X

Küchenboden gestalten - Bodenbeläge in Holz, Stein & Vinyl

Die riesige Auswahl ermöglicht es Dir, einen ganz eigenen Style zu finden!

Irgendwann musst sie mal raus. Die Rede ist von der alten Küche. Endlich hast Du die Möglichkeit die neue Küche so einzurichten und zu renovieren, wie Du es schon immer vorhattest. Das Fundament der neuen Küche bildet dabei im wahrsten Sinn der Küchenboden. Doch da beginnt die berühmte Qual der Wahl. Mittlerweile ist die Auswahl an gängigen Materialien schier riesig. Von klassischen Fliesen und neumoderner Betonoptik, bis altbewährtem Parkett und pflegeleichten Linolium ist alles dabei. Doch welcher dieser Böden ist widerstandsfähig genug, Flecken und Hitze standzuhalten? Welche Böden sind dabei rutschfest? Auch die Frage nach dem Pflegegrad und der Optik darf nicht zu kurz kommen. Gerade letzteres ist stilprägend für die gesamte Küche. Daher haben wir für Dich in Kürze alle wichtigen Informationen kompakt aufbereitet. Hier und Da erwarten Dich zudem spannende Ideen zum selber einrichten. Schließlich beginnt der Weg zu Deiner neuen Küche beim Küchenboden.

Küchenfußböden Ideen

Fliesen in der Küche sind nach wir vor die Alleskönner unter den Bodenbelägen. Sie punkten durch hohe Strapazierfähigkeit und bieten eine große Auswahl bei Farben und Oberflächenangebot. In der Küche spielt Hygiene und Reinigungsfähigkeit eine große Rolle, daher eignen sich bevorzugt Materialien mit glatter Oberfläche. Darüber hinaus gibt es PVC, Vinyl und Laminatfußboden als Alternative Fußbodengestaltung. Lassen Sie sich bei der Wahl des Küchenbelages durch unsere Bilder und Beispiele inspirieren.

Welche Böden sind für die Küche geeignet?

Die Palette der verschiedenen Materiale für Deinen Küchenboden ist groß. Das gibt Dir die Möglichkeit den Boden perfekt an Deine Bedürfnisse anzupassen. Wer es pflegeleicht möchte greift z. B. zu Fliesen oder PVC. Extravagante Looks kreierst Du mit Naturstein oder Design-Laminat. Zudem gibt es Böden die besonders verträglich für Dich und die Umwelt sind. Die Rede ist von Linoleum und Kork, die heutzutage auch in mehreren Designs erhältlich sind. Altbacken war gestern. Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Böden haben, und was es sonst noch zu beachten gibt, erfährst Du jetzt.

 

Fliesen – der Klassiker

Sie ist gut bekannt, die Fliese. In der Regel wird sie aus Stein- oder Feinsteinzeug hergestellt und begegnet uns seit geraumer Zeit in zahlreichen Variationen in der Küche. Sie ist gar nicht wegzudenken. Neben Form und Größe unterscheiden sich auch Farbe und Qualität von Modell zu Modell. Diese Vielfalt ist der erste Pluspunkt der Fliese. Hinzukommen ihre Robustheit und der in der Regel leichte Pflegegrad. Die Fliese hält problemlos Extrembelastungen durch Hitze, Wasser und Haushaltschemikalien stand. Darüberhinaus werden auch ungeübte Bauherren mit Fliesen für die Küche glücklich. Ist der Dreh einmal raus, sind sie auch schnell selbst verlegt. Abstriche müssen bei der Wärme gemacht werden: Fliesen sind eher kalt. Allerdings eignenn sich Fliesen auch hervorragend für den Einbau einer Fußbodenheizung. Neben der Kälte ist auch der Härtegrad des Küchenklassikers nicht immer von Vorteil. So geht eine heruntergefallene Tasse auch mal eher kaputt, als bei weichen Untergründen. Hin und wieder kann auch die Fliese selbst bei so einem Maleur Schaden nehmen. Doch kein Problem: Auch einzelne Fliesen können ohne größeren Aufwand ausgetauscht werden. Wenn Du den Fokus auf höhere Qualität und Robustheit setzen möchtest, guckst Du beim Kauf der Küchenfliese auf die ausgeschilderte Abriebgruppe. Diese gibt unter anderem verschleiß- und Kratzresistenz an. Bei Küchenfliesen solltest Du zur Abriebklasse 4 tendieren. Tipp: Wenn Du einen pflegeleichten Untergrund möchtest, wählst Du besser glasierte Fliesen. Unglasierte Fliesen sind nicht ganz so widerstandsfähig und kriegen schneller mal Flecken. Besondere Fliesen Ideen stellen z. B. wild gemusterte oder sehr farbenfrohe Varianten dar. Wie wäre es mit einem 3D-Retro Design in Form von Quadern?

Loft-Küche mit hellem Boden in Holzoptik © 2M media – shutterstock.com

 

Naturstein – der Echte

Unter die Gattung der Natursteine fallen beispielsweise Fliesen aus Marmor oder Kalkstein. Damit sie den alltäglichen Flecken trotzen können, müssen sie sich einer Oberflächenversiegelung unterziehen. Unversiegelte Natursteinböden empfehlen sich nicht für die Küche. Und auch bei den versiegelten Varianten wischst Du Öl- und Säureflecken lieber schnell ab. Besonders betroffen sind Böden aus Marmor, Schiefer oder Kalksandstein. Die hohe Fleckenanfälligkeit ist ein deutlicher Minuspunkt. Allerdings sind Böden aus Schiefer, Granit und Co. ein Garant für Einzigartigkeit und Individualismus. Naturstein verleiht Deinem Küchenboden einen ganz eigenen Hauch. Vor allem dunkler Granit wirkt sehr edel. Den meisten Materialien ist zudem eine natürliche Wasser- und Lösungsmittelfestigkeit inhärent. Viele Natursteinfußböden besitzen außerdem eine raue Oberfläche. Diese macht sie sehr rutschfest.

Tipp: Wer einen besonders robusten und langlebigen Boden möchte, greift besser zu Granit. Das sichert Dir grandiose Optik und wenig Pflegeaufwand.

 

Beton & Estrich

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Betonböden bzw. Böden in Betonoptik. Auch diese Böden sind von Natur aus sehr robust. Betonböden besitzen auch keine pflegeaufwändigen Fugen oder ähnliches. Allerdings solltest Du bei der Verlegung auf die Qualität achten und den Profi ans Werk lassen. Schlecht verlegter Beton kann in kurzer Zeit Haarrisse bekommen, welche die Optik und Widerstandsfähigkeit in Mitleidenschaft ziehen. Beton an sich ist ein offenporiges Material. Das bedeutet, dass es zum Beispiel auf Säuren empfindlich reagiert. Wenn Du einen Boden ohne Schatten und Patina haben möchtest, solltest Du den Betonboden daher mit Klarlack versiegeln.

 

Holz – der Natürliche

Eine Sache gleich zu Beginn: Jeder Raum wird durch Parkett aufgewertet. Hinzukommt die fußwarme Temperatur und das behagliche Ambiente was ein Holzfußboden verströmt. Gerade bei offenen Küchen, Wohnküchen und Co. kann ein Holzfußboden zudem einheitlich in beiden Bereichen verlegt werden. Das macht die Räume optisch großzügiger. Damit Du jedoch lange Spaß an Deinem Parkettboden hast, solltest Du etwas Zeit und Aufwand in seine Pflege investieren. Sonst verderben Dir sichtbare Laufwege und Flecken durch Fett und weiteres den Spaß. Daher gehört die Versiegelung zum A und O, wenn Du Parkettbesitzer/in bist. Grob vereinfacht hast Du die Wahl zwischen ölen und lackieren. Geölte Oberflächen lassen sich mit wenig Aufwand ausbessern und sollten von Zeit zu zeit abgeschliffen und neu geölt werden. Nichtsdestotrotz solltest Du auch hier entstandene Flecken schnell beseitigen. Wenn Du kein Problem mit einem charakterhaften Holzfußboden hast, der durch kleine Kratzer und Flecken im Lauf der Jahre entsteht, reicht Dir auch eine lackierte Oberfläche. Zudem gibt es bei der Wahl der Hölzer einige Unterschiede. Generell eignen sich Harthölzer am Besten. Bambusparkett ist z. B. gut für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit. Daneben sind auch Eiche oder Kirsche beliebt. Um Kratzer auf Deinem Holzfußboden zu minimieren, sollten verrückbare Möbel wie Stuhl und Tisch mit Filzgleitern ausgestattet werden. Und falls Du Dich fragst, wie Du am besten einen Holzfußboden in Szene setzen kannst: Das Zauberwort heißt Kontrast. Bei einer hellen Küche wählst Du einen dunklen Holzfußboden und anders herum.

Tipp: Wenn Du kein Freund von einer Holzpatina bist, wähle eine Holzart mit unregelmäßiger Maserung. Kleine Kratzer und Co. fallen dort weniger auf.

Laminat – die Alternative

Laminat eignet sich vor allem als günstige Alternative zum Echtholzboden. In der Herstellung werden unterschiedliche Holzteile wie Späne und Fasern unter hohen Temperaturen und starkem Druck schichtweise gepresst. Die so entstehende Oberfläche wird im Anschluss digital bedruckt. Daher gibt es, fernab der klassischen und warmen Holzoptik, Laminat mittlerweile in allerhand Designs, Farben und Formen. Zusätzlich lässt sich Laminat (vor allem in der Klick-Variante) schnell und einfach verlegen. Damit das Laminat der Star in Deiner neuen Küche wird, solltest Du allerdings auf Feuchtraumlaminat zurückgreifen: Imprägnierschutz, macht das Feuchtraumlaminat wassserabweisend. Unbehandelte Böden können bei Feuchtigkeit leicht aufquellen. Zudem sollte ein hochwertiger Laminatboden auch die eine oder andere herunterfallende Tasse und Co. überstehen. Dennoch solltest Du wissen, dass Laminat eher ein weicher Boden ist und somit anfälliger für Dellen. Flecken und Feuchtigkeit solltest Du sofort entfernen. Am besten wischst Du es wie Parkett Nebelfeucht ab. Auch wenn Laminat als günstige Alternative geht, solltest Du beim Kauf etwas mehr Geld ausgeben und zu hochwertigem Laminat greifen. Es sollte nicht weniger als 8 mm dick sein und die Nutzungsklasse 23 aufweisen. Darüber hinaus empfiehlt sich eine Trittschalldämmung, da Laminat ein hellhöriger Boden ist.

Laminat sollte nicht weniger als 8 mm dick sein und die Nutzungsklasse 23 aufweisen.

 

Vinyl / PVC –  Die Unverwüstbaren

Lange als Standard genutzt, ist Polyvinylchlorid (PVC) noch heute in der Küche weit verbreitet. PVC-Beläge sind als Rollen zu kaufen, sodass Du den Boden fugenlos verlegen kannst, im Gegensatz zu Vinyl, der in Fliesen unterschiedlicher Größe geteilt wird (und daher zum Teil auch Vinyl-Laminat genannt wird). Das ist aber auch schon der einzige Unterschied zwischen den beiden Bodenbelägen. Das Material ist identisch. Apropos Material: PVC und Vinyl können die Optik von Parkett, Fliesen und mehr nahezu perfekt widerspiegeln. Wie bereits erwähnt ist Vinyl-Laminat zusätzlich wasserabweisend, was den Boden für Nassräume wie Badezimmer und Küche prädestiniert. Auch Flecken, Pfützen und herunterfallende Objekte fügen dem PVC keinen Schaden zu. Hinzukommen Eigenschaften wie Rutschfestigkeit, Trittschalldämmung und Unverwüstbarkeit. Daneben kann PVC selbst auf alten Untergründen verlegt werden und macht Dir wesentlich wärmere Füße als z. B. Fliesen. Und das alles zu einem günstigen Preis. Achte beim Kauf jedoch darauf einen verträglichen Boden ohne schädliche Weichmacher zu nehmen. Stichwort Gesundheit und Öko-Bilanz. Alternativen haben beispielsweise eine Trägerschicht aus weichmacherfreien Polyproplyen oder PET. Lass Dich im Zweifel beraten.

 

Linoleum – Der Verträgliche

Lineloeum ist ein besonders verträglicher Bodenbelag. Der Grund: er wird überwiegend aus Leinöl, Sojaöl, Holz- oder Korkmehl, sowie Naturharzen gefertigt. Die Trägerschicht ist meist aus Jutegewebe. Dieser Materialmix kann je nach Zusammensetzung sogar das Wachstum von Bakterien bremsen. Ein weiterer Hygiene-Pluspunkt bekommt der Boden durch das fugenlose verlegen. Linoleum ist daher für Allergiker sehr interessant. Auch ist er ebenfalls sehr unempflindlich, rutschfest und antistatisch. Darüber hinaus ist die Haptik warm und angenehm. Bei der Verlegung kann er entweder als Meterware oder Fliese angebracht werden, was jedoch von einem Fachmann getan werden sollte. Der Boden muss beim Verlegen professionell verlegt werden, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Mittlerweile kommt Linoleum nicht mehr im altbackenden Look daher. Viele Farben und Designs von matt bis glänzend sind heute möglich. Kein Wunder, dass sich Linoleum mittlerweile großer Beliebtheit erfreut. Vor allem Fans von bunten Küchenböden sind mit diesem Untergrund bestens beraten.

Kork – Der Nachhaltige

Auch Kork kann zu den besonders nachhaltigen Bodenbelägen gezählt werden. Seinen Namen hat er von der Korkeiche, aus deren Rinde er auch gemacht wird. Der Vorteil, dadurch dass die Korkeiche nur geschält und nicht abgeholzt wird, bleibt der Baum der Natur erhalten und regeniert sich. Kork stellt also von Natur aus einen Schutzmantel dar. Nicht verwunderlich, dass Kork wasserundurchlässig und isolierend ist. Hinzukommen eine gute Elastizität und Haptik. Wem das klassische Korkdesign zuwider ist, kann problemlos zu Böden im Stein-Look oder Farben wie Weiß und Co. greifen. Tipp: Achte darauf versiegelte bzw. lackierte Kork-Böden zu verwenden. Von hartwachsgeöltem Korkparkett wird abgeraten.

 

Textil – Teppich und Co. für die Küche

An sich ist Teppich ungeeignet für die Küche. Er ist sehr empfindlich für Flecken und ähnliches. Das machht ihn im Vergleich zu anderen Belägen unhygienisch. Für alle Textilfreunde gibt es jedoch auch Velour- und Nadelfilzböden, die in der Küche verwendet werden können. Achte unbedingt auf die Qualität und wähle einen Teppich aus Kusntfasern. Dann ist Dein Boden trotzdem leicht zu reinigen. Nicht geeignet sind dagegen Teppiche mit Schlingenflor. Schmutz und Co. können sich hier hartnäckig festsetzen. Auch Kokos- oder Sisalbahnen sind ungeeignet. Sie nehmen einfach zu viel Feuchtigkeit auf. Wer nicht auf seinen Textilboden verzichten möchte, kann daneben zu einem Küchenläufer greifen. Ein Läufer kann einfacher gereinigt und schnell ausgetauscht werden. Zudem kann er als Hingucker neue Akzente am Boden setzen.

 

Welcher Boden passt zu welchem Wohnkonzept?

Küchen sind mehr als nur Orte, an denen Du Deine Speisen zubereitest. In Küchen sitzt man beisammen mit Familie und Freunden. Man wertet das Tagesgeschehen aus, interessante Geschichten und ab und zu wird sogar über Gott und die Welt philosophiert. Damit der Gemütlichkeit der Einzug in die Küche gelingt, muss allerdings das Ambiente stimmen. Es gibt unzählige Variationen und Styles der Kücheneinrichtung. Folgend haben wir drei begehrte Styles zusammengetragen: Modern, Landhaus und Retro. Denn das Wohnkonzept hört nicht am Boden auf. Es beginnt dort! Einen kleinen Tipp geben wir Dir noch mit: Für eine stimmige Atmosphäre müssen nicht nur Kücheneinrichtung und -möbel zusammenpassen. Auch die Küche als Ganzes sollte zum Rest Deines Zuhauses passen.

Moderne Küchenböden

Modernes Design steht für Inspiration. Es geht um Orte, an denen Du Dich gerne aufhältst. Warum also nicht in der Küche? Klare Linien und Formen, sowie Funktionalität und etwas Dynamik machen Deine Küche modern. Das Zauberwort heißt Kontraste. Die stellst Du aber nicht durch blaue Böden und rote Schränke her. Es darf da ruhig etwas stilvoller zugehen. Zum Beispiel mit schwarzen Hochglanzmöbeln in Verbindung mit cremeweißer Arbeitsfläche und grauem Boden. Auch Glasfronten und Flächen aus poliertem Edelstahl schaffen Ambiente. In solche Schemata fügen sich Böden aus Beton bzw. in Betonoptik, sowie Marmor und Granit bestens ein. Allerdings kann auch ein schöner Holzboden einen guten Kontrast zur ansonsten modernen Einrichtung liefern. Küchenkonzepte mit modernem Design zeichnen sich darüber hinaus durch Großräumigkeit und viel Tageslicht aus. Der Trend geht Richtung Wohnküche. Diese bietet Dir auch dann genug Platz für eine Kochinseln, die zentral platziert wird und alle Blicke auf sich zieht. Zum Abschluss haben wir noch drei Tipps für Dich und das Einrichten einer modernen Küche. Erstens empfiehlt es sich mit viel indirektem Licht zu arbeiten, z. B. in Form von LED-Leisten an Deinen Küchenschränken. Das verstärkt den Eindruck, dass Deine Küche nur durch Tageslicht beleuchtet werden würde. Zweitens schaffst Du aufregende Kontraste, wenn Du Arbeitsfläche und Boden im gleichen Material und Farbton hältst. Zum Beispiel richtest Du Dir eine helle Küche mit dunkler Granit-Arbeitsfläche und dunklem Granit-Boden ein. Drittens, für das gewisse Etwas setzt Du bewusst Stilbrüche. Wie wäre es mit einem geometrisch gemusterten Küchenläufer oder einer auffallenden Retrotapete, in Bereichen die frei von Dampf sind? Du hast die Wahl.

Klare Linien und Formen, sowie Funktionalität und etwas Dynamik machen Deine Küche modern.

 

Landhaus Küchenböden

Im Landhausstil muss es vor allem rustikal und gemütlich sein! Damit dieser Effekt eintritt, bedarf es Holz. Viel Holz. Am besten echt und massiv. Das schlägt sich auch im Boden nieder: Parkettfußböden und Holzdielen passen perfekt zur Landhausküche. Aber auch mit anderen Bodenbelägen in Holzoptik bist Du gut beraten. Tipp: Individuelle Farbe und Maserung der verschiedenen Holzarten bringt Lebendigkeit auch in sterile Räume. Apropos Farbe: Gerne arbeitest Du mit hellen und zarten Tönen wie Pastellfarben. Auch Naturfarben gehen immer. Abgerundet wird das Ambiente von einem natürlichen Materialmix. Wie wäre es mit einer steinernen Arbeitsplatte, gusseisernen Pfannen, Rattankörben und Vorhängen bzw. Tischdecken aus Leinen? Deine Möbel sind aus Massivholz gefertigt und bringen den Hauch Kitsch mit. Gedrechselte Füße, verzierte Griffe und Schnitzereien sei Dank. Dein Parkettboden besteht aus weiß lackierten und massiven Holzdielen. Damit auch die Funktionalität nicht zu kurz kommt, wählst Du bei genügend Platz auch hier eine Kochinsel. Tipp: Willst Du einen echten Hingucker in der Küche setzen? Dann hol Dir doch mal ein Küchensofa mit Karomuster. Auch eine Küchenbank inklusive Sitzkissen und Decken in warmen Erdtönen zieht die Blicke auf sich.

Landhausküche mit Fliesenboden © Stelmakh Oxana – shutterstock.com

 

Retro Küchenböden

Was ist eigentlicher der Unterschied zwischen Retro- und Vintage? Vintage steht vor allem für Möbel und Co. aus den Jahren 1930 bis 1970er. Retro-Möbel adaptieren diesen Look bzw. den Look der verschiedenen Jahrzehnte. Mit einer Retro-Küche hast Du also die Möglichkeit in das von Dir gewünschte Jahrzehnt zurückzukehren. Stichwort Swinging Sixties mit klaren, grafischen Formen. Stilecht passen dazu Bodenfliesen. Die Rede ist von Fliesenspiegeln mit grafischen Kacheln. Auch Fliesenaufkleber kannst Du problemlos nutzen. Wahre Diner-Atmosphäre schaffst Du Dir neben einer roten Ledercouch mit Fliesen im schwarzweißen Schachbrettmuster. Dazu dürfen natürlich Blechschilder mit alten Illustrationen und Werbungen nicht fehlen. Wem das zu knallig ist, kann zu einem hellen Holzboden greifen. Das wirkt erwachsen und schafft einen Ausgleich zum ansonsten verspielten Retro-Look. Übrigens, nicht nur Deine Wandfarben und Dein Boden können Retro sein. Auch ein übergroßer Kühlschrank und andere Gerätschaften wie Toaster und Wasserkocher werden im Retro-Look zum Hingucker. Zentrum der Retroküche wird ein großer Esstisch mit heller Tischplatte und angeschrägten Holzbeinen. Auch Möbel mit Kunststoffplatten und abgerundeten Kanten eignen sich an dieser Stelle gut. Ebenso Küchensofas und Pendelleuchten. Lass die Vergangenheit einkehren, dank Deiner neuen Küche im Retrostil! Tipp: Ware Retro-Fans setzen auf auffallende Farben wie Senfgelb, Orange oder Apfelgrün der 1970er Jahre.

 

Welche Farbe sollte mein Küchenboden haben?

Früher waren weiße Fliesen und graue Fugen gängig. Ebenso die bewährte Optik in Schwarz und Weiß, dem sog. Schachbrettmuster. Mittlerweile ist so ziemlich jeder Boden in verschiedenen Tönen, Schattierungen und Designs erhältlich. Dadurch musst Du Deinem Geschmack keinerlei Grenzen auferlegen.  Von geografischen und farblichen Mustern, bis zu Schattierungen, Strukturmustern oder Ähnlichem ist alles möglich. Achte lediglich darauf in kleinen Küchen z. B. auf helle und größere Fliesen zu setzen. Das macht den Raum größer. Bei vielen Böden kannst Du Dich zusätzlich für Hochglanz- oder Mattoptik entscheiden. Dabei wirkt letzteres außerordentlich modern und elegant. Der Nachteil: die raue und poröse Oberfläche eignet sich hervorragend für Flecken und sorgt für mehr Aufwand beim Reinigen. Hochglanzböden können an dieser Stelle Abhilfe schaffen. Besondere Akzente können zudem mit mehrgliedrigen Böden geschaffen werden. Dadurch kannst Du nicht nur mehrere begehrte Böden miteinander kombinieren, sondern auch den Raum strukturieren. Jeder Bereich bekommt eigene Bodenelemente, z. B. ist der Boden an den Kochflächen ein strapazierfähiger Betonboden. Die „attraktive“ Küchenfläche ist dagegen ein schicker Parkettfußboden. Obendrein bekommt Deine Sitzecke zur optischen Abgrenzung noch einen auffallenden Teppich mit orientalischen Muster.

Tipp: Treib es nicht zu bunt! Das kann die Harmonie beeinträchtigen. Für ein harmonisches Gesamtbild kombinierst Du Farbe und Oberflächenstruktur des Bodens zur restlichen Küchenzeile. Beachte dabei die Wirkung der verschiedenen Farben. Ein dunkler Betonboden kann beispielsweise warm und behaglich aussehen; ein heller Betonboden im Vergleich dazu elegant und minimalistisch.

Für ein harmonisches Gesamtbild kombinierst Du Farbe und Oberflächenstruktur des Bodens zur restlichen Küchenzeile.

Wie kann ich meinen Küchenboden richtig Pflegen und Schützen?

Neben dem Look steht natürlich der Pflegeaufwand im Vordergrund. Ein Marmorboden steht für edles Design, doch ein Betonboden oder auch PVC sind einfach strapazierbarer. Das bedeutet nicht, dass Du auf den geliebten Boden verzichten musst. Wird Deine Küche weniger frequentiert, weil Du z. B. allein oder zu zweit wohnst, kannst Du auch zu empfindlicheren Böden greifen. Für große Haushalte und Familien gilt das Gegenteil. Zusätzlich kannst Du auch, wie oben beschrieben, zu Materialmixen greifen und hochbelastete Bereiche mit einem robusteren Boden versehen als weniger belastete Bereiche. Was Du darüber hinaus beachten solltest und wie Du welchen Boden optimal pflegst, erfährst Du folgend.

 

Pflegeleichte Böden

Fernab von Gastronomie und Co. hast natürlich auch Du ein Recht auf pflegeleichte Böden. Im Allgemeinen sind glänzende und dunklere Flächen in diesem Kontext dankbarer.

 

Fliesen

Fliesen sind an sich einfach zu reinigen. Ihre Fugen andererseits nicht. Gerade bei hellen Fugen kann das ganz schön nervig werden. Hartnäckiger Schmutz führt so zu unschönen Verfärbungen. Dunkle Fugen sind hier im Vorteil. Davon einmal abgesehen sind Fliesen pflegeleicht. Sie können heiß und nass aufgewischt werden und sind unempfindlich gegenüber Haushaltschemikalien. Achtung: Bring vor dem Reinigen das Material der Fliese in Erfahrung. Bei Zementfliesen solltest Du z. B. auf aggressive Säure-Reiniger verzichten. Kalk- und Marmorsteinreiniger sind bessere Alternativen.

 

Beton

Ein mit Klarlack versiegelter Betonboden wird Dir keine Probleme bereiten und ist nahezu unverwüstlich. Allerdings solltest Du bei nicht versiegelten Böden Säure- und Fett-Flecken schnellstmöglich wegwischen. Es sei denn Du hast kein Problem, wenn der Betonboden eine Patina ausbildet

 

PVC & Vinyl

Wie bereits gesagt, besitzen PVC-Böden keine nervigen Fugen, was schon mal einen Pluspunkt beim Reinigen bringt. Daneben sind diese Böden äußerst belastbar. Egal ob Essigreiniger oder Spülmittel, auf PVC bekommst Du mit den üblichen Haushaltsreinigern alle Flecken wieder raus. Eine besondere Behandlung ist obsolet.

Linoleum

Kurz und knapp: normale Haushaltsreiniger und Kernseife, nebelfeucht abgewischt und weg sind die Verunreinigungen. Mit etwas Zitrone, Spirtus oder Essig im Wischwasser bringst Du Linoleum wieder zum Glänzen. Tipp: Schwarze Absatzspuren werden vom Radiergummi beseitigt.

 

Pflegebedürftigere Böden

Die folgenden Böden sind etwas Bedürftiger in puncto Pflege. Dafür zahlen sie Dir es doppelt mit ihrer Optik zurück. Lass Dich inspirieren.

 

Naturstein

Besonders bei unversiegeltem Marmor, Kalksandstein oder Schiefer ist Obacht geboten. Flecken sollten immer so schnell wie möglich entfernt werden. Besonders empfindlich reagieren die Materialien auf Säuren wie Essig, Fruchtsäure, Wein und Co. und Fettflecken. Zur Reinigung verwendest Du am Besten spezielle Marmorsteinreiniger.

 

Holz

Auch unser schöner Parkettboden bedarf etwas mehr Pflege, damit er uns lange sein schönes Antlitz zeigt. Schmutz sollte idealerweise umgehend gereinigt werden, da er ansonsten wie Sandpapier wirkt und die Oberfläche abschmiergelt. Das Resultat ist ein stumpfer Boden. Beim Staubsaugen verwendest Du eine Parkettbürste. Wischen bitte nicht nasser als nebelfeucht. Zusätzlich schaden ein paar Spritzer der gängigen Haushaltsreiniger im Wischwasser nicht. Tipp: Die Lebensdauer Deines Holzbodens hängt im großen Maße von der Luftfeuchtigkeit im Raum ab. Daumenregel ist eine relative Luftfeuchtigkeit von 50%. Im Zweifel kannst Du zu Zimmerpflanzen und Luftbefeuchter greifen.

Besitzer von Laminat-Fußböden haben lediglich darauf zu achten, den Boden nebelfeucht abzuwischen. Laminat ist wie erwähnt sehr empfindlich in Puncto Feuchtigkeit.

Darüber hinaus solltest Du je nach Bodenbelag, den Küchenboden stets imprägnieren, ölen bzw. lackieren.

Offene Küche mit Holzboden © Breadmaker – shutterstock.com

 

Kurz und Knapp – Welcher Boden ist der Beste?

Nachdem wir uns nun ausgiebig mit den gängigen Varianten für den Küchenboden mit ihren Vor- und Nachteilen beschäftigt haben, brennt noch eine Frage unter den Fingernägeln: Welcher Boden ist denn jetzt der Beste? Eine universal Antwort darauf gibt es nicht. Der beste Boden ist derjenige, welcher am besten zu Dir und Deinen Vorstellungen passt. Klassisch und pflegeleicht ist vor allem die Fliese. Edel und anspruchsvoll sind Natursteine wie Marmor; Granit ist pflegeleichter. Parkett hat den Vorteil, dass es überall hinpasst. So kannst Du im gesamten Wohnbereich denselben Bodenbelag verwenden. Etwas günstiger und in allen erdenklichen Prints erhältlich ist Laminat. Allerdings nicht ganz so robust wie das Pendant aus Echtholz. Auch PVC und Vinyl erfreuen sich wieder großer Beliebtheit, sind jedoch nicht so verträglich für die Umwelt wie Linoleum und Kork. Pflegeleicht sind alle Varianten. Achte darauf den Bodenbelag mit der restlichen Kücheneinrichtung rund um Esstisch und Co. bzw. dem Wohnstil zu kombinieren. Moderne Wohnkonzepte leben von Kontrasten. Arbeite mit hellen Möbeln und dunklem Betonboden oder umgedreht. Natursteinböden oder auffälliges Linoleum ergeben in Kombination mit Hochglanzmöbeln ebenfalls ein schlüssiges Bild ab. In Landhausküchen kann eine optische Einheit aus ähnlichen Holztönen bei Möbeln und Parkettboden das gewünschte Ambiente schaffen. Wer es Vintage mag, greift zu alten Teppichläufern und Fliesenspiegel mit Retro-Mustern im Stil der 60er. Damit Du im Nachhinein nichts bereust, solltest Du ausreichend Zeit und Gewissenhaftigkeit in die Planung stecken.

 

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Bodenbeläge eignen sich in der Küche?zuklappenaufklappen
Prinzipiell eignen sich alle bekannten Bodenbeläge in der Küche. Die gängigen Beläge reichen von harten und kalten Untergründen wie Fliesen, Naturstein, Beton & Estrich bis zu wärmeren und weichen Böden wie Parkett, Holzdielen, PVC & Vinyl oder Linoleum & Kork. Es gibt auch synthetische Teppiche, die prinzipiell in der Küche genutzt werden können. Im Allgemeinen wird jedoch von einem Teppichboden in der Küche abgeraten. Ausnahmen stellen vereinzelte Teppichläufer dar, die z. B. dafür genutzt werden können Bereiche wie die Essecke optisch zu strukturieren.
Welche Bodenbeläge sind besonders pflegeleicht?zuklappenaufklappen
Besonders pflegeleichte Bodenbeläge sind unter anderem ´Steinböden aus Fliesen oder Granit, Beton- & Estrichböden, sowie PVC- & Vinylböden. Auch Linoleum & Kork sind besonders pflegeleicht. Darüber hinaus bestehen sie zu 100% aus natürlichen Materialien, sind sehr wohngesund und haben eine angenehme Haptik.
Was ist ein Vinylboden?zuklappenaufklappen
Ein Vinylboden ist ein künstlicher Bodenbelag aus Polyvinilchlorid (PVC). Ähnlich wie Laminat wird Vinyl in einzelnen Fliesen verlegt bzw. geklickt. Daher werden Vinylböden häufig Vinyl-Laminat genannt. Vinyl kann wie Laminat eine Vielzahl von möglichen Designs annehmen. Im Gegensatz zu Laminat ist ein Vinylboden meist kostspieliger. Dafür ist Vinylboden wesentlich besser in Feucht- und Nassräumen geeignet.
Wie kannst Du Laminat wasserfest machen?zuklappenaufklappen
Am besten orientierst Du Dich bereits vor dem Kauf an wassabweisendem Feuchtraumlaminat oder Laminat aus Kunststoff oder Vinyl. Laien sehen optisch keinen Unterschied. Bei normalen Laminat liegt das Problem im oft verwendeten Klicksystem. Während die Laminatplatte versiegelt ist, sind es nicht die Schnitt- bzw. Klickkanten. Hier dringt meist Wasser ein und lässt die traditionell aus Holz bestehende Trägerschicht aufquellen. Allerdings kannst Du auch genau hier ansetzen, um einen bereits verlegten Laminatboden nachträglich wasserfest zu machen. Dafür empfehlen sich natürliche Ölversiegelungen ohne Lösungsmittel, da sie verträglicher und umweltschonender sind. Konventionelle Wasser- und Ölversiegelungen mit Lösungsmittel sind zwar haltbarer, dürfen aber nur mit äußerster Vorsicht aufgetragen werden. Sie dürfen nicht in die Atemwege gelangen. Neben den klassischen Versiegelungen kannst Du auch zur Nanobeschichtung greifen. Hier wird mit kleinen und Kleinstteilen gearbetet. Nanobeschichtung ist dafür sehr preisintensiv.
Ist Parkettboden für die Küche geeignet?zuklappenaufklappen
Ja. Parkett ist definitiv für die Küche geeignet. Besonders Harthölzer wie Buche, Esche oder Eiche überzeugen durch ihre Widerstandsfähigkeit. Bei guter Pflege hält ein Parkettboden ein Leben lang.

Über den Autor

Johannes Schmiege
Über den Autor: Johannes Schmiege

Bewerten Sie diese Seite

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
5,00 von 5 Sternen

1 Stern: wenig hilfreich, 5 Sterne: sehr hilfreich.

Loading...

Unsere neuesten Inspirationen

Unsere neuesten Inspirationen
vorherige Inspiration
nächste Inspiration
×

Und hier finden Sie all diese schönen Produkte: