Wenn Kopf- oder Rückenschmerzen länger als 6 Monate anhalten, spricht man von einer chronischen Schmerzkrankheit. In Deutschland leiden mehr als 10 Mio. Menschen darunter.
Jeder dritte deutsche Erwachsene leidet unter chronischen Schmerzen, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Schmerzpatienten sind meist zwischen 40 und 70 Jahre alt und am meisten von Migräne und Rückenschmerzen betroffen. Als Gründe für die Schmerzen werden meist Krankheiten, seelische Belastungen, Unfälle, Beruf sowie Operationen angegeben.
Eigentlich warnt und schützt ein Schmerz unseren Körper vor Verletzungen von außen und innen. Aber wenn dieser über einen längeren Zeitraum anhält, dann beeinträchtigt er unser ganzes Leben. Beeinträchtigungen zeigen sich in folgenden Bereichen:
Zunächst wird die Schmerzursache behandelt, wie zum Beispiel ein Blinddarm entfernt. Bleiben die Schmerzen trotz Behandlung der Schmerzursache bestehen, wird eine sogenannte symptomatische Schmerzbehandlung eingeleitet. Dies ist eine am Schmerz selbst angreifende Behandlung. Dafür wird für jeden Patienten ein individueller Therapieplan ausgearbeitet, meist mit einer Kombination von verschiedenen Medikamenten.
Unter Migräne leiden in Deutschland rund 2,5 Millionen Menschen. Dieser sogenannte Spannungskopfschmerz ist meist ein Warnsignal des überlastenden Körpers. Aber heutzutage lohnt sich der Gang zum Arzt, denn es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten.
Häufige Symptome für Migräne sind Übelkeit und Erbrechen. Der Schmerz bei einer Migräne lässt sich als anfallartig beschreiben und kann vier bis 72 Stunden andauern.
Auslöser sind sehr häufig Stress, Hormonschwankungen, bestimmte Nahrungsmittel sowie zu wenig Schlaf.
Schmerzmittel sind nur für kurzfristige Behandlungen geeignet. Von Patienten mit chronischen Krankheiten sollte eine Selbstmedikation grundsätzlich vermieden werden. Migräne kann man aber sehr gut und leicht vorbeugen durch regelmäßigen Schlaf, ausgewogene Ernährung, wenig Alkohol, Nikotin und Koffein sowie durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft.
Rund 75% der deutschen Bevölkerung leiden ständig oder gelegentlich an Rückenschmerzen, denn der Rücken ist einer der störungsanfälligsten Körperteile des Menschen. Besonders die Balance der Wirbelsäule erfordert ein perfektes Zusammenspiel der Muskeln. Die moderne Lebensweise, zu wenig Bewegung und meist einseitige Belastung des Rückens, fördert das Aufkommen von Rückenschmerzen.
Meist entstehen Schmerzen im Rücken durch häufige und einseitige Be- und Überbelastung. So kann das Zusammenspiel zwischen Muskeln, Gelenken und Bandscheiben erheblich gestört werden. Um diesen aufkommenden Schmerz dann zu vermeiden nimmt man automatisch eine Schonhaltung ein. Durch diese unnatürliche Haltung wiederrum verkrampft sich die Muskulatur auch weiterhin. Das wiederrum führt dazu, dass die Gelenke ober- und unterhalb der schmerzenden Stelle besonders beweglich sind und dadurch mehr arbeiten, um das Bewegungsdefizit auszugleichen und somit ebenfalls überlastet werden. Dieses ganze Szenario führt dazu, dass die gesamte Wirbelsäule überbelastet wird.
Ursachen von Rückenschmerzen sind meist Bewegungsmangel, Stress, einseitiges, langes sitzen oder stehen sowie schweres heben.
Vorbeugend wird empfohlen sich einen rückenschonenden Ausgleichssport zu suchen, wie zum Beispiel