Krebsvorsorge – Wer, Wann, Wie?

Wertvolle Tipps für eine rechtzeitige Früherkennung

Krebsvorsorge – Wer, Wann, Wie?

Krebs zählt zu einer der häufigsten Todesursachen unserer Zeit. Dennoch wird das Thema häufig unterschätzt, bist es zu spät ist. Das muss nicht sein. Rechtzeitige Vorsorge kann Leben retten. Im Frühstadium erkannter Krebs kann in vielen Fällen vollständig geheilt werden. Wir geben wertvolle Tipps, die sie bei der Vorsorge beachten sollten.

Wer körperbewusst lebt und aufmerksam ist, kann verschiedenste Krebsformen durch auffällige körperliche Veränderungen früh feststellen. Wichtig ist, sich in regelmäßigen Abständen  Zeit für eine eigene Kontrolle zu nehmen.

Insbesondere die häufigen Krebsformen wie Haut- und Brustkrebs  lassen sich durch einen regelmäßigen Körpercheck selbst ausfindig machen.  

  •  Hautkrebs

- Asymmetrische, ungleichmäßige und veränderte, dunkle Hautflecken können Anzeichen einer Krebsform im Anfangsstadium sein. Stellen sie solche Veränderungen fest, gilt es gerade im Zweifelsfall sofort einen Hautarzt aufzusuchen.  Es gilt: Besser einmal zu viel, als einmal zu wenig.

- Auch aus normalen Leberflecken, die seit Geburt an bestehen können sich im Laufe der Jahre gefährliche Gewebeveränderungen entwickeln. Deswegen sollte man seine Leberflecke regelmäßig von einem erfahrenen Hautarzt untersuchen lassen.

  • Brustkrebs

- Ähnlich wie beim Hautkrebs kann auch Brustkrebs durch eigenes, vorsichtiges Abtasten der Brüste schon in einem sehr frühen Stadium erkannt werden. Tasten sie alle paar Wochen (mindesten einmal im Monat) ihre Brüste vorsichtig ab. Bemerken sie Veränderungen oder Knubbel, selbst kleine, können diese Hinweise auf ein Mammakarzinom sein.  In jedem Fall ist umgehend ein Arzt oder Frauenarzt aufzusuchen.

- Auch die Lymphknoten in den Achselhöhlen sollten nicht vergessen werden. An diesen Körperstellen kann sich ebenfalls ein Krebs einlagern.

  • Eierstockkrebs

- Erst wenn der Krebs soweit fortgeschritten ist, das er auf die anderen Organe drückt, ist das Wohlbefinden der Patienten ersichtlich eingeschränkt.  Aber bereits vorher gibt es subtile Hinweise, die auf ein Ovarialkarzinom hindeuten können.

- Unregelmäßige Blutungen außerhalb der Monatsregel oder nach den Wechseljahren.

- Magenblähungen und Verdauungsprobleme über einen längeren Zeitraum ohne dass andere Gründe gefunden werden können.

- Gewichtsabnahme, mit gleichzeitiger Zunahme des Bauchumfanges

- Haben Sie bedenken, suchen Sie einen Arzt auf. Durch eine unkomplizierte Ultraschalluntersuchung kann ein Eierstockkrebs  schnell ausfindig gemacht werden. Ob bösartig oder gutartig, muss dann anhand weiterer Folgeuntersuchungen ermittelt werden.

  • Darmkrebs

 - Menschen, in deren Familienstammbaum Krebsfälle aufgetreten sind, sollten aufmerksam sein, denn gerade Darmkrebs kann vererbt werden.

- Hinzukommen ferner Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Eine gesunde, Ballaststoff- und rohkosthaltige Nahrung ist empfehlenswert. Rauchen aber auch Alkohol können zudem jegliche Krebsformen begünstigen.

  • Kostenübernahme bei Krebsvorsorge

 Die Krankenkassen übernehmen nur die vom Bundesausschuss festgelegten Grundleistungen. Die reichen in vielen Fällen jedoch völlig aus. Bei Menschen mit erhöhtem Krebsrisiko (durch gehäuftes Vorkommen in vorherigen Generationen) werden darüber hinaus von den Krankenkassen Zusatzleistungen zur Vorsorge angeboten.

  • Bei Frauen

beginnt die Krebsvorsorge ab dem 20. Lebensjahr.
Einmal im Jahr kann eine Frau ab diesem Alter eine kostenlose Krebskontrolle bei ihrem Frauenarzt in Anspruch nehmen.

Ab 30 kommt dann eine intensivere Kontrolle die auch den Hautbereich beim Dermatologen abdeckt, kostenlos hinzu.

Im Alter von 50 bis 59 wird die Früherkennung durch ein kostenloses Mammographie-Screening erweitert.  

Ab 50 sollte auch eine Darmspiegelung erfolgen.  Einmalig wird der Test von den Krankenkassen gezahlt. Da man davon ausgeht, dass sich in den nächsten zehn Jahren kein Darmkrebs bildet.
Ein Okkulttest kann ebenfalls sinnvoll sein. Er wird zwischen dem 50 und 55 Lebensjahr von den Kassen gezahlt.

  • Männer

sollten ab dem 45. Lebensjahr vorsorgen. Die Untersuchung beim Urologen gehört neben einem Haut-Check zum Routine-Programm.
Ab dem Alter von 50 Jahren ist in Zehnjahres Abständen eine Darmspiegelung ratsam.

Nutzen Sie die von den Krankenkassen gezahlten Leistungen, denn das Spektrum reicht völlig aus um ein vernünftige Grundvorsorge abzudecken. Häufig werden diese Angebote kaum bis gar nicht genutzt. Vergessen Sie nicht, es geht um Ihre Vorsorge und ihr Leben.  
 

Was unternehmen Sie für Ihre Krebsvorsorge? Welche Erfahrungen haben Sie mit ihrer Vorsorge gemacht und was glauben Sie kann hilfreich sein um sich sinnvoll zu schützen? Erzählen Sie uns über Ihre Erfahrungen und persönlichen Beobachtungen zu diesem Thema in unserem Forum.

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