Jugendkriminalität

So schützen Sie Ihre Kinder vor Gewalt

Jugendkriminalität

Kinder und Jugendliche sind häufige Opfer von Gewaltdelikten – angefangen von Körperverletzung, Raub, räuberischer Erpressung bis hin zu Mord. Jungen und Mädchen sind gleichermaßen betroffen, wenn es um die Opfer von Kindesmisshandlung geht. Hierbei kann die Misshandlung sowohl in körperlicher als auch seelischer Gewalt bestehen, sowie in Vernachlässigung.

Kinder erleiden Misshandlungen hauptsächlichen im sog. sozialen Nahraum: in der Familie, bei Verwandten oder Pflegeeltern. Hierbei ist auch das Phänomen zu beobachten, dass Kinder, die in ihrer Kindheit Gewalt erfahren haben, auch im Erwachsenenalter stärker dazu neigen, Schwächeren und Jüngeren Gewalt anzutun. Somit entsteht ein „Teufelskreis“ der Gewalt.

Ein Großteil der Misshandlungen an Kindern und Jugendlichen stammt allerdings nicht nur von Erwachsenen, sondern auch von Gleichaltrigen.

So schützen Sie Ihre Kinder vor Gewalt und Jugendkriminalität:

Es ist nach wie vor umstritten, welchen Anteil die Erziehung und welchen Anteil die Genetik am Verhalten eines Menschen hat, allerdings steht fest, dass die Anfälligkeit und Tendenz zu Gewalt und Jugendkriminalität deutlich geringer ist, wer seinen Kindern ein positives Vorbild ist. Folgend finden Sie Tipps der PuroVivo.de Redaktion für eine möglichst gewaltfreie Sozialisation Ihres Kindes:

  • Sprechen Sie häufig mit den Eltern anderer Kinder und den Lehrern Ihres Kindes.
  • Themen wie Jugendkriminalität, Gewalt, Erpressung, Diebstahl, Raub und Nötigung sollten nicht tabuisiert werden, sondern direkt auf Elternabenden angesprochen werden.
  • Gehen Sie auf Ihr Kind ein und hören Sie ihm gut zu. Versuchen Sie einfühlsam darauf einzugehen, wenn es von gewalttätigen Auseinandersetzungen erzählt oder es mit Verletzungen nach Hause kommt oder ihm z.B. ein wertvolles Kleidungsstück fehlt.
  • Ihr Kind sollte keine größeren Geldbeträge oder wertvolle Sachen mit in die Schule nehmen.
  • Sollte in Ihrer Geldbörse Geld fehlen oder anderweitige Sachen verschwunden sein, gehen Sie diesem auf dem Grund. Seien Sie jedoch einfühlsam, denn sollte Ihr Kind erpresst werden, hat es große Angst.
  • Bringen Sie in Erfahrung, mit wem Ihr Kind in der Schule und in der Freizeit Umgang pflegt. Reden Sie mit ihm über seine Freunde und Bekannten, sowie über Nöte und Wünsche.
  • Zeigen Sie ihrem Kind Grenzen auf, jedoch sollte es bei Problemen keine Angst haben müssen zu Ihnen zu kommen, weil es Angst vor Strafen hat.

Bei weiteren Fragen sind die Jugendsachbearbeiter und Jugendbeauftragten der Polizei mögliche Ansprechpartner zum Thema Jugendkriminalität, sowie die örtlichen Erziehungsberatungsstellen und Jugendämter.