Für rheumatische Erkrankungen und Arbeitsausfälle werden in Deutschland jährlich rund 40 Mrd. Euro aufgewendet. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung von Rheuma ist wichtig und hat weniger Folgeschäden sowie eine höhere Lebensqualität zur Folge.
Rheuma kommt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie ziehender, reißender Schmerz. Im allgemeinen verstehen wir aber darunter alle Krankheiten im Bereich des Bewegungsapparates. Rheuma ist im engeren Sinne keine einheitliche Krankheit, sondern ein Oberbegriff für etwa 400 einzelne Erkrankungen, wobei es immer zu einer Störung des Immunsystems kommt. Es können fast alle Organe im Körper betroffen sein.
Man unterscheidet vier Hauptgruppen von rheumatischen Erkrankungen:
An Rheuma können nicht nur ältere Leute erkranken, auch Kinder und Jugendliche können betroffen sein. Mehr als ein viertel der deutschen Bevölkerung leidet an dauerhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates. Von Arthrose sind 5 Millionen Betroffen, die in der Regel über 60 Jahre alt sind. Auch von Osteoporose sind 5 Millionen Menschen Betroffen, davon überwiegend Frauen. Und von Schmerz- und Muskelerkrankungen sind 1-2 Millionen Menschen betroffen, meist Frauen ab 35 Jahren.
Typische Symptome für eine Rheumaerkrankung sind die sogenannte Morgensteifigkeit, die typischen rheumatischen Schmerzen, die vor allem in der Ruhe auftreten oder stärker werden und sich durch Bewegung bessern lassen. Außerdem sind druckempfindliche Stellen am Körper sowie Schwellungen und Schmerzen der Gelenke Anzeichen für eine rheumatische Erkrankung.
Meist kann die Krankheit aber auch mit hohen Fieber oder unklaren Erkrankungen der inneren Organe beginnen. So kann es sehr schwer sein eine frühzeitige Diagnose zu stellen.
Moderne Therapien zeichnen sich dadurch aus, dass verschiedene Methoden miteinander kombiniert werden. Das heißt für jeden einzelnen Patienten wird ein individueller Therapieplan zusammengestellt.
Wichtige Elemente der Rheumatherapie sind:
Alternative Therapien sind zum Beispiel Akkupunktur oder der Radon-Heilstollen.
Wobei die Akkupunktur sehr umstritten ist. Manche Patienten erfahren dadurch einen Effekt auf die Schmerzen und andere können keine Verbesserung verspüren.
Der Radon-Heilstollen wirkt durch die leichte Radioaktivität des Gesteins heilfördernd auf den Bewegungsapparat, die Haut sowie auf die Atemwege. Im Stollen herrscht eine sehr warme und feuchte Luft, die zu einer Erwärmung des Körpers führt. Dadurch entspannt sich die gesamte Muskulatur des Körpers und wird vom Patienten als sehr angenehm empfunden.
Leider kann man eine rheumatische Erkrankung nicht heilen. Man kann die Schmerzen der Patienten lindern sowie der Zerstörung der Gelenke und Organe entgegenwirken.
Dafür ist aber sehr entscheidend, dass die Krankheit frühzeitig erkannt wird und dann von einem Spezialisten behandelt werden kann.