei, eine Beileidsbekundung zu schreiben oder ausszuprechen. Finden Sie hier unsere Top-10 Muster für kurze Beileidstexte und eine Vorlage für eine lange & ausführliche Beileidsbekundung.

 

Einem Trauernden sein Beileid auszusprechen, ist keine alltägliche Angelegenheit. Im Trauerfall sein Beileid auszudrücken, ist besonders wichtig, um den Angehörigen des Verstorbenen das aufrichtige Mitgefühl mitzuteilen. Viele sind jedoch damit überfordert, die richtigen Worte zu finden. Was gilt es zu beachten? Welche Worte wirken tröstend? Wie kann eine Beileidsbekundung richtig geschrieben werden? Im folgenden Beitrag finden Sie Tipps und Beispiele, die Ihnen dabei helfen können, Ihr Beileid auszudrücken.

 

 

Definition der Beileidsbekundung

Was ist eine Beileidsbekundung?

Die Beileidsbekundung wird auch als Kondolenz bezeichnet. Das Fremdwort „Kondolenz“ leitet sich hierbei von dem lateinischen Wort condolesco ab, was in der deutschen Übersetzung so viel bedeutet wie „zu schmerzen beginnen“, „schmerzen“ oder „Schmerzen empfinden“. Mit einer Beileidsbekundung soll demnach die eigene Trauer und tiefempfundene Anteilnahme am Tod einer Person ausgedrückt werden. Sie ist daher nicht nur eine Höflichkeit, welche Mitleid ausdrücken soll, sondern ein Mittel, eine wahrhaftige Trauer auszudrücken, den Angehörigen in diesen schweren Zeiten beizustehen oder dem Verstorbenen zu gedenken. Dies kann sowohl auf schriftlichem als auch mündlichem Weg erfolgen. In der Regel wird die Kondolenz bei der Trauerfeier oder dem anschließenden Traueressen den Hinterbliebenen persönlich übermittelt. Nicht selten wird eine Beileidsbekundung aber auch in Form einer Trauerkarte zum Ausdruck gebracht.

Beileidskarte als schriftliche Beileidsbekundung

Die Trauerkarte oder Beileidskarte ist eine typische Form der schriftlichen Beileidsbekundung.

Beileidsbekundung persönlich aussprechen

Wie & wo wird das Beileid persönlich ausgesprochen?

Die mündliche Beileidsbekundung ist sicherlich eine der am meisten tröstenden Formen der Kondolenz, da sie hier sehr persönlich und intim kommuniziert werden kann. Üblicherweise geschieht dies entweder bei einem Trauerbesuch oder während der Trauerfeier direkt am Grab. Bei letzterem stellen sich die Angehörigen auf, um Ihre Beileidsbekundungen entgegenzunehmen. Ist dies nicht der Fall und sie drehen sich von Ihnen weg oder verlassen das Grab sofort, sollten Sie auf ein persönliches Kondolieren direkt nach der Beisetzung verzichten. Steht Ihnen die trauernde Person sehr nahe oder haben Sie ein enges Verhältnis zur Familie des Verstorbenen, sollten Sie dennoch, solange dies nicht ausdrücklich unerwünscht ist, nicht von einem persönlichen Gespräch absehen. Denn Beistand und tröstende Worte sind für viele Trauernde überaus wichtig und helfen bei der Trauerbewältigung. Ist Ihnen die persönliche Teilnahme an der Trauerfeier nicht möglich, können Sie natürlich auch einen Anruf tätigen, um der trauernden Person Ihr Mitgefühl auszudrücken. Dies fällt vielen Menschen allerdings besonders schwer. Denn hier fehlt die Nähe, die sich in einem persönlichen Gespräch aufbaut und es ist schwer, auf die Emotionen der trauernden Person zu reagieren und sich angemessen zu verhalten. Bittet der Trauernde darum, alleine gelassen zu werden, sollten Sie diesen Wunsch auf jeden Fall respektieren und auch niemandem, der offensichtlich abgeneigt ist, ein Gespräch aufdrängen. In diesem Fall bietet die schriftliche Kondolenz eine gute Alternative.

 

Beileidsbekundung schreiben

In welcher Form kann eine schriftliche Beileidsbekundung erfolgen?

Die schriftliche Formulierung des eigenen Beileids gehört zu den klassischen Wegen der Beileidsbekundung. Gerade wenn Sie den Hinterbliebenen nicht sehr nahestehen oder eine persönliche Kondolenz aus Distanzgründen nicht möglich ist, ist dies oft die angemessene Art, Ihr Mitgefühl auszudrücken. Doch auch hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen. Neben der traditionellen Trauerkarte oder dem Kondolenzbuch während der Trauerfeier gibt es heute neue Mittel, sein Beileid auszudrücken, die sich erst durch technische Neuerungen entwickelt haben. Welche Form hier angemessen ist, sollten Sie selbst – auch in Bezug auf Ihre Beziehung zu den Hinterbliebenen – individuell entscheiden. Dabei ist es jedoch immer auch möglich, mehrere Arten der Beileidsbekundung zu wählen. So drücken viele in einem persönlichen Gespräch ihr Mitgefühl aus und schreiben zusätzlich eine Karte oder hinterlassen einen schönen Trauerspruch im Kondolenzbuch.

 

Schriftliche Beileidsbekundung

Zur schriftlichen Beileidsbekundung stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. ©PuroVivo.de

 

Beileidsbekundung in einer Trauerkarte schreiben

Die Beileidskarte ist der traditionelle und bewährte Weg, um den Hinterbliebenen schriftlich sein Beileid zu bekunden. Diese kann einen tröstenden Spruch, ein Bibelzitat, ein schönes Gedicht und/oder eine persönliche Nachricht enthalten, die Ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. Das Angebot an Trauerkarten ist enorm und bietet Ihnen somit grenzenlose Möglichkeiten, eine geeignete Karte zu finden oder individuell zu gestalten. Wichtig ist, dass die Trauerkarte zum Verstorbenen und zu Ihnen passt. Finden Sie die passenden Worte, je nachdem, wie nahe Sie sich standen oder welches Verhältnis Sie zu den Angehörigen haben. Wollen Sie die Karte verschicken, sollten Sie darauf achten, sie sobald wie möglich zu versenden, um zu vermeiden, dass die Trauerkarte sehr spät ankommt und alte Wunden wieder aufreißt.

 

Herzliches Beileid im Kondolenzbuch ausdrücken

Bei einigen Trauerfeiern werden Kondolenzbücher ausgelegt. In der Regel haben diese den Zweck einer Unterschriftenliste, in der sich die Trauergäste als Teilnehmende der Trauerfeier verewigen können. Aber auch ein paar persönliche Worte und Wünsche können hier für die Hinterbliebenen hinterlassen werden, um persönlich Beileid auszusprechen. Möchten Sie sich in ein Kondolenzbuch eintragen, kann es hilfreich sein, wenn   Sie sich schon vorher Gedanken darüber machen, was Sie hineinschreiben möchten. Neben ein paar persönlichen Worten ist ein schöner Trauerspruch oder ein Bibelzitat ebenso gestattet wie ein kurzes persönliches Gedicht oder Zitat. Manchmal fällt es bei der Trauerfeier schwer, den Trauernden gegenüber die persönliche Beileidsbekundung auszudrücken. Sie können Ihre Gedanken und Gefühle aber schriftlich im Kondolenzbuch festhalten.

 

Ein Kondolenzbuch ist eine tröstende Erinnerung, die den Angehörigen erhalten bleibt.

 

Beileid per WhatsApp oder SMS ausdrücken

Beileidsbekundungen per WhatsApp oder SMS haben erst in den letzten Jahren an großer Relevanz gewonnen. Denn früher war das Kondolieren über das Smartphone oder Internet noch nicht möglich und somit auch nicht üblich. Doch heute kommuniziert gerade die jüngere Generation häufig über diese Art von Kurznachrichten. Eine Beileidsbekundung über das Smartphone ist unter Schülern und jungen Erwachsenen somit kein Zeichen von mangelndem Respekt, da dies ihr übliches Mittel der Kommunikation ist. Auch spielt die Globalisierung eine wichtige Rolle: Freundschaften und Familien, die sich über den gesamten Globus erstrecken sind keine Seltenheit mehr. Hier bietet sich das Internet als Kommunikationsweg an, da schnell über weite Entfernungen gesprochen und geschrieben werden kann. Wenn möglich, sollten Sie jedoch von diesem eher unpersönlichen Weg absehen und den persönlichen Kontakt immer als erste Wahl ansehen. Haben Sie keine andere Möglichkeit und kommunizieren Sie in der Regel immer über soziale Medien, kann aber auch dieser Weg in der Trauer angemessen sein.

 

Beileidsbekundung per Mail versenden

Auf eine Beileidsbekundung per Mail sollten nur dann zurückgegriffen werden, wenn die Kommunikation mit der trauernden Person auch sonst immer per E-Mail erfolgt. Auch die Globalisierung spielt hier erneut eine große Rolle. Wohnt man nicht in der Nähe oder gar auf einem anderen Kontinent, möchte aber auf eine Kondolenz per WhatsApp oder SMS verzichten, kann eine trostspendende Anteilnahme per Mail eine gute Alternative sein.  Dies gilt auch, wenn Ihnen die private Adresse der betroffenen Person nicht bekannt ist. Stehen Sie aber viel im persönlichen Austausch und sehen Sie den Trauernden regelmäßig, eignet sich die Beileidsbekundung per E-Mail als eher unpersönliche Art weniger.

Beileidsbekundung schreiben

Das Schreiben einer Beileidsbekundung ist eine besondere Herausforderung.

Beileidsbekundung für verschiedene Personen

Für welche Personengruppen sollte das Beileid formuliert werden?

Wie man sein Beileid und seine Anteilnahme am besten zum Ausdruck bringt, hängt vor allem auch von der trauernden Person ab. Je nachdem, in welchem Verhältnis Sie zu dem Trauernden stehen, unterscheiden sich auch die angebrachten Formen der Beileidsbekundung. Hierbei gilt: Je näher Sie dem Verstorbenen oder dessen Angehörigen stehen, desto persönlicher sollte Ihre Kondolenz ausfallen. Demnach ist es entscheidend, ob Sie mit den Hinterbliebenen verwandt sind, ein Freund oder guter Nachbar um eine Person trauert oder ob ein Kollege eine geliebte Person verloren hat. Dabei gibt es für jede Personengruppe unterschiedliche Verhaltensregeln, was die Beileidsbekundung im Trauerfall betrifft. Diese bringen wir Ihnen in den folgenden Kapiteln näher. Wichtig ist aber, dass Sie immer den Weg wählen, mit dem Sie sich wohl fühlen und am besten umgehen können, ob dies nun der Regel entspricht oder nicht.

 

Beileidsbekundung für die Familie

Mit Ihrer Familie teilen Sie entscheidende Lebensabschnitte, Freude, Glück und Sorgen. Da ist es selbstverständlich, dass man auch gemeinsam Schmerz, Trauer und Verlust empfindet. Haben Sie im Umfeld des engen Familienkreises einen Todesfall zu bedauern, betrifft Sie der Verlust nicht selten auch selbst. Die geliebten Personen Ihrer Eltern oder Geschwister sind oft auch Ihre Bekannten oder Freunde. Ein persönlicher, Trost spendender Besuch steht in diesem Fall außer Frage. Doch auch wenn Sie den Verstorbenen nicht persönlich kannten, dieser aber bspw. ein guter Freund Ihrer Mutter oder Ihres Bruders war, ist Ihre Anteilnahme und Ihr Beistand gewünscht. Doch wenn etwas Distanz erbeten wurde, um die Trauer allein zu verarbeiten oder sich ein persönlicher Besuch verzögert, kann eine einfühlsame Trauerkarte eine tröstende Stütze sein. Neben einer Beileidskarte bietet es sich hier auch an, einen Brief zu schreiben, um den eigenen Gefühlen freien Lauf zu lassen und den bedingungslosen familiären Beistand zu versichern. Verfallen Sie dabei nicht in einen formellen oder distanzierten Ton, drücken Sie sich natürlich aus. Auf die eigenen Eltern oder Geschwister wirken förmliche Worte und Floskeln entfremdend und unterkühlt.

 

 

Beileidsbekundung für einen Freund oder eine Freundin

Für viele sind Freunde so etwas wie eine zweite Familie. Sie sind enge Vertraute, die in guten und schlechten Zeiten zusammenhalten. Eine persönliche Beileidsbekundung von Angesicht zu Angesicht ist hier demnach auf jeden Fall angebracht. Eine Beileidskarte im engen Freundeskreis zu verschicken ist ziemlich unüblich. Zumal ein persönlicher Kondolenzbesuch und eine warme Umarmung mehr Trost spenden als alle Worte der Welt. Viele Menschen schreiben ihren trauernden Freunden dennoch zusätzlich eine Trauerkarte oder einen Brief, in dem sie sie aufbauen möchten. Das gibt den Trauernden das Gefühl, dass sie nicht allein sind und jederzeit auf Sie als Freund zählen können. Achten Sie dabei darauf, dass Sie sich nicht verbiegen, da sich die Trauernden sonst in Ihrer Nähe unwohl fühlen, wenn sie merken, dass Sie sich unnatürlich verhalten. Je nachdem, wie Ihr/e Freund/in auf den Verlust eines geliebten Menschen reagiert, kann es auch sein, dass er/sie sich für eine Zeit lang zurückzieht und den Kontakt nach außen einstellt. In diesem Fall können Sie mithilfe eines Beileidsschreibens daran erinnern, dass Sie immer da sind und Ihr Freund sich immer an Sie wenden kann. Üben Sie jedoch keinen Druck aus, sondern geben Sie ihm Zeit, um mit seinen Angehörigen zu trauern.

Beileidsbekundung schreiben

Eine Beileidsbekundung für Familie und Freunde sollte persönlich und von Herzen sein.

Beileidsbekundung für einen Nachbarn

Jeder hat ein unterschiedliches Verhältnis zu seinen Nachbarn. Bei vielen geht der Kontakt nicht über einen Gruß und etwas Smalltalk hinaus. Andere wiederum haben sehr herzliche Nachbarschaftsverhältnisse, welche auf einer gewissen Vertrauensbasis beruhen. Gibt es in der Familie Ihres Nachbarn einen Trauerfall zu bedauern, ist es immer angebracht, Ihre Kondolenz auszudrücken. Haben Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrem Nachbarn, sollten Sie auf das persönliche Kondolieren nicht verzichten. Schließlich muss man nur zum benachbarten Haus oder zur benachbarten Wohnung laufen. Häufig ist es üblich, einen Trauerbesuch zu tätigen und dabei etwas zu Essen oder Blumen zu überbringen. Das kann für den/die Trauernden sehr hilfreich sein und gibt Ihnen die Möglichkeit, in einem persönlichen Gespräch Anteilnahme zu zeigen. Haben Sie allerdings ein eher distanzierteres Verhältnis zu Ihrem Nachbarn, sollten Sie zumindest eine Trauerkarte überreichen, um Ihr Mitgefühl auszudrücken. Versuchen Sie, das richtige Maß an Beileid und Abstand zu wahren und zwingen Sie kein Gespräch auf, bei dem sich die Trauernden unter Druck gesetzt fühlen könnten.

 

Geschäftliche Beileidsbekundung für einen Geschäftspartner oder Kollegen

Wie schreibt man eine geschäftliche Beileidsbekundung?

Mit den Kollegen verbringt man den Großteil seines beruflichen Alltags. Ein geteilter Arbeitsplatz, ein gemeinsames Projekt oder zusammen verbrachte Pausen – in einem harmonischen Arbeitsklima entwickeln sich gut funktionierende Kameradschaften, aus denen sogar eine private Freundschaft entstehen kann. Hat ein Kollege einen Todesfall im Freundes- oder Familienkreis zu beklagen, kann ein rücksichts- und verständnisvolles Beileidsschreiben im Namen des Kollegiums oder des ganzen Unternehmens eine förderliche und einfühlsame Stütze für den Betroffenen sein.  Dabei ist es taktvoll, das Schreiben an alle Angehörigen zu richten und nicht nur an den eigenen Kollegen. Verweisen Sie darauf, dass das ganze Unternehmen Unterstützung und Rücksicht innerhalb dieser schweren Zeit zusichert. Die geschäftliche Beileidskarte sollte allerdings nur von dem Vorgesetzen unterschrieben werden und nicht zu einem Sammelsurium von Unterschriften der Kollegen werden. Haben Sie ein enges Verhältnis zu dem betroffenen Kollegen, können Sie auch eine separate Beileidsbekundung verfassen.

 

Inhalt einer schriftlichen Beileidsbekundung

Was sollte eine schriftliche Beileidsbekundung beinhalten?

Eine Beileidskarte zu schreiben, ist keine leichte Aufgabe – auch wenn man nicht direkt von dem Verlust betroffen ist. Wenn jemand aus dem privaten, sozialen oder beruflichen Umfeld einen Todesfall zu betrauern hat, dann geht das an niemandem spurlos vorbei. Doch mit einer schriftlichen Beileidsbekundung soll den Angehörigen des Verstorbenen vermittelt werden, dass ihr Verlust auch Sie berührt und Sie den Trauernden beistehen. Da Beileidskarten nicht zum Alltag gehören, wissen viele nicht, wie sie ihre Kondolenzbekundung aufbauen und gestalten sollen. Was darf geschrieben werden? Wie kann den Trauernden Trost und Hoffnung gespendet werden? Wie können die eigenen Empfindungen des Bedauerns und des Mitgefühls am besten überbracht werden? In den folgenden Kapiteln geben wir Ihnen Hinweise zu Aufbau und Inhalt einer schriftlichen Beileidsbekundung. Dabei können Sie sich auch an folgenden Reflexionsfragen als Leitfaden für die Beileidsbekundung orientieren:

 

  1. Wie haben Sie vom Tod des Verstorbenen erfahren?
  2. Was fühlten Sie dabei, als Sie davon erfahren haben?
  3. Welche positiven Erinnerungen verbinden Sie mit der Person?
  4. Welche Charaktereigenschaften haben Sie besonders an der Person geschätzt?
  5. Wie werden Sie den Verstorbenen in Erinnerung behalten?

 

 

Ansprache des Trauernden

Die Ansprache des Trauernden richtet sich danach, in welchem Verhältnis Sie zu dem/den Adressaten stehen. Sind Sie ein Familienmitglied, ein guter Freund oder ein Bekannter, sollten Sie die Ansprache persönlich und vertraulich formulieren. Stehen Sie mit dem oder den Trauernden in einem Nachbarschaftsverhältnis oder haben keine engere Beziehung, ist eine förmliche Anrede angemessener. Überlegen Sie im Vorhinein auch, wem Sie Ihr Beileid aussprechen wollen: Einer Einzelperson, einer Familie oder allen Angehörigen? Hier finden Sie einige Beispiele, wie Sie das Anschreiben formulieren können:

  • Liebe/r …
  • Mein/e liebe/r …
  • Liebe/r Frau/Herr …
  • Sehr geehrte/r Frau/Herr …
  • Liebe Familie …
  • Sehr geehrte Familie …
  • Liebe Trauerfamilie …
  • An die Trauerfamilie …
  • An die trauernden Angehörigen …

 

Einleitung einer Beileidsbekundung

Für viele kostet es eine große Überwindung, die eigenen Empfindungen auf Papier zu bringen. Die passenden Worte für die Einleitung zu finden, kann daher eine große Hürde darstellen. Denn niemand möchte den Schmerz und die Trauer der Hinterbliebenen durch unsensible oder unpassende Worte vergrößern. Ein einfühlsamer Trauerspruch, der Ihre Emotionen widerspiegelt, könnte hier ein guter Anfang sein. Lassen Sie diesen Spruch aber niemals für sich alleinstehen. Direkte und persönliche Worte, die sich direkt an die Angehörigen richten, sind besonders wichtig. Berichten Sie beispielsweise, wie Sie von dem Todesfall erfahren haben: Haben Sie die Traueranzeige in der Zeitung gelesen, wurde es Ihnen mündlich zugetragen oder haben Sie eine Trauerkarte von den Angehörigen erhalten? Beschreiben Sie auch, wie Sie und Ihre Familie auf die Nachricht reagiert haben. Zeigen Sie Ihre Betroffenheit. Es ist wichtig, den Hinterbliebenen zu vermitteln, dass sie in ihrer Trauer nicht allein sind.

 

Erklären des Verhältnisses zum Verstorbenen

Gerade wenn Sie dem Verstorbenen nicht besonders nahestanden, bietet es sich hier an, den Angehörigen kurz zu erklären, woher Sie sich kannten und wie Sie zueinanderstanden. Indem Sie persönliche Erinnerungen in die Beileidsbekundung einfügen, heben Sie das Kondolenzschreiben auf eine sehr vertraute Ebene und zeigen Ihre Verbundenheit zu dem Verstorbenen. Erinnern Sie beispielsweise an gemeinsame Erlebnisse und bedeutsame Momente. Beschreiben Sie die Eigenheiten, Stärken und besonderen Charaktereigenschaften des Verstorbenen, die Sie besonders schätzten und erklären Sie, inwiefern er Ihr Leben bereichert oder verändert hat. Heben Sie hervor, wie viel Ihnen die Person und die gemeinsame Zeit am Herzen liegen und was deren Tod auch für Sie bedeutet. Es tröstet die Angehörigen zu wissen, wie anerkannt und wichtig der geliebte Mensch auch für andere war.

Beileidsbekundung schreiben

Für den Inhalt einer schriftliche Beileidsbekundung können Sie sich an unserem Leitfaden orientieren.

Aussprechen von Beileid

Das Aussprechen Ihres Beileids ist der Hauptzweck eines Kondolenzschreibens. Hier drücken Sie Ihre Verbundenheit zu den Trauernden und der Trauergemeinde aus. Versichern Sie den Angehörigen, dass auch Sie von dem Verlust betroffen sind. Wenn Sie fassungslos sind und keine Worte finden können, um Ihre Emotionen auszudrücken, dann gestehen Sie sich das ein und formulieren Sie dies auch so in Ihrem Beileidsschreiben aus. Versichern Sie den Trauernden Ihre Anteilnahme und Ihr aufrichtiges Beileid, indem Sie Ihre Bestürzung, Trauer und tiefes Mitgefühl verdeutlichen. Legen Sie all Ihre Empfindungen offen und vermeiden Sie oberflächliche Floskeln. Bleiben Sie authentisch und ehrlich. So zeigen Sie den Hinterbliebenen Ihre Aufrichtigkeit und geben Ihnen das Gefühl, mit ihrer Trauer nicht allein zu sein.

 

Würdigung des Verstorbenen

Wenn Sie in Ihrer Beileidsbekundung über den Verstorbenen sprechen oder schreiben, achten Sie dabei darauf positiv zu bleiben. Je nachdem, wie nahe Sie sich standen, würdigen Sie zum Beispiel seine Art, seine Lebensweise, seine Erfolge oder seinen Umgang mit Ihnen. Vermeiden Sie in Ihrer Beileidsbekundung unbedingt, schlecht über den Verstorbenen zu sprechen. Selbst wenn Sie ihn nicht besonders mochten oder zum Ende hin große Probleme miteinander hatten, tun Sie den Trauernden mit negativen Äußerungen keinen Gefallen. Nicht ohnehin ist es schon seit alters her eine fest etablierte Konvention, dass man über die Toten nichts Schlechtes sagen sollte. Erweisen Sie dem Verstorbenen den gebührenden Respekt und teilen Sie lieber positive Erinnerungen, die Sie an ihn haben und sprechen Sie über die guten Seiten seines Lebens. Fällt Ihnen absolut nichts Positives zu der verstorbenen Person ein, können Sie auch über die Beziehung zwischen dem/den Trauernden und dem Verstorbenen sprechen.

 

Ausdrücken von Trostworten

Mithilfe der richtigen Trostworte sollen die Angehörigen das von Ihnen empfundene Mitgefühl erhalten und in ihren Trauerphasen aktiv unterstützt werden. Achten Sie aber darauf, dass die geschriebenen Worte nicht übertrieben und geschwollen klingen. Verwenden Sie herzliche Formulierungen, die zeigen, dass Sie die Gefühle der Angehörigen verstehen und ihnen Trost spenden. Versetzen Sie sich dafür in die Lage der Angehörigen und Sie werden die passenden Worte finden. Als Einstieg oder Ansatz helfen kann dabei auch ein Zitat oder Trauerspruch. Passende Formulierungen bzw. Sprüche sind hierbei z. B. „Die Erinnerung kann niemand nehmen“ oder „Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.“ Achten Sie darauf, dass die Formulierung zum Verstorbenen aber auch zu Ihnen passt.

 

Anbieten von Unterstützung

Nach einem Todesfall müssen sich die Angehörigen vielen Herausforderungen stellen, bürokratische Formalien regeln und organisatorische Fragen über die Beerdigung und Verwaltung des Nachlasses beantworten. Viel Zeit für Trauer bleibt da nicht. Während es für die einen eine willkommene Ablenkung ist, um den Gefühlen der Trauer und des Verlusts zu entkommen, ist es für die anderen eine maßlose Überforderung. Da kann Ihre Unterstützung genau das richtige sein. Bieten Sie den Trauernden Ihre Hilfe an. Selbst eine einfache Umarmung, eine Schulter zum Anlehnen oder eine helfende Hand im Alltag können eine große Hilfe sein und die Angehörigen in Ihrer Trauer unterstützen.  Für sie ist es tröstlich und kraftspendend, zu wissen, dass ihnen jemand beisteht.

 

Formulierung eines abschließenden Grußes

Ähnlich wie die Anrede, bringt die Grußformel das Verhältnis zu dem/den Adressaten zum Ausdruck. Auch in den Abschiedsworten wird nochmals versichert, dass die Hinterbliebenen in ihrer Trauer nicht alleine sind.Die Schlussworte einer familiären oder freundschaftlichen Kondolenz sollten herzlich sein, um die emotionale Verbundenheit zu unterstreichen. Eine symbolische Umarmung oder geteilte Tränen können eine tröstende verbale Geste sein.

  • In mitfühlender Anteilnahme
  • Mit den Gedanken bei Dir
  • Aufrichtiges Beileid
  • Herzliche Anteilnahme
  • Zutiefst Anteil nehmend
  • Wir weinen mit Dir/Euch
  • Du trauerst/Ihr trauert nicht alleine
  • Wir umarmen Dich/Euch und wünschen Dir/Euch viel Kraft für die kommende Zeit

 

In einer geschäftlichen Beileidsbekundung oder einer Trauerkarte von Bekannten fallen die Abschiedsworte dezent, aber dennoch mitfühlend aus:

  • Mit stillem Gruß
  • Mit schweigendem Gruß
  • Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen

 

 

Trauersprüche als Ergänzung der Beileidsbekundung

Welche Trauersprüche eignen sich für schriftliche Beileidsbekundungen?

Trauersprüche werden ergänzend zu den eigenen Worten eingefügt und sollen den eigenen Gedanken und Emotionen einen deutlichen Ausdruck zu verleihen. Haben Sie keinen einleitenden Trauerspruch verwendet, können Sie diesen auch ergänzend am Ende der Beileidsbekundung einfügen. Dadurch können Sie Ihre eigenen Empfindungen gebündelt, taktvoll und poetisch zum Ausdruck bringen. Durch einen ausgewählten religiösen oder weltlichen Spruch, Gedichtverse, Zitate oder passende Liedzeilen widmen Sie dem Verstorbenen eine individuelle Botschaft und zeigen auch den Angehörigen,  wieviel Ihnen dieser Mensch bedeutet hat und dass er nicht vergessen wird. Dabei müssen Trauersprüche nicht nur pure Trauer bekunden. Sie können auch Hoffnung vermitteln oder ein Andenken an die verstorbene Person setzen. Nachfolgend haben wir Ihnen eine kleine Auswahl an geeigneten religiösen und weltlichen Trauersprüchen zusammengestellt.

 

 

Religiöse Trauersprüche für Beileidsbekundungen

Religiöse Trauersprüche greifen den hoffnungsvollen Gedanken auf ein zukünftiges Wiederbeisammensein auf. Beschränken Sie sich dabei nicht nur auf Zitate aus der Bibel oder anderen heiligen Schriften. Der Tod wird unter religiösen Kontexten auch von Dichtern und Denkern thematisiert. Hier finden Sie einige Beispiele für religiöse Trauersprüche:

 

  • Für jene, die in Gott verbunden sind, gibt es keinen Abschied. (Papst Pius XII)

 

  • In Gottes Hand liegt unsere Zeit. (unbekannt)

 

  • Alles was zerfällt, gehört der Erde. Doch alles, was uns lieb ist, gehört dem Himmel. Nimm Erden den Staub. Nimm Himmel unsere Verstorbenen. (Anton Rotzetter)

 

  • Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch. (Johann Albrecht Bengel)

 

  • Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil und das Atmen zu schwer wurde, legte er seinen Arm um ihn und sprach: Komm heim. (unbekannt)

 

  • Die Todesstunde schlug so früh, doch Gott der Herr bestimmte sie. (Franz von Sales)

 

  • Der Tod eines geliebten Menschen ist die Rückgabe einer Kostbarkeit, die Gott uns nur geliehen hat. (unbekannt)

 

  • Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges. (Franz von Assisi)

 

  • Denn der Staub muss wieder zu Erde werden, wie er gewesen ist. Und der Geist wieder zu Gott der ihn gegeben hat. (Prediger 12,7)

 

  • Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein flücht‘ger Gast im Erdenland; Woher? Wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand, in Gottes Hand. (Ludwig Uhland)

 

Weltliche Trauersprüche für Beileidskarten

Wenn der Verstorbene nicht gläubig war oder seine Angehörigen keiner Religion angehören, dann wählen Sie einen neutralen Spruch. Auch weltliche Trauersprüche können sehr berührend und tröstend wirken. Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl an weltlichen Trauersprüchen:

 

  • Trauern ist liebevolles Erinnern.

 

  • Ein ewiges Rätsel ist das Leben – und ein Geheimnis bleibt der Tod.

 

  • Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.

 

  • Wo Worte fehlen, das Unbeschreibliche zu beschreiben, wo die Augen versagen, das Unabwendbare zu sehen, wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können, bleibt einzig die Gewissheit, dass Du für immer in unserem Herzen weiterleben wirst.

 

  • Der Tod ist nicht das Ende, nicht die Vergänglichkeit, der Tod ist nur die Wende, Beginn der Ewigkeit.

 

  • Ich hab das Leben überwunden, bin nun befreit von Schmerz und Pein, denkt oft an mich in stillen Stunden und lasst mich immer bei euch sein.

 

  • In diesen schweren Stunden besteht unser Trost oft nur darin, liebevoll zu schweigen und schweigend mitzuleiden.

 

  • Alles verändert sich mit dem, der neben einem ist oder neben einem fehlt.

 

  • Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der immer für uns da war, ist nicht mehr. Er fehlt uns. Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen, die uns niemand nehmen kann.

 

  • Du musst gehen aus diesem Leben; Und deine Reise endet hier. So vieles durftest du mir geben, es lebt jetzt weiter – ganz in mir.

 

 

Top-10 kostenlose Muster für kurze Beileidsbekundungen

Wie sieht eine kurze Beileidsbekundung aus?

Mit einer kurzen Beileidsbekundung können Sie persönlich bei der Trauerfeier oder in einer Trauerkarte Ihr Mitgefühl übermitteln und Ihrer Anteilnahme Ausdruck verleihen. Hierfür braucht es keine vielen Worte. Was zählt ist die Geste. Ein kurzer Satz, ein paar liebe Worte oder gutes Zusprechen können Wunder bewirken und Trost spenden. Bekunden Sie Ihr Beileid beispielsweise mit:

  • Mein herzliches Beileid
  • Ich bin immer für dich da
  • Ich trauere mit dir
  • Ich bin unendlich traurig
  • Fühl dich gedrückt
  • Ich bin in Gedanken bei euch
  • Ich denke an dich
  • Du bist nicht allein
  • Ich stehe dir bei
  • Unser tiefes Mitgefühl dir und deiner Familie

 

Vorlage einer langen & ausführlichen Beileidsbekundung

Wie kann eine lange & ausführliche Beileidsbekundung aussehen?

Sind Ihnen wenige Worte für die Beileidsbekundung zu wenig, dann können Sie auch ausführlicher werden, um Ihr Mitgefühl auszudrücken. Zu Beginn können Sie ein schönes Gedicht oder ein Zitat erwähnen, dass zu den Umständen passt. Ein anschließender persönlicher Text sollte jedoch nicht fehlen. Versuchen Sie dabei, Ihre eigenen Worte zu finden. Überwältigen Sie die Angehörigen aber nicht mit zu viel Text. Eine ausführlichere Beileidsbekundung könnte dann beispielsweise so aussehen:

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande
als flöge sie nach Haus…
(Joseph von Eichendorff)

[…] war ein toller Mensch. Er/Sie wird in unseren Herzen immer weiterleben. Tief berührt möchte ich dir/euch mein Mitgefühl ausdrücken. In Gedanken bin ich in dieser schweren Zeit bei dir und deiner Familie.

 

3 Tipps für eine gelungene Beileidsbekundung

Was sollte man beim Verfassen einer Beileidsbekundung beachten?

Beim Verfassen einer Trauerkarte oder eines Trauerbriefes sollte man diese handschriftlich verfassen. Nichts ist unpersönlicher als eine vorgedruckte Karte ohne handschriftliche Ergänzungen oder ein ausgedruckter Text, der lieblos in einen Umschlag gesteckt wurde. Achten Sie auch auf das richtige Schreibgerät und zerstören Sie Ihren Fleiß nicht mit einem billigen Kugelschreiber aus der Schublade. Investieren Sie in ein gutes Schreibgerät, dann ärgern Sie sich anschließend nicht über ein hässliches Schriftbild auf Ihrer schönen Karte. Auch wenn Sie Ihr Beileid bereits persönlich, mündlich übermittelt haben, können Sie dieses mit einer schriftlichen Trauerkarte ergänzen. So bleiben den Trauernden auch später noch Ihre Worte als Erinnerung bestehen. Entscheidend dabei ist es, dass Sie auf echtes Mitgefühl und einen persönlichen Inhalt achten. Sehen Sie auch davon ab, sich in die Lage der Trauernden zu versetzen, ihre Gefühle interpretieren zu wollen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie sich zu verhalten oder zu fühlen haben. Versuchen Sie stattdessen, die Hinterbliebenen mit Ihren Worten aufzubauen, teilen Sie schöne, persönliche Momente, die Sie mit dem Verstorbenen erleben durften oder bieten Sie Ihre Hilfe an.

 

Passende Trauerkarte für eine Beileidsbekundung

Welche Trauerkarten eignen sich für eine Beileidsbekundung?

Das Angebot an Trauerkarten ist sehr groß. Dabei verfügen bereits viele über vorgedruckte Sprüche oder Zitate, die die persönlichen Worte angemessen ergänzen sollen. Für Personen, die einen eigenen Trauerspruch hinzufügen möchten, gibt es auch vollkommen leere Karten, die sich nach den eigenen Wünschen gestalten lassen. Entscheiden Sie sich für eine Trauerkarte, die Ihren Wünschen entspricht und Ihrer Meinung nach, am besten zum Verstorbenen passt. Beachten Sie bei der Wahl auch Details wie beispielsweise die Religion bzw. den Glauben des Verstorbenen. Denn eine christliche Trauerkarte mit biblischem Zitat ist für einen Ungläubigen nicht besonders geeignet. Greifen Sie stattdessen lieber zu einer unspezifischen Karte mit einer schönen Zeichnung, die Ihnen angemessen erscheint. In jedem Fall sollten Sie aber auf eine Postkarte als Trauerkarte verzichten und sich lieber für eine schöne, aufklappbare Karte entscheiden. Diese sollte idealerweise auch über einen Umschlag verfügen und in diesem versendet werden. So können Sie vermeiden, dass die Karte von fremden Menschen gelesen werden kann. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass der Umschlag keinen schwarzen Rand hat. Denn dieser ist Angehörigen vorbehalten, die andere über den Tod ihres Familienmitglieds informieren möchten. Mit einem vollständig weißen Umschlag sind Sie hier auf der sicheren Seite.

Beileidsbekdung schreiben

Eine besonders schöne Beileidskarte unterstützt den persönlichen Inhalt Ihrer Beileidsbekundung.

Geld in die Beileidskarte legen

Sollte man einer Beileidskarte Geld beilegen?

In einigen Regionen ist es üblich, den Hinterbliebenen einen Geldschein in die Trauerkarte zu legen, in anderen Gegenden wiederum nicht. Oft bitten die Hinterbliebenen in der Traueranzeige bereits darum, auf Trauergestecke und Geldgeschenke zu verzichten und stattdessen einen Beitrag zu einer gemeinnützigen Organisation zu leisten.  Wurde ein derartiger Wunsch nicht geäußert, können Sie, wenn Sie dies möchten, einen kleinen Betrag (jedoch nicht weniger als 10 Euro) in die Kondolenzkarte legen, um der Familie bei den Beisetzungskosten unter die Arme zu greifen. Sie können auch einen Zweck angeben wie zum Beispiel „für die Grabpflege“, „für Trauerblumen“ oder „zur Gestaltung der Trauerfeier“. Sind Sie sich unsicher, wie die Gepflogenheiten in Ihrer Region sind, können Sie auch bei Ihrem lokalen Bestattungsunternehmen nachfragen. Dort kennt man sich mit den Gepflogenheiten in Ihrer Region am besten aus und kann Ihnen hierzu Auskunft geben.

 

Beileidsbekundung unerwünscht

Was tun, wenn Beileidsbekundungen ausdrücklich unerwünscht sind?

Haben die Hinterbliebenen, beispielsweise in der Traueranzeige, explizit darum gebeten, dass auf persönliche Beileidsbekundungen verzichtet werden soll, sollten Sie diesem Wunsch auch nachkommen. Häufig werden hier Sätze verwendet wie: „Von Beileidsbekundungen am Grab bitten wir abzusehen.“ Halten Sie sich daran und vermeiden Sie in diesem Fall das persönliche Kondolieren am Grab. Das heißt aber nicht unbedingt, dass die Trauernden absolut keine Beileidsbekundungen wünschen. Wenn es Ihnen ein wichtiges Anliegen ist, Ihr Beileid auszudrücken und Ihren Beistand oder Ihre Hilfe anzubieten, nutzen Sie die schriftliche Form der Kondolenzbekundung. Eine Trauerkarte oder einen kurzen Brief können Sie dann trotzdem an die Trauernden versenden. Auch ein Eintrag in ein Kondolenzbuch – sofern eines vorhanden sein sollte – ist natürlich möglich.

 

Zusammenfassung

Worauf sollte man bei einer Beileidsbekundung achten?

Im Trauerfall eines Freundes, Bekannten oder Kollegen ist eine Beileidsbekundung angebracht und sollte so bald wie möglich an die Angehörigen bzw. Hinterbliebenen erfolgen. Besonders persönlich und aufrichtig ist hierbei eine mündliche Kondolenz beispielsweise während der Trauerfeier bzw. am Grab, während eines Trauerbesuches oder im Telefonat. Traditionell wird Mitgefühl und Beileid aber auch schriftlich übermittelt – in Form einer Trauerkarte, eines Trauerbriefes oder im Kondolenzbuch. Die Inhalte sollten dabei wohl gewählt und gut durchdacht sein. Äußern Sie sich positiv über den Verstorbenen und verlieren Sie keine bösen Worte. Versuchen Sie, die Hinterbliebenen aufzubauen, schöne Erinnerungen an den Verstorbenen zu teilen und bieten Sie Ihre Hilfe in diesen Zeiten der schweren Trauer an. Das wichtigste für einen Trauernden ist es, zu wissen, dass er nicht allein ist – und genau das sollte eine Beileidsbekundung am Ende bewirken.

 

©Gina Sanders – Stock.adobe.com

Über den Autor

Dierk
Über den Autor: Dierk

Steinbildhauer mit Leib & Seele! Seit Generationen leben wir diese Tradition zusammen mit unseren Bildhauern und erschaffen einzigartige Grabstätten aus Naturstein. Mit unserem großen europaweiten Steinmetz-Netzwerk können wir unsere Grabdenkmale zum Festpreis in Deutschland, Österreich & der Schweiz anbieten

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