Nach dem Urlaub kommt oft die böse Überraschung: Einbrecher haben alles auf den Kopf gestellt und wertvolle Gegenstände mitgenommen – besonders beliebt sind Bargeld, Schmuck, Computer und hochwertige Elektrogeräte. Ihr Online Vorsorgeratgeber gibt Ihnen in einem informativen Zweiteiler 21 Tipps zur Diebstahlprävention.
Tipp 1: Fenster und Fenstertüren schützen!
Oft steigen Diebe über Balkon- und Terrassentüren ein, indem sie die Fenster mit einem einfachen Schraubendreher aufhebeln. Auch Fenster im Erdgeschoss und Souterrain sind beliebte Angriffsflächen. Seltener wird das Glas eingeschlagen – das ist oft zu laut und könnte Zeugen alarmieren. Besonders einfach haben es die Langfinger, wenn Fenster oder Fenstertüren gekippt sind. Wer sein Haus verlässt (auch für kurze Zeit), sollte deshalb alle gekippten Fenster schließen. Wird dadurch etwas entwendet, muss die Versicherung nicht zahlen! Sie kann dem Versicherten „grobe Fahrlässigkeit“ vorwerfen.
Neuralgische Punkte bilden außerdem Dachfenster, Dachflächenfenster und Lichtkuppeln in flachgeneigten Dächern. Sichern Sie bitte auch Ihre Terrassentüren! Die sind besonders gefährdet, weil sie in vielen Fällen von außerhalb des Grundstücks schlecht einsehbar sind. Und denken Sie bitte an Fenster, die über Kletterhilfen wie Leitern, Bäume oder Gartenmöbel erreichbar sind.
Tipp 2: Das Haus auch tagsüber gegen Diebstahl sichern!
In der Nacht kommen die Diebe? Nicht immer! Mehr als ein Drittel der Wohnungseinbrüche wird tagsüber begangen. Besonders in Großstädten ist diese Quote noch höher. Deshalb: Wenn Sie die Wohnung verlassen, immer gut zuschließen!
Tipp 3: Mechanische Sicherungen halten Langfinger ab!
Sichern Sie Haus- und Wohnungstüren, auch Nebeneingänge, Balkon- und Terrassentüren sowie die Fenster mit mechanischen Sicherungen. Gut gesicherte Fenster und Türen zu öffnen, erfordern in der Regel einen hohen Zeitaufwand und verursacht Lärm. Davor schrecken auch „Einbruch-Profis“ zurück, weiß die Polizei.
Tipp 4: Doppelt hält besser!
Ein Zusatzschloss mit Sperrbügel an der Tür anbringen: Das schützt Sie vor Einbrechern und ist sehr einfaches wie kostengünstiges Mittel im Objektschutz.
Tipp 5: Rolläden sichern
Viele Kunststoffrollläden kann man von außen einfach hochschieben. Deshalb bieten sie kaum Einbruchschutz. Mit einfachen Schlössern kann man sie gegen das Hochschieben sichern. Und bitte die Fenster zusätzlich schützen!
Tipp 6: Keller vergittern!
Damit Einbrecher nicht durch Kellerfenster oder Schächte ins Haus eindringen können, sollten Sie diese mit massiven Gittern schützen – und bitte auch fest verankern.
Tipp 7: Wachsam sein
Die Polizei braucht Ihre Hilfe! Wenn Sie verdächtige Personen beobachten, alarmieren Sie sofort die Polizei Notruf 110.
Tipp 8: Sicherheitsschloss einbauen
Bewährt haben sich einbruchhemmende Schlösser mit besonders geschütztem Profilzylinder. Dazu einen Schutzbeschlag mit zusätzlicher Zylinderabdeckung einbauen.
Tipp 9: Aufhebeln verhindern
Ein Schloss allein genügt nicht, auch das Mauerwerk können Sie schützen: Verankerte oder verlängerte Schließbleche verhindern das Aufhebeln der Tür, Hintergreifhaken erschweren das Aufhebeln im Bandbereich. Und denken Sie bitte auch daran, schwache Türblätter zu verstärken.
Tipp 10: Ein Sperrbügel verhindert das Aufstoßen
Hat Ihr Zusatzschloss einen Sperrbügel? Gut, denn das verhindert, dass ein Eindringling die spaltbreit geöffnete Tür aufstoßen kann. Alternativ dazu schützt Sie auch ein Querriegelschloss.
Lesen Sie hier den zweiten Teil zum Thema: Sicherheitstipps zur Einbruchsicherung!