Geschlechtskrankheiten - Risiken und Folgen

Häufig bleiben Geschlechtskrankheiten unentdeckt, die Gefahr wird verharmlost

Geschlechtskrankheiten  - Risiken und Folgen

Ob im Urlaub, auf Reisen oder in heimischen Gefilden – immer wieder locken sexuelle Abenteuer. Aber an die Folgen will niemand denken. Dabei sind es nicht nur HIV und Hepatitis, die man sich durch ungeschützten Verkehr einheimsen kann. Auch weniger bekannte Krankheiten wie Syphilis oder Chlamydien sollten nicht verharmlost werden, denn oftmals lange Zeit unerkannt, können die Infektionen einen gefährlichen Verlauf nehmen. Wir geben wertvolle Tipps und klären über Risiken und Folgen einer unbedachten „Sexkultur“ auf.

Bis zum Jahre zweitausend gingen die Infektionen mit Geschlechtskrankheiten stetig zurück. Die Aufmerksamkeit der Krankheitsbilder nahm in der breiten Öffentlichkeit ab. Verheerend, denn in den letzten Jahren stieg die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich an. Neben den „klassischen" Geschlechtskrankheiten wie HIV, Syphilis und Hepatitis, für die nach wie vor Meldepflicht besteht, gibt es noch zahlreiche andere Infektionskrankheiten, die wenn nicht rechtzeitig erkannt, schlimme Folgen für die Betroffenen haben können.

Die wichtigsten Geschlechtskrankheiten im Überblick:

HIV-Infektion ist ein Immunschwäche-Virus. Eine Ansteckung führt nach unterschiedlicher, zumeist mehrjähriger Inkubationszeit zu Aids. Eine nach wie vor unheilbare Immunschwächekrankheit. Durch Antibiotika und den weitgeschritten Stand der Forschung kein ein Ausbruch mittlerweile auf lange Zeit hinausgeschoben werden. Als einziger und wichtigster Schutz gilt es nach wie vor ein Kondom beim Verkehr zu verwenden.

Hepatitis B ist eine Infektionskrankheit der Leber mit dem Hepatitis-B-Virus, die in den meisten Fällen nur akut, gelegentlich auch chronisch verlaufen kann. Die Therapie einer Hepatitis B Erkrankung ist nur eingeschränkt möglich, deshalb ist eine Impfung die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Infektion.

Herpes-Viren sind Erreger der verschiedenen Simplex-Infektionen. Man unterscheidet dabei vor allem zwischen Lippen- und Genitalherpes. Übertragen wird diese Erkrankung durch Körperkontakt wie Küssen oder im Genitalbereich durch ungeschützten Verkehr.

Syphilis ist eine Erkrankung die sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen kann. Allgemein ist der Verlauf durch einen vielfältigen Haut- und Organbefall gekennzeichnet. Die Erkrankung kann durch Antibiotika erfolgreich geheilt werden.

Chlamydien sind Bakterien die, wenn Sie nicht erkannt und behandelt werden, zu schweren Verläufen wie Erblindung oder Unfruchtbarkeit führen können. Chlamydieninfektionen können mit entsprechenden Antibiotika einfach und ohne Folgeschäden behandelt werden. Vor allem Frauen sollten darauf achten beim Frauenarzt nach ungeschütztem Verkehr einen Abstrich machen zu lassen. Die Kasse übernimmt bei Verdacht auf eine Infektion die Kosten. Folgeschäden können dadurch effektiv und ohne Aufwand vorgebeugt werden.

HP-Viren können bei infizierten Zellen tumorartiges Wachstum fördern. Bei Frauen besteht die Gefahr des Gebärmutterhalskrebses. Seit 2006 gibt es eine Impfung gegen die „high-risk“-HP-Viren, von der man sich ein vermindertes Risiko eines entstehenden Gebärmutterhalskrebses erhofft. Eine Impfung macht nur Sinn, sofern die Frau noch nicht mit HP-Viren infiziert ist. Die Folgewirkungen der Impfung sind nicht bekannt. Die Impfung wird bis zum 26-Lebensjahr von den Krankenkassen gezahlt.

Tipps: Nach ungeschütztem Verkehr oder möglichen Beschwerden sollten Sie in jedem Fall zur Kontrolle einen Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten oder einen Urologen bzw. Gynäkologen aufsuchen.

Um Geschlechtskrankheiten sinnvoll vorzubeugen ist ein Kondom nach wie vor der wichtigste Schutz.

Man sollte sich daran erinnern, dass man für wenige Minuten unbedachtes Vergnügen unter Umständen einen hohen Preis zahlen muss.

 

 

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Geschlechtskrankheiten gemacht? Was machen Sie für ihren eigenen Schutz?  Was für eine Einstellung zum geschützten Verkehr beobachten Sie in ihrem Umfeld? Glauben Sie, dass das Thema derzeit noch präsent genug ist oder vertreten Sie auch die Meinung, dass man derzeit allzu unbedarft mit diesem Thema umgeht? Teilen Sie uns ihre Meinung zu diesem Thema in unserem Forum mit.  

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