Gesundheitsexperte Prof. Dr. Ingo Froböse: Treiben Sie Sport unter freiem Himmel - auch im Winter!

Gesundheitsexperte Prof. Dr. Ingo Froböse: Treiben Sie Sport unter freiem Himmel - auch im Winter!

Frische Luft ist gesund und belebt Körper und Geist. Dies ist allgemein bekannt. Dennoch zieht es die meisten unter uns im Winter in die Fitnessstudios oder Sporthallen, sofern man nicht gleich auf dem bequemen Sofa vor dem Fernseher Platz nimmt. Doch wie gesund ist der Gang in den Fitnesstempel? Welchen Einfluss hat beim Sporteln die Sonne oder die unangenehme Witterung auf unseren Körper?

Genauer betrachtet ist die Luft wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem. Während man im Fitnessstudio meist nur trockene Luft aus der Klimaanlage einatmet, die für den Aufbau von Abwehrkräften nicht gerade zuträglich ist und auch noch den Nasenschleimhäuten negativ zusetzt, so kann der Körper bei einem tiefen Atemzug im Freien mehr Sauerstoff aufnehmen - was viel gesünder ist, denn der Sauerstoffgehalt ist selbstreden draußen höher als drinnen! Denn der Sport bei einer steifen Brise regt die Schleimbildung in der Nase an. Dies hat zur Folge, dass Erkältungsviren und Keime bereits vom neugebildeten Schleimfilm in der Nase abgewehrt werden. Obendrein wird man bei Mehraufnahme von Sauerstoff leistungsfähiger. Das kalte Wetter reizt den Körper regelrecht, Sport zu treiben und sich zu bewegen. Dies hat zur Folge, dass sich der Körper an die Bedingungen anpasst, er durchblutet stärker und bildet mehr Abwehrstoffe. Das heißt im Klartext: Je öfter wir unter "härteren" Bedingungen trainieren, desto besser gewöhnt sich unser Organismus an die unterschiedlichen Verhältnisse - die Abhärtung setzt ein!

Noch ein weiterer Punkt ist wichtig für eine möglichst angenehme "Überwinterung". Das Licht und dessen positive Wirkung auf Körper und Geist! Ohne groß auf die biologischen Vorgänge eingehen zu wollen ist es wissenschaftlich erwiesen, dass durch UV-Strahlen auf der Haut das für die Knochenbildung und Blutzirkulation wichtige Vitamin D gebildet wird. Auch beugt man der sogenannten saisonal abhängigen Depression (SAD) vor. Symptome können Müdigkeit, Trägheit sowie übermäßige Traurigkeit sein. Diese kommt besonders bei Menschen zum Tragen, die im Winter eher Schokolade auf dem heimischen Sofa verspeisen, als dass sie sich zumindest unregelmäßig an der frischen Luft bewegen: Denn schon ein kurzer Gang um den Block reicht aus, um sich besser zu fühlen. Aber bitte darauf achten, dass die Hände und das Gesicht nicht bedeckt sind. Denn nur dann kann die Haut die Lichtstrahlen aufnehmen.

Also: Raus ins Freie, genießen Sie das Licht und die abwechslungsreiche Aussicht. Treiben Sie lieber Sport unter freiem Himmel als im Fitnessstudio. Wählen Sie warme und atmungsaktive Kleidung und schon kann es losgehen!

Dieser Artikel wurde von unserem PuroVivo.de Gesundheitsexperten Prof. Dr. Ingo Froböse verfasst.

Prof. Dr. Ingo Froböse ist Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln und zählt zu den führenden und bekanntesten Gesundheitsexperten in Deutschland. Seine Arbeitsgebiete sind insbesondere die Rehabilitation, die Prävention und der Gesundheitssport.