Die Sterbegeldversicherung

eine sinnvolle Trauervorsorge

Die Sterbegeldversicherung

"Zu Lebzeiten denkt doch sowieso keiner an den Tod!" Dieses Vorurteil hält sich hartnäckig, stimmt aber nicht. Warum sonst würden Sterbegeldversicherungen boomen? Wir erklären, wie die Sterbegeldversicherungen funktionieren und was es bei dieser Art von Trauervorsorge zu beachten gilt.

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Im Prinzip eine kleine Lebensversicherung: Man spart einen bestimmten monatlichen Betrag für seine Bestattung. Stirbt man, zahlt die Sterbegeldversicherung die vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen aus.

Fließen alle Beiträge der Sterbegeldversicherung in den Sparanteil?

Bei vielen Sterbegeldversicherungen nicht: Ein Teil der Beitrage fließt in den Sparanteil und wird vom Anbieter mehr oder weniger gut verzinst. Der andere Teil wird für den Risikoschutz verwendet, denn die Versicherungssumme wird von der Sterbegeldversicherung garantiert ausbezahlt, auch wenn der Versicherte vorher stirbt.

Kann der Versicherungsschutz enden, bevor man stirbt?

Das ist nur möglich, wenn man die Sterbegeldversicherung vorab kündigt oder vor Laufzeit-Ende keine Beiträge mehr einzahlt. Ansonsten währt der Schutz der Sterbegeldversicherung bis ans Lebensende.

Wie hoch ist die Versicherungssumme normalerweise?

Begräbnisse sind teuer. Krankenkassen zahlen seit 2004 kein Sterbegeld mehr. In der Regel sollte man um die 5000 Euro haben. Solch einen Betrag kann man im Rahmen einer Sterbegeldversicherung ansparen – sinnvoll ist eine Zeit von 20 bis 25 Jahren, in der man monatlich kleine Beträge ab 10 Euro überweist. Natürlich sind auch „Last-Minute-Policen“ möglich: Sie kosten natürlich wesentlich mehr Beitrag und lohnen sich nicht immer.

Wie viel kostet eine Sterbegeldversicherung?

Die monatlichen Beiträge einer Sterbegeldversicherung hängen vom Alter ab – und vom gesundheitlichen Zustand des Versicherten. Wer früh anfängt, moderate Ziele hat und eine lange Laufzeit der Sterbegeldversicherung einplant, bekommt ihren Schutz schon ab ca. 10 Euro im Monat.

Gilt der Schutz einer Sterbegeldversicherung sofort?

Nicht immer: Bei manchen Gesellschaften müssen Neukunden, die über 55 Jahre alt sind, mit einer Wartezeit von rund drei Jahren rechnen. Während dieser Zeit bekommen die Angehörigen nur einen Teil der Versicherungssumme ausbezahlt. Andere Tarife verzichten zwar auf eine solche Wartezeit, stellen dafür aber ausführliche Gesundheitsfragen an die Versicherten. Wer schwer krank ist, erhält mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Schutz einer Sterbegeldversicherung.

Gibt es Alternativen zur Sterbegeldversicherung?

Natürlich kann man einfach Geld auf die hohe Kante legen, etwa in ein Tagesgeldkonto einzahlen. In Krisenzeiten besteht aber die Gefahr, dass man das Ersparte wieder angreift.

Eine weitere Alternative zur Sterbegeldversicherung ist eine Risikolebensversicherung, die ist für ältere Versicherte aber auch teurer.

Die dritte Möglichkeit ist ein Direktvertrag mit einem großen Bestatter. Mit dem kann man auch genaue Modalitäten für den Trauerfall ausmachen: Wie möchte ich beerdigt werden? Wie wird die Trauerfeier gestaltet? In welchem Rahmen soll alles geschehen?