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Tipps für die richtige Wohnzimmer Beleuchtung für Decke & Wand (direkt/indirekt)

Planung in 4 Schritten

Es werde Licht! Am Ende langer (Arbeits-)Tage, wenn es draußen schon wieder dunkel ist, geht dank cleveren Lichtkonzepts bei Dir im Wohnzimmer erstmal das Licht auf. Stilvolle Pendelleuchten, Deckenlampen- und -fluter bereiten Dir neben atmosphärischen Steh-, Wandleuchten und Co. ein Lichterlebnis der Extraklasse. Vom geselligen Familienabend auf dem Sofa, der spannenden Lesesitzung vor dem neuen Lieblingsroman oder dem entspannten Fernsehen: für alles gibt es im Wohnzimmer das richtige Licht. Doch wie ist die Beleuchtung im Wohnzimmer richtig zu planen, damit Du nicht im dunkeln sitzen musst? Das und alles was Du sonst wissen musst, haben wir im Folgenden kompakt für Dich aufbereitet. Lass Dich inspirieren.

 

Lichtplanung – in 4 Schritten zum richtigen Lichtkonzept

Im Folgenden machen wir Dich vertraut mit den 4 Schritten der Lichtplanung. Im Zuge dessen bringen wir die technischen Grundlagen, die verschiedenen Licht- und Lampenarten, sowie Unterschiede zwischen den Leuchtmitteln wieder. Wie Du sehen wirst, ist der Weg zum erleuchteten Wohnzimmer nicht weit.

Wohnideen für Lampen & Leuchten

Die richtige Beleuchtung deines Wohnbereiches ist entscheidend für Gemütlichkeit und die richtige Stimmung am Abend. Die Möbelstücke und die Wohneinrichtungen werden das das gekonnte Wechselspiel zwischen Licht und Schatten in Szene gesetzt und es entsteht ein gemütliches Wohnambiente. Ob Deckenlampen als Pendelleuchten oder Stehlampen mit Schirm oder Kugel, die Auswahl ist riesig für die Beleuchtung vom Esstisch oder der Leseecke mit Ohrensessel. Hier zeigen wir dir schöne Inspirationen für Leuchten und Lampen aus aller Welt mit tollen Bildern und Beispielen zum Nachmachen.

Schritt 1 – Technische Grundlagen

Bevor es mit der Planung richtig los geht, solltest Du Dich mit einigen technischen Grundlagen vertraut machen. Der Lichtstrom bzw. die Helligkeit eines Leuchtmittels wird in Lumen (lm) oder Lux angegeben. Die Grundbeleuchtung des Wohnzimmers sollte laut Experten 100 lm pro Quadratmeter bzw. 100 bis 300 Lux aufweisen. Ergänzt wird die Grundbeleuchtung durch Tisch- und Stehlampen, sowie indirekte Beleuchtung und mehr. Besonders gut eignen sich dimmbare Lichtquelle zur Ergänzung. Das ermöglicht Dir eine situationsabhängige Lichtregulierung.

Neben Lumen, also der Helligkeit, ist auch die Leuchtfarbe des geplanten Lichts von Bedeutung. Die meisten Lichter variieren zwischen gelblich warmen oder bläulich kalten Tönen. Je nach Farbe entfaltet eine Beleuchtung unterschiedliche Wirkungen: Unter 3.300 Kelvin wird Licht als warmweiß und entspannend empfunden. Zum Beispiel erstrahlt Kerzenlicht mit behaglichen 1500 Kelvin. Zwischen 3.300 und 5.300 Kelvin spricht der Experte von neutralweißem Licht, welches aktivierend auf den Körper wirkt. Besonders konzentrationsfördernd und daher zum Lesen geeignet ist tageslichtweiße Beleuchtung ab 5.300 Kelvin. Viele Experten empfehlen im Wohnzimmer warmweißes Licht mit max. 3.300 Kelvin. Leuchtmittel mit dieser Lichtfarbe erinnern im eingeschalteten Zustand an die guten alten Glühbirnen. Die Lichtfarbe imitiert das Licht der Abendstunden, was für den zirkadianen Tagesrhythmus von Vorteil ist: Der Körper richtet sich auf Ruhe und Entspannung ein. Wem diese Lichtfarbe persönlich nicht zusagt, kann aber auch problemlos zu anderen Lichtfarben greifen.

 

Schritt 2 – Wie viele Lichtquellen brauchst Du?

Da im Wohnzimmer die Gemütlichkeit vorherrscht, brauchst Du prinzipiell weniger Licht als in Bad oder Küche. Generell sollte die Anzahl der Lichtquellen in Abhängigkeit der Raumgröße variieren. Ein weiterer Punkt ist die Einrichtung des Raumes: Hell eingerichtete Räume kommen meist mit weniger Lichtquellen aus, als dunkel eingerichtete Räume. Für ein optimales Lichterlebnis empfiehlt es sich auf Lichtquellen zu setzen, die separat an- und ausgeschaltet werden können. Achte daher bereits bei der Renovierung, beim Kauf oder Neubaus des Zuhauses darauf, wo Steckdosen und Co. installiert werden sollen bzw. wie viele Deckenspots der Raum haben soll. Das erspart am Ende viel Mühe und Ärger. Im Wohnzimmer kommen zwischen drei und fünf verschiedene Lichtquellen zum Einsatz. Davon entfallen meist zwei bis drei Lichter auf die Sitzecke. Experten empfehlen vorrangig auf dimmbare Beleuchtung zu setzen. Das ermöglicht Dir die Wohnzimmerbeleuchtung komplett auf Deine Bedürfnisse anzupassen. Gängige Lichtkonzepte orientieren sich an verschiedenen Beleuchtungen, die wir folgend für Dich aufbereitet haben.

Tipp: Bevor Du die Beleuchtungsplanung anfängst, ermittelst Du die häufigsten Blickrichtungen im Wohnzimmer. Die Rede ist z. B. von der Blickrichtung von Sofa bis zum Fernseher. Platziere Lampen und Leuchten im Anschluss so, dass ein störendes Blenden vermieden wird.

 

 Hintergrundbeleuchtung

Die sog. Hintergrund- bzw. Grundbeleuchtung schafft die Grundlage des Lichtkonzeptes im Wohnzimmer und sorgt für eine Beleuchtung der gesamten Fläche. Für die Hintergrundbeleuchtung eignen sich Deckenleuchten, -strahler und –fluter hervorragend. Die meisten dieser Modelle haben einen integrierten Dimmer. Somit geht Dir die Regulierung leicht von der Hand. Die Hintergrundbeleuchtung ist eine Form der indirekten Beleuchtung. Indirekte Beleuchtung ist weich und blendet nicht. Dafür ist sie sehr kontrastarm, weshalb die Augen schneller ermüden. Da dieses gleichmäßige Licht kaum Schatten wirft, ist es zudem perfekt im Flur verwendbar.

 

Akzentlicht

Neben der Hintergrundbeleuchtung gilt es gezielte Akzente zu schaffen. Die daraus resultierenden Kontraste erfreuen das Auge besonders. Akzentlicht arbeitet daher mit punktueller Beleuchtung, welche den Raum abwechslungsreich strukturiert. Akzentlicht kann darüber hinaus verwendet werden, um einzelne Möbelstücke und Bereiche besonders in Szene zu setzen. Gern werden dafür dekorative Leuchten verwendet, um mit Licht, Schatten oder Lichtintensitäten zu experimentieren. Wie wäre es z. B. mit einer LED-Beleuchtung der Glasvitrine im Wohnzimmer? Das bringt die gesammelten Schätze erst richtig zur Geltung! Aber Achtung: Auch beim Akzentlicht heißt es wie so oft „weniger ist mehr“. Zu viel Verspieltheit und Detailbeleuchtung lässt anderen Raumbereichen keinen Platz.

 

Zu viel Verspieltheit und Detailbeleuchtung lässt anderen Raumbereichen keinen Platz.

 

Arbeitsbeleuchtung

Zugegeben, der Name „Arbeitsbeleuchtung“ kann zu Irritationen führen. Schließlich kann unter Arbeitsbeleuchtung auch nach Herzenslust entspannt werden. Das geht z. B. dank heller und zielgerichteter Leselampe, die es einem ermöglicht bequem den neuen Roman bei einem Glas Rotwein zu lesen. Besonders gut eignen sich dafür Stehlampen, Strahler und Co. Sie setzen ein akzentuiertes, kontrastreiches Licht, bei dem eine bessere Konzentration möglich ist. Wichtig: Mit zunehmendem Alter sollte dafür mehr bzw. hellere Beleuchtung genutzt werden. Ein 60-Jähriger braucht für die gleiche Sehschärfe ungefähr eine zweimal so starke Beleuchtung wie ein 20-Jähriger.

Tischlampe im Industrial Style © Photographee.eu – shutterstock.com

 

Schritt 3 – Lichtquellen – auf die Vielfalt kommt es an

Ein gut durchdachtes Lichtkonzept im Wohnzimmer setzt auf verschiedene Lichtquellen für das optimale Wohnerlebnis. So erstellst Du einen handverlesenen Mix aus Decken- und Wandbeleuchtung, sowie Steh- und Tischlampen. Je nach Art und Beschaffenheit der Lampenschirme ist das dabei entstehende Licht indirekt oder direkt bzw. akzentuiert. Welche Möglichkeiten Dir geboten werden und was es zu beachten gilt, erfährst Du folgend.

 

Deckenbeleuchtung

Im Wohnzimmer ist die Deckenbeleuchtung einfach nicht wegzudenken. Schließlich wird sie oft für die Grund- bzw. Hintergrundbeleuchtung verwendet. In modernen Wohnkonzepten wird gern zu halbrunden Lampen mit satiniertem Schirm gegriffen. Der Clou des Schirms besteht darin, ohne nervendes Blenden die Wohnzimmer Decke zu beleuchten. Und Apropos blendfrei, achte darauf, ob sich das Deckenlicht unter anderem im Bildschirm des Fernsehers widerspiegelt und so das abendliche Serienschauen beeinträchtigen könnte. Je nach Raumbedingungen wird die Deckenbeleuchtung im Wohnzimmer zentral, oder auch über einzelnen Bereichen platziert. Dabei kann die Deckenbeleuchtung auch zur Akzentbeleuchtung eingesetzt werden. Das beste Beispiel dafür sind elegante Pendelleuchten, die den Essbereich erhellen.

 

Wandbeleuchtung

Neben Lichtquellen an der Decke, ist auch Wandbeleuchtung im Wohnzimmer äußerst beliebt. Wandleuchten eignen sich beispielsweise hervorragend um weitere Akzente im Lichtkonzept zu setzen. Zusätzlich ermöglichen sie anspruchsvolle Licht- und Schattenspiele durch punktuell oder indirekte, an die Wand fallende, Beleuchtung. Somit kannst Du dank Wandbeleuchtung große Räume recht einfach lichttechnisch strukturieren und kleine Räume besonders gut ausleuchten. Letztere können zudem viel Platz einsparen, da die hängende Wandbeleuchtung niemals im Weg steht. Da das Deckenlicht meist etwas auffälliger ausfällt, dominieren bei der Wandbeleuchtung eher dezentere Modelle. Das passt zum gängigen Licht der Wandleuchten: zart und indirekt. In Kombination mit Spiegeln lassen sich die entstehenden Lichteffekte weiter optimieren.

Stehlampen & Co.

Geht es um Tischlampen, Stehlampen und Co. werden im Zweifel lieber zu viele Lampen genutzt, getreu dem Motto „haben ist besser als brauchen“. Gerade aufgrund ihrer Punkt gerichteten Akzentbeleuchtung sind sie äußerst praktisch um Räume zu strukturieren und einzelne Bereiche zu erhellen. Daher gehören Stehlampen zu den Vertretern der direkten Beleuchtung. Damit der Raum nicht zugestellt wirkt, solltest Du darauf achten, dass Lampengröße, sowie der Lichtkegel zum angestrebten Stellplatz passen. Ebenfalls unerlässlich ist der, für Steh- und Tischlampen geläufige Schalter am Gehäuse bzw. des zuleitenden Kabels. So ist ein bequemes Einschalten an Ort und Stelle möglich.

Indirekte Beleuchtung von Wand & Decke

Neben der direkten Beleuchtung gibt es zahlreiche Ideen für indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer an Wand und Decke. Beispielsweise wird gern zu LED-Streifen gegriffen, die problemlos in Deckennischen, Wandbilder, Möbel und Co. integriert werden können. Daneben eignen sich auch Deckenleuchter und Einbauleuchten perfekt zum Erschaffen indirekter Lichtquellen. Auch eine indirekte Beleuchtung im Flur gelingt so problemlos. Neben einer stilvollen Lichtatmosphäre eignen sich indirekte Leuchten darüber hinaus zur Dekoration kahler Wände. Oft verwendet werden Lichterketten, Pflanzenbeleuchtung oder stilvolle Wandlampen. Achtung: Zu viel indirektes Licht führt zur Schattenarmut. Ein optimales Lichterlebnis entsteht stets durch die Kombination verschiedener direkter und indirekter Lichtquellen.

 

Schritt 4 – Welches Leuchtmittel ist angemessen?

Last but not least in der Planung des Lichtkonzeptes im Wohnzimmer wird das Leuchtmittel ausgewählt. Die Wahl des passenden Leuchtmittels besitzt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für das Wohnerlebnis. Die gängigen Leuchtmittel reichen hierbei von der altbekannten Glühlampe bis zu modernen Licht emittierenden Dioden (LED). Unterschieden können diese Leuchtmittel bezüglich der Helligkeit, ihrer Lichtfarbe und des Stromverbrauchs bzw. der Energieeffizienzklasse. Idealerweise achtest Du bei der Auswahl auf eine richtige Balance zwischen Umweltverträglichkeit und Geldbeutel. Beispielsweise bestechen LED-Lampen durch eine hohe Haltbarkeit. Der höhere Anschaffungspreis wird nicht zuletzt durch den geringeren Stromverbrauch kompensiert.

Moderne Designer-Lampen schaffen das gewisse etwas © lev.studio

 

LED-Lampen

Früher als kalt und ungemütlich verschrien erfreuen sich LED-Lampen mittlerweile großer Beliebtheit. Inzwischen gibt es sie in zahlreichen Lichtfarben und -stärken, sodass sie auch problemlos das gemütliche Licht von Glühbirnen imitieren können. Auch sind sie dimmbar. Im Gegensatz zu früher passen LED-Lampen in die gängigen E14 und E27 Fassungen. Hinzukommen die unübertroffene Lebensdauer und der niedrige Energieverbrauch. Besonders von Vorteil: LED-Lampen entwickeln nur sehr wenig Wärme. Das macht sie auch an sensiblen Orten wie dem Kinderzimmer interessant. LEDs sind sowieso flexibel einsetzbar. Aufgrund ihrer kleinen und praktischen Größe lassen sie überall ihren Glanz erstrahlen. Diese Qualität hat jedoch ihren Preis. Die höheren Anschaffungskosten sind aber weniger dramatisch, wenn Du sie mit der längeren Lebensdauer und dem geringeren Stromverbrauch verrechnest.

Halogenlampen

Halogenlampen werden aufgrund ihres klaren und weißen Lichts eher in Funktionsbereichen wie Küche oder Arbeitszimmer verwendet. Halogenlicht verfremdet Farben nicht und ist aufgrund der praktischen Größe oft in Einbaustrahlern, Flutern und Co. zu finden. Allerdings befindet sich Halogen ähnlich wie die Glühlampe im Lichtruhestand. Seit dem 1. September 2018 wurden Halogenlampen in der EU aus dem Verkauf genommen. Vom Verkaufsverbot nicht betroffen sind derzeit Halogenlampen mit den Fassungen G9 und R7s, die mindestens Energieklasse C aufweisen können.

 

Glühlampen

Auch die Glühbirne zählt wie Halogen zu den Leuchtmitteldinosauriern. Sie galt lange als gängigstes Leuchtmittel und erfreute sich großer Beliebtheit. Allerdings dürfen sie in der EU seit dem 1. September 2012 de facto nicht mehr produziert werden. Zusätzlich müssen alle verwendeten Leuchtmittel seit 2018 mindestens die Energieeffizienzstufe B erreichen, was für Glühbirnen und Halogenlampen nicht der Fall ist.

 

Leuchtstoffröhren

Bekannt und gefürchtet aus alten Büros, Krankenhäusern und Co. findet die Leuchtstoffröhre Einzug ins private Wohnen und zwar stylischer denn je! Vor allem moderne Wohnkonzepte können von dem (im privaten Bereich) noch recht unkonventionellen Leuchtmittel profitieren. Für den privaten Gebrauch werden Leuchtstoffröhren heutzutage in vielen Farben und Formen produziert. Ähnlich wie LEDs verbrauchen auch Leuchtstoffröhren wenig Strom, produzieren wenig Wärme und können auch auf wenig Platz optimal eingesetzt werden.

 

Energiesparleuchten

Die Kompaktleuchtstofflampe, besser bekannt als Energiesparleuchte, setzt auf verkleinerte Leuchtstofföhren, weshalb sie sehr wenig Energie verbraucht und eine lange Lebensdauer hat. Sie ist jedoch nicht immer dimmbar. Wichtig: Energiesparleuchten enthalten Quecksilber und sind daher Sondermüll. Am Ende ihrer Lebensspanne müssen sie fachgerecht entsorgt werden. Seit dem 31. Dezember 2018 ist deswegen die Aus- und Einfuhr, sowie die Herstellung der Energiesparleuchte durch die EU-Quecksilberverordnung verboten.

Nachdem nun technische Details, Anzahl und Art der Lampen, sowie ihr Leuchtmittel geplant wurden, steht der fachgerechten Beleuchtung des Wohnzimmers nichts mehr im Weg. Damit wirklich gar nichts schief gehen kann, haben wir Dir folgend noch ein paar letzte Tipps & Tricks zur Planung aufbereitet!

 Tipps & Tricks zur Planung

  1. Die Planung beginnt beim Bauen! Egal ob Neubau oder Renovierung: ohne Steckdosen kein elektrisches Licht. Berücksichtige daher bereits beim Bauen oder Renovieren wie viele Steckdosen das neue Wohnzimmer haben soll.

 

  1. Kontraste sind was fürs Auge! Das gilt auch in Sachen Licht. Variiere bei den verschiedenen Lichtquellen mit Lichtfarbe, -helligkeit, sowie zwischen direkter und indirekter Beleuchtung. Die so entstehenden Lichtinseln bieten dem Auge einen wahrlich in Szene gesetzten Raum.

 

  1. Unterschiedliche Lichtquellen für unterschiedliche Bedürfnisse! Am besten inszenierst du verschiedene Lampentypen für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten im Wohnzimmer. Von der Leselampe in der Leseecke bis zum gedimmten Strahler an der Couch zum Relaxen: Licht ist so vielseitig wie Du!

 

  1. Vergiss nicht das Leuchtmittel! Beim Kauf achtest Du bereits darauf, dass der Lampenschirm das Leuchtmittel auch wirklich abschirmt um lästiges Blenden zu vermeiden. Bei der Wahl des Leuchtmittels stehen ganz allein Deine Präferenzen im Fokus. Das gängigste Leuchtmittel derzeit sind LEDs, welche es mittlerweile in allen Farben gib. Auch in warmweiß.

 

Das passende Licht für jeden Raumbereich

Er zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Beitrag. Die Rede ist vom Lichtmix. Wir erinnern uns: für optimale Lichtkonzepte, wird stets ein Mix verschiedener Lampen und Beleuchtungsarten empfohlen. Neben der sichergestellten Grundbeleuchtung im Wohnzimmer, ist es daher hilfreich den Raum in einzelne funktionale Bereiche zu untergliedern. Diese werden wiederum separat beleuchtet. Dadurch entsteht eine wahre Lichtlandschaft, die neben der Grundbeleuchtung zahlreiche Lichtinseln vorweisen kann. Das ist nicht nur äußerst funktional und praktisch, sondern auch ansehnlich. Wie die einzelnen Bereiche lichttechnisch gestaltet werden können, erfährst Du weiterführend.

 

Beleuchtung im Lesebereich

Die Beleuchtung im Lesebereich sollte zumindest 300 bis 500 Lux betragen. Das vermeidet lästige Kopfschmerzen beim abendlichen Lesen. Idealerweise lässt sich die Beleuchtung dimmen, um das Licht den verschiedenen Tageszeiten anpassen zu können. In der Leseecke sind zwei Lichtquellen besonders praktisch: Stehlampen, die die Grundbeleuchtung herstellen, sowie Tischlampen, welche akzentuiert das Buch beleuchtet. Auch eine indirekte Beleuchtung durch Kerzen, Teelichter oder Lichterketten können der Leseecke zusätzliches Flair verleihen. In Verbindung mit einem gemütlichen Ohrensessel inklusiver kleiner Fußbank kann dann nichts mehr schiefgehen. Versprochen!

 

Beleuchtung im TV Bereich

Dank indirekter Beleuchtung im TV Bereich werden selbst die abendlichen Nachrichten zum Blockbuster. Dafür kannst Du unabhängig vom Mobiliar im wahrsten Sinn direkt beim Fernseher ansetzen. So sind für alle erhältlichen Größen LED-Streifen erhältlich, die an der TV-Rückwand befestigt werden können. Die meisten LED-Streifen können per Knopfdruck zwischen verschiedenen Farben wechseln und tauchen so den Fernseher-Hintergrund indirekt in angenehme stimmungsvolle Farben. Daneben eignen sich auch hinter dem Fernseher angebrachte Wandlampen. Unabhängig wie Du es machst, sollte auf zwei Dinge geachtet werden: Schirme zum einen die Leuchtmittel richtig ab und verhindere zum anderen Reflexionen auf der TV-Oberfläche. Das vermeidet ein unangenehmes Blenden und Spiegeln und sorgt erst für eine optimales Bildergebnis. Große Helligkeitskontraste und Reflexionen überanstrengen dagegen die Augen und führen schneller zur Ermüdung.

 

Schirme die Leuchtmittel richtig ab und verhindere Reflexionen auf der TV-Oberfläche.

 

Beleuchtung Sofa & Sitzbereich

Analog zum Fernseher können auch am Sofa und anderen Möbelstücken wie Schränken und Vitrinen problemlos LED-Streifen angebracht werden. Die meisten Modelle können per Fernbedienung bedient werden, weshalb sie ihr Licht ganz und gar nach Deiner Stimmung richten. Das so entstehende indirekte Licht verleiht dem Raum sofort Atmosphäre. Daneben werden natürlich Stehlampen zum Star. Achte jedoch darauf, dass der Lampenschirm so eingestellt ist, dass niemand beim entspannten Couchen geblendet wird. Abgerundet wird das Bild von einer kleinen runden Tischleuchte, welches ein zartes indirektes Licht wirft. Platziert wird sie auf dem neuen Beistelltisch neben dem Sofa und eine weitere Lichtinsel wurde geschaffen. Tipp: Lassen es Lichtanschlüsse und räumliche Gegebenheiten zu, sind Pendelleuchten der ideale Ersatz für Tischleuchten. Lass mit einem Wow das Licht angehen.

 

Beleuchtung von Schrankwand & Co.

Auch hier heißt eine der komfortabelsten Lösungen LED-Streifen. Daneben gibt es auch Lichtleisten, die Schränke, Regale und Vitrinen erhellen können. Etwas aufwändiger in der Installation aber umso schöner sind Einbauleuchten. Vor allem größere Möbelstücke profitieren von ihnen. Achte doch jedoch darauf, was für ein Licht Du haben möchtest. Während LED-Streifen eher indirektes und weiches Licht werfen können, setzt Du mit Lichtleisten und Einbauleuchten eher Akzentlicht. Dieses eignet sich unter anderem dafür die im Innern aufbewahrten Schätze hervorzuheben.

 

Wohnzimmerbeleuchtung für jeden Style – gekonnt dekorieren

Klar. Licht und Beleuchtung haben eindeutig auch eine Deko-Funktion. Seien es Lichterketten im Scandi Chic, gedrechselte Stehlampen im Landhausstil oder moderne LED-Streifen. Wäre dies nicht der Fall, könntest Du ja auch einfach eine Glühbirne von der Decke baumeln lassen. Wobei es Pendelleuchten im Retro- und Industrialstyle gibt, die genauso aussehen. Nicht überzeugt? Das wird sich ändern.

Wohnzimmerbeleuchtung Modern 

Eine moderne Wohnzimmerbeleuchtung lebt vorrangig von indirekter Beleuchtung, gepaart mit gezielten Lichtakzenten. Das Leuchtmittel der Wahl ist natürlich LED. In Form von Streifen und Lichtleisten, werden LEDs an Möbelstücke wie Sofas, Schränke und dem Fernseher geklebt. Auch Lichtleisten an der Decke sind denkbar. Akzentlicht werfen dabei Steh- und Tischlampen. Gerade letztere eignen sich besonders gut um einzelne Möbelstücke ins rechte Licht zu rücken und um einzelne Ecken aufzuhellen. Derzeit im Trend sind unter anderem Leuchten mit organischer Form, aber auch geografisch geformte Leuchten sind begehrt. So oder so, moderne Beleuchtung zeichnet sich durch ihre Luftigkeit aus. Klobige Designs sucht man hier vergebens.

Retro-Lampen sind immer ein Hingucker. Auch bei Dir? © 9Air – shutterstock.com

 

Retro und Industrial Wohnzimmerbeleuchtung

Eine auf Retro ausgelegte Wohnzimmerbeleuchtung lässt den Look und den Charme alter Zeiten aufleben. Ganz im Sinn des „gebrauchten“ Shabby Chic oder des an alte Fabriken erinnernden Industrialstils. Die Lampen sind gekennzeichnet von klaren Formen, Ecken und Kanten, sowie zum Teil abblätternder Farbe. Farblich blitzt eher mal altes Metall durch, aber auch dezentere Farben bestimmen das Bild. Die Lampen sind dabei so einzigartig, dass Du neben ihnen nicht gleich eine neue Einrichtung kaufen musst. Sie können auch als Stilbruch für sich stehen. Gern genommen werden Pendelleuchten, die mehr oder minder nur aus großen herunterhängenden Glühbirnen ohne Lampenschirm bestehen. Auch Kronleuchter und vieles mehr nach selben Prinzip sind denkbar. Auch Retro und Industrial Lampen sind eher leicht designt. Sie fügen sich ergänzend auch gut im modernen Stil ein.

 

Landhaus Wohnzimmerbeleuchtung

Dem Landhausstil eilt sein gemütlicher und rustikaler Ruf voraus. Das liegt nicht zu Letzt an den verspielten und verzierten Designs der oft aus Holz und Massivholz bestehenden Möbelstücke. Genau diesen Style setzt auch Landhausaffine Beleuchtung um. Besonders schön wirken Stehlampen mit gedrechseltem Fuß und nostalgischem Stoffschirm aus Leinen oder Baumwolle. Daneben finden sich auch Modelle mit Lampenschirmen aus Milchglas. Als Verzierungen ziehen bäuerliche Stickereien oder Blumenmuster die Blicke auf sich. Der Landhausstil kann aber auch auf die Moderne treffen: Wie wäre es mit einem Wohnzimmer Wandspiegel mit Beleuchtung? Wählen einen Wandspiegel mit altem verschnörkelten Holzrahmen und statte ihn mit LED-Streifen aus. Landhaus im Wohnzimmer kann so schön sein.

 

Scandy Chic Wohnzimmerbeleuchtung

Der Scandi Chic zeichnet sich für seine Naturverbundenheit aus. Inspiriert von den langen und dunklen Wintermonaten skandinavischer Länder setzt dieser bewusst auf viel Natur und noch mehr Licht. In diesem Sinn wirkt der Scandi Chic etwas, als würde man den Landhausstil mit dem modernen Kombinieren. Das Ergebnis sind klare und luftige Formen und Möbel, die aber zumeist als Naturmaterialien bestehen. Metall ist auch erlaubt. Charakteristisch für den Scandi Chic ist viel künstliches Licht. In Form von Kerzen, Kerzenständern, elektrischen Teelichtern, Lichterketten aber auch vielen Lampen. Angesagt sind Steh- und Tischlampen mit schlanken Metallgestellen, sowie Kronleuchter oder schlanke Pendelleuchten. Licht gibt es im Scandi Chic lieber zu viel als zu wenig.

 

Fazit

Ein Lichtkonzept ist mehr als ein Deckenfluter in der Raumecke. Wir haben kennengelernt, dass es neben zahlreichen Lampenarten auch verschiedene Lichtarten gibt. Das Wohnzimmer sollte daher mit verschiedenen Lichtquellen ausgestattet werden: Neben einer Grund- bzw. Hintergrundbeleuchtung, verfügt ein gutes Lichtkonzept auch über Akzent- und Arbeitsbeleuchtung. Experten empfehlen drei bis 5 verschiedene Lichtquellen. Bei der Planung des Lichtkonzepts achtest Du vor allem darauf, wo Steckdosen installiert sind, wo der Fernseher oder andere Möbel stehen sollen, welche Lampenarten verwendet werden sollen und welches Leuchtmittel eingesetzt werden soll. Besonders modern und beliebt sind LEDs, welche sich unter anderem durch eine hohe Lebensdauer und Umweltfreundlichkeit auszeichnen. Oft können sie die Farbe wechseln und auch gedimmt werden. Vergiss nicht das Lichtkonzept des Wohnzimmers an Deinen Wohnstyle anzupassen. Aber ganz gleich wie Du es machst, im Zweifel gibt es nie zu viel Licht.

Wohnideen für das Wohnzimmer

Sie wollen Ihr Wohnzimmer neu gestalten und sind daher auf der Suche nach Inspiration, Ideen und Bildern zum Einrichten und Dekorieren? Dann sind Sie hier genau richtig! Wir geben Ihnen Tipps für sowohl kleine als auch große Wohnzimmer und stellen Ihnen die verschiedenen Stile vor, in denen Sie den Raum gestalten können. Lassen Sie sich anhand dieser Beispiele inspirieren und finden Sie Ihren persönlichen Wohnzimmer Stil zum Wohlfühlen!

 

Häufige Fragen (FAQ)

Welchen Stromverbrauch hat meine Wohnzimmer-Beleuchtung? zuklappenaufklappen

Die früher gängige Glühlampe hat definitiv viel Strom verbraucht und Geld gekostet. Im Durchschnitt verbrauchte eine 60 Watt Glühbirne bei einer Brenndauer von 3 Stunden am Tag 65,7 kWh. Bei einem angenommenen Klowattpreis von 20 Cent ergibt das über 13 Euro Stromkosten im Jahr pro Glühbirne. Die meisten Energiesparlampen (11 Watt) verbrauchen bei gleicher Nutzung lediglich 12 kWh und damit ca. 2,60 Euro pro Jahr. Eine LED-Lampe verbraucht noch weniger: Bei gleicher Nutzung und gleichem Kilowattpreis verbrauchen LED-Lampen durchschnittlich 1,30 Euro pro Jahr und Glühbirne.

Wie viel Lumen hat eine Lampe?zuklappenaufklappen

Lumen gilt als Einheit des Lichtstroms, welcher angibt wie viel Licht eine Leuchtquelle zu allen Seiten abgibt. Lumen gibt somit dem Verbraucher an, wie hell eine Lampe leuchtet. Die klassische Glühbirne mit 60 Watt leuchtete mit einer Stärke von 730 Lumen. Eine LED-Lampe leuchtet mit einer Leistung von 9 bis 12 Watt bereits bis zu 800 Lumen stark. Eine Energiesparlampe mit 11 bis 14 Watt hat eine vergleichbare Leuchtstärke.

Wie beleuchte ich kleine Wohnzimmer?zuklappenaufklappen

Wenig Raum bedeutet wenig Beleuchtung? Mitnichten! Licht eignet sich hervorragend um kleine Räume optisch zu vergrößern. Als Faustregel gilt: helle und indirekte Beleuchtung lassen Räume größer erscheinen. Ideal für die Beleuchtung kleiner Wohnzimmer eignen sich daher Decken- und Wandlampen. Sie nehmen wenig Platz weg und letztere sorgen für viel indirektes und entspanntes Licht. Für die Akzentbeleuchtung eignen sich schicke Tischlampen und LED-Streifen. Die LED-Streifen können an Fernseher, Sofa oder Regal angebracht werden und sorgen mit wechselnden Farben für ein angenehmes Feeling. Überzeuge Dich selbst!

Kann ich meine Wohnzimmerbeleuchtung selber bauen?zuklappenaufklappen

Ja. Besonders unkompliziert und einfach ist es indirekte Lichtquellen selber zu bauen. Dafür werden heutzutage LED-Lichtleisten in Kombination mit Dekorleisten (beispielsweise aus Styropor) verwendet. Beides wird lediglich aufgeklebt. LED-Streifen eignen sich daneben um Elemente an der Wand zu betonen, wie unter anderem Bilderrahmen oder Spiegel. Das Licht strahlt dann angenehm die Wand herab. Auch Vorsprünge, Stuckleisten und Möbel wie Tische oder Schränke eignen sich zum Anbringen von LED-Leisten. Besonders angenehm ist es, wenn unerkennbar bleibt, von woher das Licht erstrahlt.

Sind alle Leuchten dimmbar?zuklappenaufklappen

In der Theorie können alle Arten von Leuchten gedimmt werden. Jedoch werden nicht alle Leuchten mit Dimmer hergestellt. Mit unter können aber kompatible Dimmer nachgerüstet werden. Das gilt unter anderem für Hochvolt-Glühlampen und Halogenlampen. Energiesparlampen und LED-Leuchten müssen explizit als dimmbar gekennzeichnet sein. Letztere können oft mit Phasenabschnitt- oder Phasenanschnittdimmer ausgestattet werden.

Wie viel Kelvin hat Tageslicht?zuklappenaufklappen

Tageslicht in Form von mittlerem Sonnenlicht beträgt nach internationaler Norm 5500 Kelvin. Das Licht der hochstehenden Sonne wird mit einer Farbtemperatur von ca. 5777 Kelvin angegeben.

Über den Autor

Johannes Schmiege
Über den Autor: Johannes Schmiege

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