Ein modernes Bestattungsunternehmen nimmt Angehörigen eine Fülle unangenehmer Aufgaben ab und kümmert sich um einen würdigen Abschied von einem geliebten Menschen. Der Bestatter ist auch ein Berater zu Lebzeiten, um vorsorglich planen zu können.
Was Bestatter seit 1810 als professionelles Gewerbe betreiben, war in den Jahrhunderten davor Aufgabe der Familie, der Nachbarn und der Gemeinschaft, in der der Verstorbene lebte. In die diskreten Unternehmen ist mit dem Aufkommen von Sargdiscountern und mit dem zunehmenden Preisbewusstsein der Angehörigen Bewegung geraten. Die Auswirkungen von Globalisierung sind auch in dieser von Tradition geprägten Branche mehr und mehr erkennbar.
In der seelischen Ausnahmesituation, in der sich Angehörige mit einem plötzlich und unerwartet eintretenden Todesfall befinden, kommt dem Bestattungsunternehmen die wichtige Rolle des Helfers und Kümmerers zu – und das rund um die Uhr. Kaum eine Aufgabe, die er Hinterbliebenen nicht abnehmen könnte – von lästigen Behördengängen über den Transport des Toten bis hin zur würdigen Ausgestaltung der Abschiedszeremonie.
Die ersten professionellen Unternehmen, die sich ausschließlich der Bestattung Toter widmeten, gingen hervor aus Sargtischlereien und Fuhrunternehmen. Diese Gewerke hatten schon immer mit dem Tod als Geschäft zu tun. Im Jahre 1875 waren es noch relativ wenige Institute, die sich zum ersten berufsständischen Verband zusammenschlossen. Heute sind im Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) etwa 3.500 Unternehmen vereinigt. Das entspricht einem Organisationsgrad der Branche von knapp 85%. Die meisten der insgesamt 4.000 Bestatter sind teilweise seit Jahrzehnten in den Orten ansässige Familienunternehmen, die zwischen drei und sieben Mitarbeiter beschäftigen. Achten Sie darauf, dass das von Ihnen beauftragte Unternehmen mit einem Prüfsiegel des BDB versehen ist.
Haben Sie weitere Fragen? Besuchen Sie unsere Rubrik "Häufige Fragen".