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buch1./10. Inhaltsverzeichnis

1./10. Inhaltsverzeichnis

Gartenhaus selber bauen ▷ Beispiele, Materialien & Kosten im Überblick

Möchten Sie ein Gartenhaus, Geräteschuppen oder eine Gartenhütte in Ihrem Garten integrieren und suchen nach Inspirationen, sowie Anleitungen zum Nachbauen? Dann sind Sie hier genau richtig!

 Inhalt: Das erwartet Sie

Dierk Werner

Autor: Dierk Werner

Zuletzt aktualisiert: 23.12.2022

 

  1. Arten von Gartenhäusern
  2. Fertiges Gartenhaus, Bausatz oder selber bauen?
  3. Planung Schritt für Schritt
  4. Informationen zur Baugenehmigung
  5. Gartenhaus komplett selber bauen
  6. Gartenhaus Aufbau
  7. Fundament oder nicht?
  8. Fertigteilhaus vs. Gartenhaus als Bausatz
  9. Gartenhaus kaufen – Möglichkeiten & Alternativen

 

Jeder kann sein Gartenhaus selber bauen. Ob ganz individuell oder als Bausatz – wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie das geht. Am Ende haben Sie Ihr Traumhaus. Ob als individuelles Gartenhaus, ganz nach Ihren Vorstellungen, oder als Fertigteilhaus nach Bausatz. Sie erfahren alles über die Baustoffe wie Holz oder Metall und wissen, ob Sie eine Baugenehmigung und ein Fundament brauchen.

 

 

1. Arten von Gartenhäusern im Überblick

Die Gartenhausarten sind wie ihre großen Verwandten: Häuser und Lauben sind für Menschen, Schuppen und Unterstände für Geräte. Ob als Pavillon oder Gartenhaus, als Teehaus oder Laube – stets steht der Erholungsgedanke im Vordergrund, während man Geräteschuppen oder Unterstand eher mit Gartenarbeit und störenden Geräuschen assoziiert.

 

Klassisches Gartenhaus

Als Gartenhaus bezeichnet man ein kleines Gebäude, welches aus Stein, Holz oder Plastik besteht und in der Regel auch Fenster und Türen hat. In ihm kann man sich meistens aufhalten, übernachten oder bei schlechtem Wetter kochen.

 

  • Nutzen: Meist als Aufenthaltsraum, kombiniert mit Stauraum für Pflanztöpfe & kleine Gartengeräte
  • Materialien: Klassisch aus Holz, Stein, Metall oder einfache Varianten aus Plastik
  • Dachform: Jede Form möglich, wie beispielsweise Flachdach, Satteldach & Co
  • Größe: Individuell, je nach persönlicher Präferenz & Gartengröße

Gerätehaus

Das Gerätehaus dient in erster Linie dazu, die meist technischen Geräte aufzubewahren, wie den Rasenmäher, den Vertikutierer, die verschiedenen Wasserschläuche oder den Rasentraktor.

 

  • Nutzen: Zum Verstauen von kleinen & großen Gartengeräten, oftmals werden hier extra Regale und Vorrichtungen angebracht
  • Materialien: Meist aus robusten Material wie Metall oder Holz
  • Dachform: Individuell, bei Varianten aus Metall oftmals als Flachdach oder Schrägdach
  • Größe: Individuell, je nach persönlicher Präferenz & Gartengröße

Beispiel für ein kleines Gerätehaus im Garten

Beispiel für ein kleines Gerätehaus im Garten

Beispiel für einen Geräteschuppen

Beispiel für einen Geräteschuppen

Geräteschuppen

Der Geräteschuppen ist ein klassischer Anbau ans Gartenhaus oder ein frei stehendes Häuschen ohne Fenster, aber mit abschließbarer Tür. Meistens aus Holzbrettern errichtet, dient er dazu, Gartengeräte zu verstauen.

 

  • Nutzen: Zum Verstauen von kleinen Gartengeräten, oftmals werden hier extra Regale und Vorrichtungen angebracht
  • Materialien: Meist aus robusten Material wie Metall oder Holz
  • Dachform: Individuell, bei Varianten aus Metall oftmals als Flachdach oder Schrägdach
  • Größe: Individuell, je nach persönlicher Präferenz – jedoch kleiner als ein Gerätehaus und oftmals sogar am Gartenhaus integriert

Gartenlaube

Die Gartenlaube hat wie ein kleines Gartenhaus Fenster und eine Tür. Sie kann auch offen sein und wie eine überdachte Terrasse mitten im Garten stehen und zum Nachmittagstee einladen.

 

  • Nutzen: Zum Verstauen von Gartenmöbeln und kleinen Gartengeräten
  • Materialien: Aus Holz, Metall oder Stein
  • Dachform: Individuell, bei Varianten aus Metall oftmals als Flachdach oder Schrägdach
  • Größe: Meist kleiner als ein klassisches Gartenhaus, jedoch sehr individuell

 

2. Fertiges Gartenhaus, Bausatz oder selber bauen?

Die Entscheidung darüber, ob man ein Gartenhaus selber bauen möchte, oder sich doch lieber einen Bausatz kauft, oder sich sogar ein fertiges Häuschen hinstellen lässt, ist sicherlich oft eine pekuniäre. Aber neben dem Thema Geld ist da noch die Begabungs- und Zeitfrage. Ein individuelles Gartenhaus zu bauen braucht Geschick und Geduld. Aber auch einen Bausatz zu verstehen, benötigt Erfahrung und Werkzeug.

 

  • Fertiges Gartenhaus: Fertiggartenhäuser können per Katalog gewählt, persönlich konfiguriert und individuell ausgestattet werden. Sie werden zwar in Einzelteilen geliefert, aber können schnell und mit wenig Erfahrung aufgebaut werden. Außerdem bieten die Hersteller oder die Verkäufer meistens auch eine Aufbauhilfe mit an.
  • Bausatz kaufen: Ein Bausatz ist im Gegensatz zu einem Fertigteilhaus kleinteiliger angelegt und konstruktiv möglichst platzsparend verpackt. Außerdem kann es sein, dass mit einem Bausatz zwar das Gartenhaus als solches aufgebaut werden kann, aber Fundament und Dach extra gekauft werden müssen.
  • Selber bauen: Um ein Gartenhaus selbst zu bauen, braucht man Erfahrung, Platz, Zeit und einiges an Werkzeug. Dann allerdings kann man sich seinen individuellen Traum je nach Geschick und Geldbeutel erfüllen. Vor allem kann man recycelte Materialien wie alte Fenster oder Türen verwenden und daher besonders nachhaltig bauen.

 

 

3. Planung Schritt für Schritt

Um ein Gartenhaus zu bauen, braucht es eine sorgfältige Vorplanung. Das umschließt schon die Genehmigung, ob überhaupt ein Gartenhaus gebaut werden darf. Des Weiteren sollte man ein klares Budget setzen, was der Bau maximal kosten sollte, einschließlich aller Planungs- und Genehmigungskosten.

 

Gartenhaus Bausatz

1. Art des Gartenhauses wählen: Es gibt viele Faktoren, die die Wahl des richtigen Gartenhauses beeinflussen: Die Größe des Grundstückes, die Lage zu den Nachbarn, der Boden, natürlich das Budget und auch die Geschicklichkeit und die Zeit. Gerade letztere braucht man nämlich, wenn man sein Gartenhaus selber bauen möchte. Einen Bausatz aufzubauen, dauert daher fast immer kürzer.

Baugenehmigung

2. Informationen zur Baugenehmigung einholen: Ein Gartenhaus unter 10 Kubikmetern ist genehmigungsfrei. Aber es darf nur innerhalb des Bebauungsgebiets gebaut werden. Darüber hinaus entscheiden die einzelnen Länder. Auch Gartenhäuser, die sich nicht zum Wohnen eignen, also keine Toilette oder Küche haben, oder nur temporär aufgestellt sind, wie Gewächshäuser, sind genehmigungsfrei. Doch jedes Haus, das ein Betonfundament braucht, braucht auch eine Genehmigung, da es nicht problemlos abgebaut werden kann.

Gartenhaus kosten berechnen

3. Ungefähre Kosten & Budget festlegen: Um ein Gartenhaus ordentlich zu budgetieren, sollte man vorher eine Liste mit allen erwartbaren Kosten machen. Diese sollte nicht nur das Baumaterial enthalten, sondern auch die Kosten eventueller Anträge bei individuellen Bauten, die Planungs- und Genehmigungskosten, aber auch mögliche Kosten für Helfer und Zulieferungen. Weiterhin ist es sinnvoll, bei den steigenden Preisen immer auch einen Puffer von mindestens ⅓ des Gesamtbudgets einzukalkulieren.

Gartenhaus Material

4. Materialien zusammensuchen: Um effizient zu bauen, sollten vorher alle Materialien bereits vorhanden sein. Vor allem alle den Rohbau des Gartenhauses betreffenden Materialien sind dabei wichtig. Zu Lieferengpässen kommt es immer wieder. Daher ist eine gute Planung und Lagerung das A und O eines zügigen Baus. Das betrifft aber auch Kleinteile wie Dachpappe oder genügend Schrauben. Um sich über alle notwendigen Materialien einen Überblick zu verschaffen, hilft es, sich vorher einen Aufbauplan festzulegen.

 

4. Baugenehmigung oder nicht? Was ist zu beachten?

Eine Baugenehmigung ist deutschlandweit unter 10 Kubikmetern nicht notwendig. Dennoch gelten in den einzelnen Ländern verschiedene Regelungen, die das Baurecht bzgl. Gartenhäuser betreffen. Im Prinzip wird bei der Baugenehmigung nicht die Art des Hauses berücksichtigt, sondern wie fest und dauerhaft es gebaut wird und wie es genutzt wird. Ein Gartenhaus ohne Feuerstelle und Toilette ist daher oft genauso genehmigungsfrei wie ein Gewächshaus. Im Zweifelsfalle kann jedes Bauamt die gewünschte Information geben, ob eine Baugenehmigung eingeholt werden muss oder nicht.

 

Genehmigungsfreie Gartenhäuser nach den Verordnungen der Bundesländer:

  • Baden-Württemberg: Gartenhäuser bis 40 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets bis zu 20 m³.
  • Bayern: Gartenhäuser bis 75 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets darf nicht gebaut werden.
  • Brandenburg: Gartenhäuser bis 75 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets darf nicht gebaut werden.
  • Berlin: Gartenhäuser bis 10 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets darf nicht gebaut werden.
  • Bremen: Gartenhäuser bis 30 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets bis zu 6 m³.
  • Hamburg: Gartenhäuser bis 30 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets darf nicht gebaut werden.
  • Hessen: Gartenhäuser bis 30 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets darf nicht gebaut werden.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Gartenhäuser bis 10 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets darf nicht gebaut werden. (Ausnahmen: Lauben, die zu einem forst- oder landwirtschaftlichen Betrieb gehören)
  • Niedersachsen: Gartenhäuser bis 40 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets bis zu 20 m³.
  • Nordrhein-Westfalen: Gartenhäuser bis 30 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets bis zu 20 m³.
  • Rheinland-Pfalz: Gartenhäuser bis 50 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets bis zu 10 m³.
  • Saarland: Gartenhäuser bis 10 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets darf nicht gebaut werden.
  • Sachsen: Gartenhäuser bis 10 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets darf nicht gebaut werden.
  • Sachsen-Anhalt: Gartenhäuser bis 10 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets darf nicht gebaut werden.
  • Schleswig-Holstein: Gartenhäuser bis 30 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets bis zu 10 m³.
  • Thüringen: Gartenhäuser bis 10 m³, außerhalb des Bebauungsgebiets darf nicht gebaut werden.

 

In diesen Fällen brauchen Sie eine Baugenehmigung

  • Das bebaute Volumen übersteigt die genehmigungsfreie Größe des jeweiligen Bundeslandes.
  • Das Gartenhaus soll außerhalb des Bebauungsgebietes errichtet werden.
  • Im Gartenhaus soll auch ganzjährig gewohnt oder übernachtet werden können.
  • Das Gartenhaus braucht ein festes Fundament aus Beton o. ä.

In diesen Fällen brauchen Sie keine Baugenehmigung

  • Das Gartenhaus übersteigt nicht die genehmigungsfreie Größe des jeweiligen Bundeslandes & ist innerhalb des Bebauungsgebietes errichtet worden
  • Das Gartenhaus soll in einer Kleingartenanlage errichtet werden und hat einschließlich der überdachten Terrasse eine Grundfläche, die nicht größer als 24 qm ist.
  • Das Gartenhaus dient nur für den zeitweiligen Unterstand. Man kann weder in ihm wohnen, noch kochen oder heizen.
  • Das Gartenhaus braucht kein festes Fundament aus Beton. Es kann problemlos wieder abgebaut werden.

 

Baugenehmigung beantragen – So geht’s!

Bitte beachten Sie, dass eine Baugenehmigung mehrere hundert Euro kosten kann, da sich die Gebühr aus dem Sachwert des zu bauenden Objekts errechnet. Hinzu kommen Statiker- und Planungskosten.

 

  1. Antrag auf Baugenehmigung / Vorlage im Genehmigungsfreistellungsverfahren (für Thüringen HIER)
  2. Baubeschreibung und Grundstücksplan im Maßstab 1:500
  3. Bauzeichnung im Maßstab 1:100
  4. Berechnung von Raumgröße des umbauten Raumes
  5. Baubeginnsanzeige
  6. Grundriss Gartenhaus
  7. Außenansichten und eine Schnittzeichnung vom Gartenhaus

 

5. Gartenhaus komplett selber bauen – Was wird gebraucht?

Die Gartenarbeit und alles, was damit zusammenhängt, macht vielen Menschen Spaß. Es ist ihr Hobby, worauf sie viele Stunden, Tage, ja, Jahre verwenden. Und genauso, wie es mit dem Garten an sich ist, verwenden viele Menschen viel Zeit, Geld und Geschick auf, sich ein eigenes Reich zu schaffen. Dazu gehört natürlich neben Teich, Beet und Gartenzwerg das  Gartenhaus. Daher verwundert es sicherlich nicht, dass viele es selber bauen wollen und auch wirklich können. Neben dem Engagement, dem richtigen Werkzeug und dem Platz sollte man aber auch Geduld, einen guten Plan und immer auch einen Statiker oder Bauingenieur an der Seite haben, den man wegen der Bausicherheit fragen kann.

 

Erstellen Sie einen Plan von Ihrem Garten und schauen Sie, wo das Gartenhaus am besten hin passt.

Erstellen Sie einen Plan von Ihrem Garten und schauen Sie, wo das Gartenhaus am besten hin passt.

Der richtige Standort

Den richtigen Standort zu wählen, ist gar nicht so einfach. Natürlich gibt es viele Gärten, wo sich aufgrund der Nähe zum Nachbarn oder anderen unveränderlichen Gegebenheiten ein Standort quasi selbst erwählt. Aber es gibt auch Flächen, wo man die Wahl hat.

 

  • Wie ist der Boden beschaffen? Gibt es unklare Bodenverhältnisse? Gibt es Fels im Untergrund?
  • Wie sind die Himmelsrichtungen? Zu welcher Zeit ist man meistens im Garten? Wo steht da die Sonne?
  • Welche Wege und Sichtachsen sollen verbleiben?

 

Solche und mehr Fragen helfen bei der Standortsuche.

Der Abstand zum Nachbarn

Genehmigungsfreie Bauwerke brauchen keine Abstandsflächen – so die Theorie. Dennoch empfiehlt es sich in jedem Falle, mit den betreffenden Nachbarn über das geplante Gebäude zu sprechen. Eventuell steht es genau dort, wo der Nachbar seine Sonnenliege ausbreitet, und die ungefragte Errichtung würde unweigerlich zu einem Nachbarschaftsstreit führen.

Bei größeren Gebäuden mit einer Baugenehmigung müssen in der Regel 3 Meter zum Nachbarzaun eingehalten werden.

Damit es nicht zum Nachbarschaftsstreit kommt, sollten Sie Ihr Bauvorhaben mit den Nachbarn absprechen.

Damit es nicht zum Nachbarschaftsstreit kommt, sollten Sie Ihr Bauvorhaben mit den Nachbarn absprechen.

Die Planung eines Gartenhauses erfordert viel fachliche Expertise. Holen Sie sich einen Profi zur Seite, wenn Sie sich unsicher sind.

Die Planung eines Gartenhauses erfordert viel fachliche Expertise. Holen Sie sich einen Profi zur Seite, wenn Sie sich unsicher sind.

Gartenhaus planen

Nun geht es darum, das Gartenhaus und seinen Aufbau genau zu planen. Als erstes ist daher ratsam, einen Bauplan anzufertigen. Mit Hilfe eines Architekten oder Bauingenieurs kann man so einen Überblick über alle notwendigen Materialien und auch Werkzeuge bekommen. Gleichzeitig kann man mithilfe moderner 3D-Visualisierungen eine Vorstellung davon bekommen, wie das Gartenhaus später im Garten wirkt. Nun sollte man für das Fundament die Maße abstecken und auch die Gesamtgröße im Garten markieren.

 

  1. Bauplan erstellen
  2. Materialliste für eine Holzhütte
  3. Kosten im Überblick
  4. Werkzeugliste

 

Bauplan erstellen

Ein Bauplan ist ein Dokument, das nicht nur den Grundriss des Gartenhauses umfasst, sondern auch alle anderen wichtigen Dokumente Punkte benennt. Im Internet gibt es für viele Gebäude bereits fertige Baupläne, die man downloaden kann. Dennoch empfiehlt es sich, auch mal selbst einen zu erstellen, um einen solchen Plan besser zu verstehen. Daher ist es vielleicht ratsam, einen fertigen Bauplan zu nehmen und mit seinen individuellen Maßen zu bestücken. Der Bauplan dient auch als Bauanleitung und -reihenfolge, wann gebaut werden muss. Die Mappe wird also immer dicker und beinhaltet:

 

  1. Genehmigungen (hierfür muss dieser Bauplan eingereicht werden)
  2. statische Berechnungen
  3. Skizzen, Zeichnungen oder Bilder von Visualisierer
  4. Schnittzeichnungen
  5. beschreibende Texte
  6. Montageanleitung
  7. Materialliste
  8. Werkzeugliste inkl. aller Geräte
  9. Aufzeichnung einzelner Arbeitsschritte

 

Suchen Sie noch das passende Werkzeug?

In unserem Preisvergleich finden Sie eine große Auswahl an Werkzeugen in jedem Preissegment.

  • Akkuschrauber
  • Bohrmaschinen
  • & viele mehr

 

Gartenhaus selber bauen ▷ Beispiele  Materialien & Kosten im Überblick

 

Materialliste für eine Holzhütte

Am Beispiel einer kleinen Holzhütte soll die Materialliste dazu dienen, wie umfangreich oder detailreich eine Materialliste sein kann, aber natürlich nicht sein muss. Vor allem an der Kostenschätzung sieht man manche Schwierigkeiten, zu den realen Kosten des Erwerbs kommen noch schwer einzukalkulierende Kosten wie der Transport oder die evtl. Lagerung auf einen zu.

 

  • passende Tür, am besten vom Altbau (muss nichts kosten, aber mit Transport und “Kaffeekasse” sollten 100 € eingeplant werden)
  • Fenster mit Rahmen aus Holz, das Glas muss intakt sein (ähnlich wie bei der Tür, hier schlägt der Transport evtl. höher zu Buche, 200 €)
  • Grobspanplatten (OSB = Oriented Strand Board) für die Wände. Dicke: 18 bis 22 mm. Bei einer Hauslänge über 3 Meter auch 25 mm Dicke. Ungeschliffene Verlegeplatten gibt es auch mit Nut und Feder. (um die 8 € pro qm)
  • Dachsparren, geeignet sind Kanthölzer mit 12 x 6 cm. Ein Abstand von 15 bis 20 cm ist meistens ausreichend. (sehr unterschiedlich, 10 bis 40 € pro Holz, aber ungehobelt beim Sägewerk deutlich billiger)
  • Dachlatten in der kleinsten Dicke reichen: 18 x 48 mm, gibt es in 3 oder 4 m (ca. 1 bis 2 € pro Meter)
  • 4 Kanthölzer 12 x 12 cm und entsprechend 8 Metallwinkel für die Ecken (inklusive der Winkel ca. 200 €)
  • Querbalken für die Stabilität (um die 20 € pro Meter), Streifenflachverbinder (2 bis 12 €, je nach Größe und Länge)
  • selbstschneidende Holzschrauben bspw. ABC Spax Schrauben (mit Torx um die 20 € für 200 Stück)
  • Bedachung aus Wellblech oder PU-Wellplatten. Abstandshalter und passende Schrauben gibt es meistens dazu. (Onduvila-Dachplatten schon ab 15 € pro qm, dazu Kleinteile ca. 20 €
  • Sand, PE-Folie, Schalbretter, Beton (ca. 50 € pauschal)

 

Wenn man alles zusammenrechnet, kommt man auf einen Wareneinsatz von ca. 1.300 € bei einer Hütte von 3 x 3 x 3m. Aber das ist natürlich nur sehr vage und zeigt nicht die tatsächlichen Einsparmöglichkeiten, sondern zeigt nur, dass sich eine genaue Kalkulation nach einem Bauplan nicht nur lohnen kann, sondern diese unbedingt zu empfehlen ist.

Beispiel für ein Gartenhaus aus Holz mit Dachziegeln.

Beispiel für ein Gartenhaus aus Holz mit Dachziegeln.

 

Kosten im Überblick

Gartenhäuser können richtig ins Geld gehen, gerade wenn sie selbst entworfen und gebaut werden. Verschiedene Faktoren sind dafür verantwortlich:

 

  1. die verwendeten Materialien (Dicke, Art, Qualität)
  2. Größe
  3. Konstruktionsart (Blockbohlen,
  4. Bausatz oder individuelle Planung
  5. professioneller Aufbau oder Eigenleistung
  6. Baugrundfreiheit, Fundamentierung
  7. eventuelle Zusatzkosten wie Baugenehmigung, Statik, Planung, Brandschutz etc.

 

Man sieht schon an dieser Liste, dass es einige Stellschrauben gibt, an denen man Kisten sowohl nach oben als auch nach unten korrigieren kann. Gerade die Größe ist maßgeblich für das verwendete Material verantwortlich. Wenige Kubikmeter können schon eine größere Materialdicke notwendig machen, von der man wieder mehr braucht usw.

 

Es gibt aber auch typische Nebenkosten, die auch bei einem ansonsten gut kalkulierbaren Bausatz anfallen:

 

  • Vorbereitung eines Baugrundes wie ebnen, Erdaushub oder andere Tiefbauarbeiten
  • mögliche Entsorgungskosten (Baumschnitt, Rasenschnitt, Erde, Sand, Wurzeln, Bauschutt)
  • Fundament errichten (je nach Art und Größe kann das mehrere hundert Euro betragen)
  • Bodenbeläge (viele Fertighäuser oder Bausätze haben keinen festen Bodenbelag)
  • Kosten für die Baugenehmigung

 

Es ist hier nicht möglich, verbindliche Kostenrahmen zu benennen. Aber man sollte je nach Gartenhaus und ob eine Baugenehmigung notwendig ist oder nicht immer mit ⅓ Mehrkosten rechnen als das eigentliche Gartenhaus kostet. Ist das Gelände anspruchsvoll oder braucht man ein besonderes Fundament, was wiederum auch einer Genehmigung bedarf, können die Kosten deutlich drüber sein.

 

Wie teuer darf das Gartenhaus werden?

Ein oft kolportiertes Missverständnis ist die vermeintliche Korrelation zwischen günstig und selbst bauen. Doch das täuscht. Gegenüber Bausätzen aus dem Baumarkt sind Gartenhäuser, die man selber baut, nur dann günstiger, wenn man auch die Baumaterialien extrem günstig besorgt oder alte wiederverwendet. Ansonsten ist selbst bauen meistens deutlich teurer. Daher ist es sinnvoll, sich zuerst ein Budget zu setzen und zu gucken, was es dafür auf dem Markt gibt. Zusätzlich muss es ein Fundament geben und die Baugenehmigung bezahlt werden.

 

 

Werkzeugliste

Um ein Gartenhaus selbst zu bauen, braucht man neben Erfahrung und Geschick auch viel Werkzeug. Man muss selbstverständlich nicht alles besitzen, aber jede Leihe kostet auch Geld, was budgetiert werden muss:

 

  • Akkuschrauber mit Bitaufsatz und Bits (hier empfiehlt es sich auf alle Fälle, sowohl den Akkuschrauber als auch die Bits in Profiqualität zu nehmen, die Belastung der vielen Schraubarbeit kann sonst leicht das Gerät überfordern. Auch ein Zweitakku ist sehr sinnvoll. Die Schrauben sollten vom Qualitätsanbieter sein, sonst ist der Kopf gleich futsch.)
  • Wasserwaage und Zollstock, auch gerne einen Baulaser
  • Betonmischer, Eimer und Schaufel
  • verschiedene Arten von elektrischen Sägen wie: Handkreis-, Tischkreis- und Kappsäge sowie Fuchsschwanz und Handfräse
  • Band- und Winkelschleifer
  • Vorschlaghammer
  • Inbusschlüssel und Knarre (am besten mit Steckaufsatz für den Akkuschrauber)
  • Holz- und Steinbohrer, Schlagbohrmaschine (hier bitte NICHT den Akkuschrauber nutzen)
  • Gerüst, Leitern (“Laien mögen es wackelig”, bitte unbedingt auf Sicherheit achten!)
  • Sonstiges: Kelle, Lot, Maurerschnur, Messer, Pinsel, Zwingen
  • Weiterhin ist es ratsam, einen kompletten Werkzeugkoffer oder -wagen zu haben. Es gibt immer wieder kleine Problemchen für Werkzeuge, die man nur einmal braucht. Auch kann es sinnvoll sein, eine Heißluftpistole für das Abbrennen des alten Lacks parat zu haben.
  • Für die Grundierung, den Anspruch oder das Anstreichen alle Arten von Pinseln und Verdünnung
  • verschiedene Gefäße wie Eimer, Schüsseln, flexible Schüsseln (Gipseimer)
  • Schutzkleidung, Handschuhe, Gürteltasche
  • Nagelpistole oder Handnagler (Tacker)

 

Inspirationen & Beispiele

In unseren Gartenideen finden Sie viele Beispiele mit Gartenhäusern aus Holz oder Metall.

 

6. Schritt für Schritt: Wir bauen Ihr Gartenhaus

Bevor es losgeht, muss die Baustelle vorbereitet werden. Zum einen ist es wichtig, dass die gewünschte Fläche frei von Bewuchs wie Bäumen, Sträuchern oder Gras ist, zum anderen sollte die Baustelle eindeutig gekennzeichnet sein und abgesperrt werden, so dass kein Mensch zu Schaden kommen kann. Liegt die Baustelle an einem öffentlichen Weg, kann auch ein Bauzaun notwendig werden.

 

Fundament Gartenhaus

Fundamentart wählen: Ein Fundament sollte immer breiter als das Gartenhaus sein. Es eignet sich je nach Größe ein Punktfundament – hier ruhen nur die tragenden Eckpfosten auf einem Betonsockel, ein Streifenfundamente – hier verlaufen die Sockel längs der Außenseiten oder ein Plattenfundament – der gesamte Unterboden ruht auf einem Betonsockel. Letzteres braucht man für größere Gartenhäuser oder schwieriges Gelände.

Gartenhaus Fundament bauen

Ausheben der Fundamentlöcher und einschalen: Die vorgesehenen Löcher müssen nun gut markiert und eingemessen werden. Das kann anhand von gekreuzten Schnüren geschehen. Nun müssen sie tief genug ausgehoben werden, damit sie frostsicher sind. Das ist meistens ab 80 cm der Fall. Die ausgegrabenen Löcher werden nun mit Stützbrettern verschalt. Diese sollen gewährleisten, dass die Seiten der Löcher nicht einstürzen.

Fundament für das Gartenhaus gießen

Fundament gießen: Anschließend wird mit einer Betonmischmaschine die gewünschte Betonart angemischt und in die Löcher gekippt. Vorsichtig sollte man mit einem Stab den Beton in den Löchern durchmischen und durchstochern. In die Betonmasse steckt man die H-Anker (Pfostenträger) oder Streifenflachverbinder, die man mit Wasserwaage und Lot genau waagerecht ausrichtet. Danach streicht man den Beton glatt.

Gartenhaus Grundgerüst aufstellen

Aufbau Grundgerüst Gartenhaus: Um den Beton langsam aushärten zu lassen, empfiehlt es sich, ihn ab und zu zu wässern. Nach einigen Tagen ist er vollständig ausgehärtet, jetzt können die Eckpfeiler des Gartenhauses in einer Elementbauweise befestigt werden. Hierbei ist es wichtig, dass die Holzbalken nicht auf dem Betonfundament aufliegen, weil sie so auf Dauer durch Staunässe verfaulen.

Gartenhaus Wände & Tür bauen

Seitenwände und Tür: Nachdem die Eckpfeiler gesetzt sind, werden die Querträger eingesetzt und wie bei einem Fachwerkhaus ein Hausskelett gebaut. Nachdem das geschehen ist, werden die Seitenwände, die Fenster und die Türen eingebaut. Dabei ist zu beachten, dass manchmal erst die Fenster und die Tür eingesetzt werden müssen, um die Seitenteile danach anzupassen. Manchmal werden aber auch aus den Seitenteilen erst nach dem Einbau die Fensterhöhlen ausgesägt.

Gartenhaus Dach bauen

Dachsparren setzen, Bedachung legen: Nachdem das Gartenhaus nun schon als solches erkennbar ist, werden die Dachsparren aller 15 bis 20 cm gelegt und befestigt. Auch hier eignen sich wie bei allen Befestigungen ABC-Schnellbauschrauben. Die Bedachung selbst erfolgt, nachdem die Dachlatten wiederum auf die Sparren gelegt wurden. Ob man Schiefer, Ziegelstein, Dachpappe oder andere Materialien verwendet, entscheidet die Statik, der Geschmack und der Geldbeutel.

Fertig gebautes Gartenhaus

Befestigungen, Verschönerung des Gartenhauses: Das Gartenhaus ist fertig. Es hat Fenster, eine Tür und sogar ein Dach. Nachdem alles aufgebaut ist, wird sorgfältig kontrolliert, ob das alles dicht ist, ob die Befestigungen halten, ob der Boden plan ist, die Tür schließt und die Fenster sich öffnen lassen. Danach kann man das Haus grundieren und farblos oder bunt streichen. Auch Öl oder Wachs als natürliche Imprägnierung steht einem Holzhaus sehr gut.

 

Dos and Don’ts beim Aufbau

 

Dos

  • Erstellung eines genauen & ausführlichen Bauplans
  • Budgetierung so genau wie möglich
  • ausreichenden Zeitplan ausarbeiten
  • Bei Eigenbau Bausicherheit prüfen
  • Bauantrag über gesetzliche antragsfreie Baugröße

Gartenhaus selber bauen ▷ Beispiele  Materialien & Kosten im Überblick

Don’ts

  • Kostenschätzung statt Budgetierung
  • keine verschiedenen Angebote bei Auftragsvergabe
  • fehlendes Fundament bei größeren gebäuden
  • fehlender Bauantrag oder Nachfrage beim Bauamt
  • fehlende Absprache mit der Nachbarschaft

Gartenhaus selber bauen ▷ Beispiele  Materialien & Kosten im Überblick

 

7. Fundament oder nicht? Worauf soll das Gartenhaus stehen?

Ein Fundament dient der Baustandsicherheit eines Gebäudes. Es soll verhindern, dass Teile des Gebäudes absinken und es sich in sich verzieht und somit instabil wird. Weiterhin dient es der Befestigung des Baugrundes, was besonders bei weichen Untergründen oder Hanglagen wichtig ist. Manche Untergründe sind so schwierig, dass Pfahlgründungen vonnöten sind, manche wiederum so fest, dass einfache Erdanker reichen. Letztlich dient das Fundament auch der Befestigung des Hauses, um nicht nur Druck- sondern auch Zugkräften bspw. durch Winde auszuhalten. Einfache, kleine und genehmigungsfreie Gebäude benötigen nicht nur kein festes Fundament, sondern dürfen auch keines haben, welches sich nicht problemlos entfernen lässt.

 

Größere Gartenhäuser wiederum, die per Bauantrag genehmigt werden, benötigen meistens ein Betonfundament, entweder mit gegossener Bodenplatte oder als einfacheres Streifenfundament ausgeführt, um die notwendige Bausicherheit zu gewährleisten.

 

Beispiel, wie ein Gartenhaus-Fundament gegossen wird.

Beispiel, wie ein Gartenhaus-Fundament gegossen wird.

 

8. Fertigteilhaus vs. Bausatz

Gartenhäuser aus dem Katalog haben den Vorteil, dass sie schneller aufgebaut sind und alle Teile in ihrer richtigen Menge und Größe vorhanden sind. Weiterhin werden Bausätze durch Ingenieure entwickelt und erprobt und erfüllen somit alle gängigen Vorschriften für Statik, Sicherheit und Stabilität. Durch die vielen Angebote an Fertigteilhäusern oder Gartenhäusern als Bausatz kann man die verschiedenen Leistungen und Qualitäten gut vergleichen, gerade auch im Hinblick auf ein eventuell selbst gebautes Haus. Aber auch Bausätze für ein Gartenhaus, welches größer als 10 Kubikmeter ist, braucht eine entsprechende Gründung. Man kommt also auch bei einem Fertigteilhaus nicht umhin, ein Fundament zu gießen. Aufgrund der bei einem Bausatz beiliegenden Hinweise kann man das Fundament passgenau fertigen. Aber man kann auch für ein selbst gebautes Haus wertvolle Hinweise für die Größe und Relation eines Fundaments herauslesen. Daher ist der Vergleich, auch wenn man sein Haus individuell plant, mit einem Bausatz immer wertvoll und empfehlenswert.

 

Arten der Bausätze und Fertigteilhäuser

Da ein Gartenhaus individuell zu planen und zu bauen nicht nur aufwendig und auch teuer ist, sondern auch Erfahrung, Geschick und Zeit erfordert, greifen viele Gartenfreunde zu den vorhandenen Bausätzen aus Baumarkt und Möbelhaus. Neben den Vier-Wände-Tür-Fenster-Dach-Varianten existieren mittlerweile von allen Größen, Qualitäten und auch Fertigungsarten und Baustilen Bausätze. Ob moderner Bauhauskarton oder Bullerbü-Stil – es gibt sie alle. Viele Dachformen sind heutzutage möglich: Flachdach, Satteldach, Pultdach, Spitzdach, Finnhütte, Walmdach, Schrägdach und andere. Es gibt sie in Wandstärken von 14 bis weit über 70 mm. Zusätzlich natürlich noch die Bohlenbauweise.

 

Folgende Bauweisen sind üblich:

 

Gartenhaus in Blockbohlenbauweise

Blockbohlenbauweise: Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um ein Gartenhaus, das aus massiven, ineinander gelegten Holzbohlen besteht. Diese finnische oder nordische Bauart ist traditionell sehr massiv, sehr urig, durch die Materialdicke stabil und wärmedämmend, aber eben auch teuer.

Gartenhaus in Steck  und Schraubbauweise

Steck- und Schraubbauweise: Bei diesem System wird zuerst das Grundgerüst des Gartenhauses aufgestellt. Die Wandverkleidung ist mit Nut und Feder ausgestattet, so dass die einzelnen Bretter nun einzeln an die Pfosten geschraubt werden können und sich wie bei der Elementbauweise ineinander verhaken und stabilisieren.

Gartenhaus in Elementbauweise

Elementbauweise: Die einfachste Art, ein Gartenhaus aufzubauen ist die Elementbauweise. Im Gegensatz zur Steck- und Schraubbauweise sind hier Fertigelemente nur noch an das Grundgerüst zu schrauben, fertig. Auch ist es manchmal so, dass die Eckpfeiler selbst eingefräste Schienen haben, in die man die Wandbretter nur aufeinander stapelt und diese sich selbstständig durch Nut und Feder halten.

Gartenhaus in Rahmenbauweise

Rahmenbauweise: Die Rahmenbauweise, bei Gartenhäusern fast immer die Holzrahmenbauweise ist eigentlich eine sehr alte Bauart von Gebäuden. Sie wird manchmal auch als Holzrahmenkonstruktion, Ständerbauweise oder Holzständerbau bezeichnet. Die Rahmenbauweise ist wie ein Skelett eine tragende Konstruktion, an der Wände, Fenster, Türen und Dach angebracht werden.

 

Vor- und Nachteile von Bausatz und individuellem Gartenhaus

Ob man sich für einen Bausatz entscheidet oder sein Gartenhaus selber bauen möchte. Für alles gibt es gute Gründe. Dennoch ist es sinnvoll, sich im Vorhinein auch über die Nachteile der jeweiligen Entscheidung bewusst zu werden.

 

Individuelles Gartenhaus:

 

  • Grundriss, Größe und Stil komplett selbst gestaltbar
  • durch recycelte Baustoffe nachhaltig und individuell
  • ideal für schwierige Gelände oder Geländeanpassungen
  • für geschickte und erfahrene Bastler ein sehr schönes Hobby
  • man braucht viel Erfahrung und Geschicklichkeit
  • Materialverfügbarkeit ist eingeschränkt oder braucht viel Geduld
  • Bausicherheit muss individuell berechnet und geplant werden
  • Budgetierung sehr schwierig. Kosten können explodieren.

Bausatz, Fertigteilhaus:

 

  • geprüfte Qualität, getestete ingenieurtechnische Lösung
  • sehr große Auswahl vieler Größen, formen und Stile
  • Kostenrahmen sehr gut kalkulierbar
  • kann auch ohne Vorkenntnisse errichtet werden
  • Angebot und Budget bestimmt Größe und Stil
  • keine individuellen Erweiterungen möglich (zumindest nicht ohne weiteres)
  • Geländeanpassung sehr schwierig
  • nicht nachhaltig, keine recycelten Materialien oder Wiederverwertung alter Bauelemente

 

Zubehör für Ihr Gartenhaus

Suchen Sie noch das passende Zubehör für Ihr Gartenhaus, wie beispielsweise Dachrinne, Bodenrahmen & Co? Dann sind Sie in unserem Preisvergleich genau richtig!

 

Gartenhaus selber bauen ▷ Beispiele  Materialien & Kosten im Überblick

 

9. Gartenhaus kaufen – Möglichkeiten und Alternativen

Um ein Gartenhaus zu kaufen, gibt es verschiedene Adressen, wo man diese bekommt. Möchte man ein Fertighaus kaufen, eignen sich spezielle Betriebe, aber eben auch Baumärkte oder Gartencenter. Bausätze können auch in Möbelhäusern gekauft werden. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, einen Bausatz von beispielsweise Gartenhäusern aus Holz im Internet zu kaufen.

 

Baumarkt oder Fachmarkt – was sind die Unterschiede?

Ein Baumarkt ist in erster Linie für die multifunktionale Versorgung in der Fläche verantwortlich. Das heißt, hier gibt es von der Schraube über den Vorschlaghammer bis hin kompletten Gartenhäusern alles. Aber das heißt auch, dass ein Baumarkt nicht unbedingt auf Gartenhäuser und deren Vielfalt spezialisiert ist. Dennoch gibt es spezielle Fachverkäufer oder kooperierende Fachbetriebe, die über den Baumarkt spezielle Fragen beantworten können. Ist man noch unsicher und möchte sich intensiver beraten lassen, sind Fachbetriebe sicherlich die bessere Wahl. Hier gibt es meistens noch die Option, sich das Gartenhaus nicht nur liefern, sondern auch aufbauen zu lassen.

 

Baumarkt:

 

  • große Auswahl
  • günstige bis mittelpreisige Angebote
  • Beratungsvermittlung auf Wunsch
  • Transport

Fachmarkt:

 

  • spezielle Auswahl von qualitativ hochwertigen Gartenhäusern
  • individuelle Fachberatung
  • Transport- und Aufbauservice
  • mögliche individuelle Anpassungen der Fertighäuser

 

 

10. Zusammenfassung

Ein Gartenhaus selbst zu bauen hat seinen ganz eigenen Reiz. Es ist eine schöne, aber auch ökologisch sinnvolle Arbeit, weil man gebrauchte Baumaterialien wiederverwenden kann, die Größe und den Stil seines Gartenhauses ganz individuell wählen und gestalten kann und weil man die beste Kontrolle hat, woher man seine Baustoffe bezieht. Andererseits benötigt man viel Zeit, Erfahrung und Geschick, um dieses Projekt zu verwirklichen.

 

Häufige Fragen (FAQ)

Braucht man eine Baugenehmigung für sein Gartenhaus?zuklappenaufklappen

Eine Baugenehmigung braucht man immer dann, wenn man sein Gartenhaus entweder im Außenbereich errichten möchte oder es die Mindestgröße von 10 Kubikmetern übersteigt. Dennoch ist Baurecht Ländersache, weswegen es im Einzelfall genau zu prüfen ist, ob eine Genehmigung eingeholt werden muss oder nicht. Genehmigungsfrei sind Gartenhäuser in Kleingartenanlagen bis 24 qm überdachter Fläche. Bedingung genehmigungfreier, aber größerer Gartenhäuser ist, dass sie schnell abzubauen sind. Insgesamt darf man in einem Gartenhaus genehmigungsfrei weder wohnen, heizen oder kochen.

Wie viel kostet ein Gartenhaus?zuklappenaufklappen

Die Kosten eines Gartenhauses setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Zum einen kann ein Gartenhaus, was man selbst bauen möchte, verschiedene recycelte Baustoffe haben. Alte Fenster, Türen, Wände, Bedachungen und so weiter. Dadurch können die Kosten für die Materialien gering gehalten werden. Aber aufgrund der fast immer einzuholenden Genehmigung muss ein Bauplan, eine technische Zeichnung, Grundrisse, Skizzen und eine statische Berechnung gemacht werden, die Geld kostet. Weiterhin können folgende Kosten hinzu kommen: Begradung des Bauplatzes, Erdaushub und Fundament.

Wie hoch darf ein Gartenhaus sein?zuklappenaufklappen

Die Kubikmeterbeschränkung für genehmigungsfreie Gartenhäuser zeigt schon einen deutlichen Hinweis. Alles was über das übliche Geschossmaß hinausgeht, ist genehmigungspflichtig. Zweigeschossige Gartenhäuser, auch diese gibt es als Bausatz, können mehrere zehntausend Euro kosten und zeigen, dass gerade die Höhe bauarchitektonisch eine Herausforderung ist. Die Statik, die Bausicherheit und die konstruktive Stabilität werden bei einer zweiten Etage deutlich komplexer. Wenn die Höhe nicht allzu entscheidend ist, sollte man unbedingt eingeschossig bleiben.

Wo darf man ein Gartenhaus errichten?zuklappenaufklappen

Ein Gartenhaus darf grundsätzlich nur im Bebauungsgebiet des Landes errichtet werden. Tabu sind Felder, Wälder oder gar besondere Schutzzonen wie ein Naturschutzgebiet. Aber auch für Gärten gelten besondere Regeln. Während in einer Kleingartenanlage problemlos Häuser bis zu 24 qm überdachter Fläche errichtet werden dürfen, ist bei freien Gärten erst einmal zu klären, ob sie sich im Außenbereich befinden oder als Agrarnutzungsfläche ausgewiesen sind. Im Zweifelsfalle sollte man sich beim Bauamt erkundigen, aber auch mit seinen Nachbarn sprechen.

Sind Bausätze sinnvolle Alternativen für ein Gartenhaus?zuklappenaufklappen

Bausätze können eine sinnvolle Alternative zu einem selbst entworfenen und gebauten Gartenhaus sein. Das liegt in allererster Linie daran, dass durch die geprüfte Qualität und Konstruktion die zu erwartenden Kosten gut kalkuliert werden können. Bei einer notwendigen Baugenehmigung gibt es einen fertigen Bauplan, den man einreichen kann. Dennoch hat ein Bausatz nicht die Nachhaltigkeit und den Charme eines selbst gebauten Gartenhauses. Daher ist im Vorhinein in Ruhe zu klären, wie viel Zeit man hat, welches Budget es gibt und wie viel Spaß, Erfahrung und Arbeitswillen man hat.

Über den Autor

Über den Autor: Dierk

Dierk ist Gründer, Ideengeber und Inhaber von PuroVivo.de. Mit über 3 Millionen Produkten im Bestand kümmert er sich zusammen mit seinem Team, um die Koordination und die Weiterentwicklung des Produktvergleiches.

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