Alternative Bestattung – Diamant und Weltraum

Ein Diamant aus Asche – ein Grab auf dem Mond

Alternative Bestattung – Diamant und Weltraum

Erdbestattungen in der herkömmlichen Form sind nach wie vor gefragt. Ins Blickfeld rücken daneben auch außergewöhnliche Wege, wie man den Seinen in bleibender Erinnerung bleiben kann. So finden ausgefallene Alternativen wohlhabende Interessenten. Ihr Anteil am Gesamtaufkommen steht jedoch in keinem Verhältnis zum Medienecho.

Wem die Vorstellung unangenehm ist, in der Erde bestattet zu werden, dem eröffnen sich seit einiger Zeit auch exotisch anmutende Alternativen. Die Idee ist reizvoll, aus der Asche eines geliebten Menschen einen echten Diamanten anfertigen zu lassen! So wird die Erinnerung an den Partner zu einem gern betrachteten Schmuckstück, das in der Sonne funkelt. Eine Schweizer Firma hat sich auf diesen Service spezialisiert und bietet seine Dienste auch weniger gut Betuchten an.

Das Verfahren: Von der Asche zum Diamanten

Von der Asche eines Menschen – etwa zwei bis drei Kilogramm bleiben nach dem Verbrennen übrig – genügt ein halbes Kilo, aus dem zunächst Kalium und Kalzium vom Kohlenstoff getrennt werden. Dieser Kohlenstoff wird unter hohen Temperaturen und unter hohem Druck zu einem Stück Graphit gepresst, bis in einem etwa sechs- bis achtwöchigen Verfahren – wieder unter hohen Temperaturen und hohem Druck – ein Rohdiamant entstanden ist. Auf Wunsch kann dieser Diamant nun geschliffen werden. Sehr beliebt ist der Diamant in Herzform. Dieser kann als Ring oder als Amulett getragen werden.

Moderate Preise

Die Preise sind erstaunlich moderat und können mit den Kosten für eine aufwendige Erdbestattung konkurrieren.
Den Folgeerscheinungen der Globalisierung – also weltweit mobile Menschen – kommt diese Art der „Bestattung“ sehr entgegen: unabhängig von Friedhöfen kann man einem geliebten Menschen immer nahe sein.

Weltraumbestattung

Für wen Geld keine Rolle spielt, überlegt sich vielleicht, einen Teil seiner Asche als Satellit in den Weltraum zu schießen oder auf dem Mond landen zu lassen. Eine Firma in Texas (USA) bietet diesen Dienst tatsächlich an – und verlangt pro Gramm Asche rund 8.000 € für ein Grab auf dem Erdtrabanten.

Haben Sie weitere Fragen? Besuchen Sie unsere Rubrik "Häufige Fragen".