Popmusik zur Totenmesse? Der aufgebahrte Sarg als Konzert-Bühne? Die Meinungen der Menschen hierzulande sind dazu sehr unterschiedlich. Was finden Sie, darf auf einer Totenmesse egal welche Musik gespielt werden? Haben Sie vielleicht selbst schon Gedanken über ihren letzten Song auf Erden gemacht? Teilen Sie uns ihre Meinung mit!


Ich finds nicht schlecht. Und warum auch nicht. Jemand der sein ganzes Leben keine Kirchenmusik gehört hat, will die schließlich auch nicht auf seiner Beerdigung hören. Und man darf nicht vergessen: Die ganzen Klassiker waren zur Zeit ihrer Entstehung auch nichts anderes als die Popmusik der damaligen Zeit....
Also ich finds auch ganz gut. Auf der Beerdigung meines damals besten Freundes haben andere Freunde von ihm Metallica "Nothing else matters" auf der Kirchenorgel gespielt...DAS vergisst man sein Leben lang nicht.
Und klar habe ich mir schon Gedanken gemacht, welches Lied gespielt werden soll auf meiner letzten Reise. Das bleibt aber noch ein Geheimnis :)
Ich empfinde Musik bei Beerdigungen als gutes Medium, um in dem Rahmen an den Verstorbenen zu denken. Oftmals erlebte ich englische Songs, die man zu übersetzen versucht und auf den Lebensweg des Toten anzuwenden, also nach persönlichen Momenten zu suchen, wo Inhalt des Liedes zum Erlebten passen. Zudem denke ich, dass gerade die Lieblingsstücke etwas von dem Verstorbenen preisgeben, was man mit ihm / ihr verbinden kann.
Ich denke das dies in Zukunft zu jeder Bestattung von gerade jüngeren Menschen dazugehören wird, denn Musik hilft die Emotionen zu kanalisieren, was in Momenten der Trauer sicher ein guter Trost ist und beim Gedenken, Nachdenken, Erinnern hilft.
Und das Nachhaltige daran: immer wenn der Song im Nachgang gespielt wird, erinnert man sich auch an den Verstorbenen und kommt vielleicht auch auf die Idee, sich einfach mal wieder bei den Hinterbliebenen zu melden.
Musik ist also ein schöner Transfer zur Erinnerung.
Häufig verwendet, so auch nicht meine Musik, ist: Barockmusik.
Z.B. EMI "FuneralMusic/Trauermusik/Musiques funebres",
darauf ist aber nur ein "Lied" zu finden, aus "Dido and Aeneas" von Purcell: "When I an laid in earth" (ActIII).
Ansonsten:
Purcell "Funeral Music for Queen Maary-March"
Chopin (arr. Hartmann) "Marche funebre Op. 35"
Mozart " Masonic Funeral Music K.477"
Sibelius "Valse triste"
Pietätlos und dem Anlass nicht angemessen klingt die Wahl von Monthy Python: "Always look on the bright side of life", zu dem sich alle Trauergäste verpflichten mitzusingen oder zumindest mitzupfeifen, als Wunsch des Verstorbenen. Und DJ Ötzi ist ebenfalls nicht in Ordnung.
Aber wenn man es als die letzte Feier annimt, die für den verstorbenen Menschen ausgerichtet wird, drängt sich der Gedanke auf, dass er auch das Recht hat, mit der Musik aus dem Leben verabschiedet zu werden, die er als lebender Mensch gerne gehört hat.
Wiederkehrende Klassiker für Musik bei Beerdigungen wird es sicher bald geben. Das ist definitiv ein Trend und als Erinnerung an Verstorbene ein gutes Mittel, um positive Erlebnisse emotional in dem Moment des Hörens wieder zu erleben.
Meine Songauswahl würde sicher die Hinterbliebenen rühren und nicht so pathetisch anmuten. Das sollte man im Testament eintragen, um Freunde und Verwandte nicht mit der Auswahl des Bestatters, womöglich eines Trauermarsches zu konfrontieren. Somit rechtzeitig auch für die Beerdigung zu Lebzeiten vorsorgen und festhalten, was zur Beerdigung gespielt werden soll.
Ist das eigentlich ein Geschäft für die GEMA?
Mein Favorit: Herbert Grönemeyer "Der Weg".
Ein toller Song, der als Abschied von ihm für seine verstorbene Frau ein einfühlsamer Song und zugleich Chartstürmer war.
Toller emotionaler Text:
Ich kann nicht mehr sehn,
trau nicht mehr meinen Augen.
Kann kaum noch glauben,
Gefühle haben sich gedreht.
Ich bin viel zu träge um aufzugeben.
Es wäre auch zu früh,
weil immer was geht.
Wir waren verschworen,
Wären füreinander gestorben.
Haben den Regen gebogen,
uns Vertrauen geliehen.
Wir haben versucht,
auf der Schussfahrt zu wenden.
Nichts war zu spät,
Aber vieles zu früh.
Wir haben uns geschoben,
durch alle Gezeiten.
Wir haben uns verzettelt,
uns verzweifelt geliebt.
Wir haben die Wahrheit so gut es ging verlogen.
Es war ein Stück vom Himmel,
daß es dich gibt.
Du hast jeden Raum mit Sonne geflutet.
Hast jeden Verdruss ins Gegenteil verkehrt.
Nordisch nobel deine sanftmütige Güte.
Dein unbändiger Stolz,
das Leben ist nicht fair...
Den Film getanzt in einem silbernen Raum.
Vom goldnen Balkon die Unendlichkeit bestaunt.
Heillos versunken, trunken,
weil, alles war erlaubt.
Zusammen im Zeitraffer,
Mittsommernachts-Traum.
Du hast jeden Raum mit Sonne geflutet.
Hast jeden Verdruss ins Gegenteil verkehrt.
Nordisch nobel deine sanftmütige Güte.
Dein unbändiger Stolz,
das Leben ist nicht fair...
Dein sicherer Gang,
Deine wahren Gedichte.
Deine heitere Würde,
Dein unerschütterliches Geschick.
Du hast der Fügung deine Stirn geboten.
Hast ihn nie verraten,
deinen Plan vom Glück,
deinen Plan vom Glück.
Ich geh hier nicht weg,
Hab meine Frist verlängert.
Neue Zeitreise, offene Welt.
Habe dich sicher in meiner Seele.
Ich trag dich bei mir bis der Vorhang fällt.
Ich trag dich bei mir bis der Vorhang fällt...
Und noch ein ganz großer fiel mir ein: Eric Clapton hat seinen Song "Tears in Heaven" für seinen verstorbenen Sohn komponiert.
Would you know my name
If I saw you In Heaven ?
Would it be the same
If I saw you In Heaven ?
I must be strong
and carry on
'cause I know
I don't belong
Here In Heaven
Would you hold my hand
If I saw you In Heaven ?
Would you help me stand
If I saw you In Heaven ?
I'll find my way
through Night and Day
'cause I know
I just can't stay
Here In Heaven
Time can bring you down
Time can bend your knees
Time can break your heart
Have you beggin' please
beggin' please
Beyond the Door
there's peace. I'm sure
and I know
There'll be no more
Tears In Heaven
Would you know my name
If I saw you In Heaven ?
Would it be the same
If I saw you In Heaven ?
I must be strong
and carry on
'cause I know
I don't belong
Here In Heaven
'cause I know I don't belong
Here In Heaven
Mein Favorit: Herbert Grönemeyer "Der Weg".
Ein toller Song, der als Abschied von ihm für seine verstorbene Frau ein einfühlsamer Song und zugleich Chartstürmer war.
Toller emotionaler Text:
Ich kann nicht mehr sehn,
trau nicht mehr meinen Augen.
Kann kaum noch glauben,
Gefühle haben sich gedreht.
Ich bin viel zu träge um aufzugeben.
Es wäre auch zu früh,
weil immer was geht.
Wir waren verschworen,
Wären füreinander gestorben.
Haben den Regen gebogen,
uns Vertrauen geliehen.
Wir haben versucht,
auf der Schussfahrt zu wenden.
Nichts war zu spät,
Aber vieles zu früh.
Wir haben uns geschoben,
durch alle Gezeiten.
Wir haben uns verzettelt,
uns verzweifelt geliebt.
Wir haben die Wahrheit so gut es ging verlogen.
Es war ein Stück vom Himmel,
daß es dich gibt.
Du hast jeden Raum mit Sonne geflutet.
Hast jeden Verdruss ins Gegenteil verkehrt.
Nordisch nobel deine sanftmütige Güte.
Dein unbändiger Stolz,
das Leben ist nicht fair...
Den Film getanzt in einem silbernen Raum.
Vom goldnen Balkon die Unendlichkeit bestaunt.
Heillos versunken, trunken,
weil, alles war erlaubt.
Zusammen im Zeitraffer,
Mittsommernachts-Traum.
Du hast jeden Raum mit Sonne geflutet.
Hast jeden Verdruss ins Gegenteil verkehrt.
Nordisch nobel deine sanftmütige Güte.
Dein unbändiger Stolz,
das Leben ist nicht fair...
Dein sicherer Gang,
Deine wahren Gedichte.
Deine heitere Würde,
Dein unerschütterliches Geschick.
Du hast der Fügung deine Stirn geboten.
Hast ihn nie verraten,
deinen Plan vom Glück,
deinen Plan vom Glück.
Ich geh hier nicht weg,
Hab meine Frist verlängert.
Neue Zeitreise, offene Welt.
Habe dich sicher in meiner Seele.
Ich trag dich bei mir bis der Vorhang fällt.
Ich trag dich bei mir bis der Vorhang fällt...
Das ist wirklich ein schöner Song, um an die Frau zu erinnern aber auch den Angehörigen zu vermitteln, dass es weitergeht.
"Abschied nehmen" von Xavier Naidoo ist definitiv auch ein guter Song, in dem es um zwei Brüder geht, von denen der jüngere Bruder stirbt und der ältere noch gerne Abschied genommen hätte. So bleibt die Erinnerung.