Wer in die private Krankenversicherung wechseln will, hat die Qual der Wahl: Zahlreiche Tarife von verschiedenen Anbietern sind erhältlich – und der interessierte Kunde verliert bei der Vielzahl der Angebote schnell den Überblick.
Um sich einen ersten Eindruck von den einzelnen Versicherungstarifen machen zu können und die darin enthaltenen Versicherungsleistungen vergleichen zu können, ist das Heranziehen von Testurteilen und Verbraucherschutzseiten sinnvoll. Auf den Internetseiten von Verbraucherschützern sowie bei Berichten der Stiftung Warentest kann man regelmäßig nachlesen, welche privaten Krankenversicherungen es gibt und wie die diese in Tests jeweils beurteilt wurden. Die Tests werden mit Modellkunden (z.B. Mann, 28 Jahre, Single, angestellt) durchgeführt, wobei verschiedene Kriterien Berücksichtigung finden.
Zu den Kriterien gehört natürlich in erster Linie der Versicherungsbeitrag – aber auch weitaus mehr. Es wird vor allem beurteilt, wie gut das Preis-Leistungsverhältnis des jeweiligen Versicherungsangebotes ist. Hier bestehen zum Teil beträchtliche Unterschiede. Teilweise werden über 200 Euro mehr monatlich bezahlt für exakt die gleichen Leistungen. Nicht jede private Krankenkasse ist also gleich – und nicht immer ist die vermeintlich günstigste Lösung auch die beste, denn dann fehlen oftmals wünschenswerte Leistungen.
Bei einem PKV Versicherungsvergleich muss berücksichtigt werden, dass die meisten Versicherungen nach dem Baukastenprinzip arbeiten. Dies bedeutet, dass sich der Kunde seine Leistungen individuell zusammenstellen kann. Um genau vergleichen zu können, müssen natürlich überall die gleichen Leistungen zusammengestellt werden.
Generell empfiehlt es sich, auch selbst einen private Krankenversicherung Online Vergleich durchzuführen. Dies ist auf vielen Internetportalen kostenlos und unverbindlich möglich. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass der angegebene Versicherungsbeitrag immer nur eine Orientierung darstellt. Denn die Beiträge werden individuell aus Faktoren wie Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand bemessen. Der Beitragssatz ist, anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung, einkommensunabhängig. Mit zunehmendem Alter und bei Vorerkrankungen steigt der Versicherungsbeitrag in der privaten Krankenversicherung an. Eine kostenlose Mitversicherung von Angehörigen ist in der privaten Krankenkasse ebenfalls nicht möglich. Ob sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung deshalb lohnt, ist immer im Einzelfall zu entscheiden – der Wechsel sollte jedenfalls gut überlegt werden.

