Die Palliativmedizin

Wege zu einem schonungsvollen Umgang mit dem Tod

Die Palliativmedizin

Die Lücke zwischen medizinischer Versorgung und einer umfassenden Begleitung auf dem letzten Stück des Lebensweges versucht die Palliativmedizin zu schließen. Durch die gesetzliche Regelung im April 2007 ist die Palliativmedizin seit nunmehr 2 Jahren rechtlich bindend anerkannt.

Bei der Palliativmedizin geht es vor allem um eine ganzheitliche Betrachtung und Unterstützung der Menschen, die bei nicht mehr zu stoppendem Krankheitsverlauf, der mit festgestellter Sicherheit mit einem mehr oder minder nahen Todeseintritt einhergehen wird, genügend medizinische und seelische Unterstützung zu erhalten, um ihnen diesen Weg um ein Mögliches zu erleichtern.

Viele Betroffene sind dankbar für die tiefe Leidenserleichterung, die sie durch die Palliativmedizin erfahren dürfen. Denn durch die größtmögliche Schmerzbefreiung hat der Patient die Chance sich wesentlichen Themen seiner eigenen Lebensbewältigung zuwenden zu können. Auch hier erhält er im Rahmen der Palliativmedizin fachgerechte Unterstützung, die sich auf die individuellen Bedürfnisse des betreffenden Patienten einzustellen weiß. Das Resultat ist auf beiden Seiten ein enormer Gewinn. Therapeuten und Patient unterstützen sich gegenseitig mit Blick auf ihr gemeinsames Ziel: Ein möglichst unbeschwerter und gelassener Sterbeprozess.

Heilen, mildern, lindern und beistehen sind die Begriffe, die die Palliativmedizin gelungen umschreiben. All jene Komponenten, die den letzten Weg tatsächlich erleichtern können.

Die Palliativmedizin erlebte gerade in den letzten zehn Jahren einen bedeutungsvollen Umbruch. Seither konnte Sie sich stetig in ihren Kapazitäten ausweiten. Ein Teil dieser Entwicklung ist dem deutschen Hospizwesen zuzuschreiben. Hinzu kommt das Engagement ärztlicher und kirchlicher Institutionen, die auf diesem Gebiet in den letzten Jahren wahre Aufklärungsarbeit geleistet haben.

Nichtsdestoweniger ist der Weg noch nicht zu Ende. Das Ziel einer allumfassenden Versorgung, unserer immer weiter alternden Gesellschaft, ist noch lange nicht erreicht. Jeder sollte in einigen Jahren das Recht haben, während seines letzten Lebensabschnittes, in der Sterbephase, mit einer palliativen Grundversorgung begleitet zu werden. Dafür muss weiterhin Aufklärung im Bereich palliativer Behandlungsmethoden betrieben werden. Nur so kann man gewährleisten, dass die Palliativmedizin als ein allseits anerkanntes, praktiziertes und respektiertes Element in unsere sozial vorsorgenden Gesellschaftsstrukturen integriert wird.

 

Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit der Palliativmedizin gemacht? Haben Sie vielleicht einen nahen Bekannten während der palliativen Behandlung begleitet? Wie haben Sie die Behandlung erlebt oder wie wurde die Behandlung von dem Betroffenen aufgenommen? Finden Sie den weiteren Ausbau einer palliativen Grundversorgung in den nächsten Jahren ebenfalls sinnvoll? Sprechen Sie mit uns über diese Themen in unserem Forum.

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