Seit Wochen hat der strenge Winter Deutschland fest im Griff. Draußen ist es lausig kalt. Bis zu minus 15 Grad wird es gegen Abend. Trotzdem möchte man sich vielleicht noch sportlich betätigen, um nicht einzurosten. Doch ist es überhaupt gesund oder ohne gesundheitliches Risiko, bei diesen eisigen Temperaturen Sport zu treiben? Prof. Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln, gibt hilfreiche Tipps, auf was sie beim Sporteln bei Minus-Temperaturen achten sollten.
Sport kann bei diesen Temperaturen gesund sein
Sport treiben unter freiem Himmel hat im Winter zwei maßgebliche Vorteile. Erstens wird das Immunsystem intensiver gestärkt und damit auch die Abwehrkräfte. Diese intensive Stärkung kann man beispielsweise mit einem Besuch in der Sauna oder Kalt-Warm-Wechselduschen vergleichen. Zweitens wird Licht über die Haut aufgenommen. Dies regt die Bildung von Vitamin D an, welches für die wichtige Hormon- und Vitaminregulation ausschlaggebend ist.
Wann der winterliche Sport im Freien unterlassen werden sollte
Ab minus zehn bis minus zwölf Grad wird es kritisch. Es kommt gerade beim Joggen zu unangenehmen Reizhusten, da die Lungenbläschen zu stark gereizt werden. Hier würde ich den Spaziergang dem Laufen vorziehen.
So können sich „Wintersportler“ am besten vor dieser Kälte schützen
Die Temperatur des Körpers wird bis zu 50 Prozent über die Stirn reguliert. Jogger sollten bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine Mütze oder Stirnband tragen, damit die Stirn möglichst trocken bleibt. Das ist sehr wichtig. Bei dieser eisigen Kälte, auch in Verbindung mit Wind, ist ein Mundschutz unerlässlich (etwa ein Schal über Mund und Nase). So kann die kalte Luft nicht ihre Lunge (s.o.) eindringen.
Darauf sollten Jogger an kalten Tagen besonders zu achten
Die körperliche Belastung zu verringern ist das Wichtigste. Es reicht schon, etwas langsamer zu laufen. Somit wird die Herzfrequenz um fünf bis sechs Herzschläge pro Minute gesenkt und der Körper bleibt auch bei kaltem Wetter leistungsfähig. Denn bei einer solchen körperlichen Anstrengung unter diesen Umständen hat der Organismus einen erhöhten Energieeinsatz. Übrigens: Das Erkältungsrisiko ist bei Kälte nicht höher als bei Wärme. Bakterien in der Luft sind für Krankheiten verantwortlich und nicht die kalte Umgebung!









