Die Organspende - Daten, Fakten und Tipps

Katharina Enneking
Beigetreten: 02.06.2009
Benutzer ist offline. Zuletzt anwesend vor 2 Jahre 24 Wochen.

Haben Sie schon Erfahrungen mit dem Thema Organspende in Ihrem näheren Umfeld gemacht? Welche Meinung vertreten Sie berzüglich dieser Thematik und der fortwährenden Diskussion rund um den Hirntod? Haben Sie sich schon einen Organspendeausweis zugelegt? Tauschen Sie sich in unserem Forum untereinander aus.

SaimAlkan
Beigetreten: 25.05.2009
Benutzer ist offline. Zuletzt anwesend vor 2 Jahre 28 Wochen.

Ich finde es sehr sinnvoll sich einen Spenderausweis anzulegen. das gibt jednefalls Sicherheit. Ob man tatsächlich selbst ein Organ spenden möchte ist dabei ja jedem selbst überlassen. Wenn man im Krankenhaus die schwer kranken Menschen sieht, die hoffnungsvoll auf ein Spendeorgan warten, ist das wirklich schwer mit anzusehen. Für diese Menschen tickt die Uhr. Die frage "Wann hört das endlich auf" kreist ständig durch ihren Kopf, ich glaube vor allem die Ungewissheit ist für diese Menschen schrecklich. Trotz allem glaube ich, sollte jeder wirklich selbst entscheiden, ob er für eine Spende in Frage kommt. Denn ist dies nicht der Fall, wäre damit ganz sicher Niemandem damit weitergeholfen. Man sollte auch nicht nur Spenden um etwas gutes zu tun. Das wäre nicht authentisch. Ich glaube gerade bei solchen Enstcheidungen sollte man wirklich auf sein Körpergefühl acht geben.

Justus
Beigetreten: 09.09.2008
Benutzer ist offline. Zuletzt anwesend vor 2 Jahre 20 Wochen.

Unter bestimmten Bedingungen können nach dem Tod die Organe entnommen und dann einem schwer erkrankten Menschen transplantiert werden.
Explizite Voraussetzungen für die Organspende sind a) die Einwilligung des Verstorbenen oder stellvertretend die Einwilligung seiner Angehörigen.
Als weitere Voraussetzung gilt: b) der Tod muss vorher durch vollständigen, irreversiblen Ausfall der gesamten Gehirntätigkeit, dem sogenannten Hirntod, eingetreten sein und dies bei gleichzeitiger künstlicher Aufrechterhaltung von Kreislauf und Atmung. Er muss von zwei unabhängigen Ärzten nach den Richtlinien der Bundesärztekammer zur Hirntod-Diagnostik festgestellt worden sein.

Im Rahmen der Organspende werden Nieren, Lunge, Herz, Leber, Pankreas sowie Dünndarm, zudem Gewebe wie beispielsweise Hornhaut und Knochen gespendet und transplantiert.

Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation wird durch die Organspende nach dem Tode jedes Jahr bis zu 4.000 Menschen in Deutschland geholfen, am Leben zu bleiben oder auch eine bessere Lebensqualität zu erfahren.