Abgesang

Prominente über ihre Sterbe-Wünsche

Abgesang

Sie gehen in die „Geschichte“ ein und müssen doch sterben wie jeder andere auch: Stars, Schauspieler und Politiker. Was denken Prominente über das Thema Tod?

Sie leben ein ganz besonderes Leben im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Wenn Prominente über ihren Tod sprechen, klingen ihre Hoffnungen und Wünsche dagegen erstaunlich normal.

Ein ruhiger Abschied und ein Lied

Unter dem Titel „Wie wollen Sie sterben?“ veröffentlichte Die ZEIT 2007 eine kleine Umfrage unter deutschen Prominenten. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, ehemaliger Mannschaftsarzt der Nationalelf und des Bundesligisten Bayern München, weiß, was er nicht will: einen plötzlichen Tod oder ein Dahinvegetieren an lebensverlängernden Geräten. Müller Wohlfahrt möchte sich von Familie und Verwandten verabschieden können, das sei das wichtigste. Helmut Schmidt, Bundeskanzler a. D., hat eine Patientenverfügung geschrieben, die er stets in seiner Brieftasche mitführt. Er hofft, dass sich die Ärzte an die Verfügung halten und die wichtigen Entscheidungen Schmidts Frau und Tochter überlassen. Landesbischöfin Margot Käßmann möchte sich vor ihrem Tod von den Menschen verabschieden, alles erledigt haben und dann in Ruhe und mit Würde sterben. Sie wünscht sich dazu einen lieben Menschen an ihrer Seite, der ihre Hand hält, ein Vaterunser betet und „Befiel du deine Wege“ singt.

„Löffellisten“ und „kurze Zeit“ in Hollywood

Auch in Hollywood ist „Sterben“ bei Produzenten und Schauspielern Thema. Der Film "Der seltsame Fall des Benjamin Button" mit Brad Pitt thematisiert das besondere Leben des alt geborenen und als Säugling sterbenden Buttons. Er habe begriffen, dass die Zeit kurz sei, sagt Pitt auf FemaleFirst.co.uk und fügt an „Ich weiß nicht, ob ich noch einen Tag, zehn Tage oder 40 Jahre habe. Habe ich die Hälfte hinter mir oder bin ich kurz vor dem Ende? Ich weiß es nicht, also habe ich sichergestellt, dass ich keinen Moment mit Belanglosigkeiten, Bitterkeit oder Faulheit verschwende, und dass ich mich mit den Menschen umgebe, die mir am wichtigsten sind“.
2008 erschien der Film "Das Beste kommt zum Schluss" mit Jack Nicholson und Morgan Freeman in den Hauptrollen. Der Film erzählt die Geschichte zweier todgeweihter Männer, die eine „Löffel-Liste“ - eine To-do-Liste bis zum nahenden „Löffel abgeben“ - aufstellen. Der Produzent des Films, Rob Reiner, äußerte sich im Interview mit dem Stern zum Umgang mit dem eigenen Tod: „Du fragst dich, was du mit deinem Leben gemacht hast, ob es von Bedeutung war. Das schwingt plötzlich mit.“ Mit dem 60. Geburtstag kämen solche Fragen zwangsläufig auf, so der Produzent.

Nach ganz gewöhnlichen Lebensweisheiten klingen die Aussagen der Prominenten. Immer schwingt Demut mit, wenn es um das zwangsläufige Lebensende geht. Wie geht es Ihnen, wenn Sie an das Lebensende denken? Und wie denken Sie über die Sterbevorstellungen der Prominenten? Diskutieren Sie mit uns im Forum.