Hausratversicherung

Sturmschäden - was die Hausratversicherung zahlt, und was nicht

Hausratversicherung

Glaubt man den Vorhersagen der Wetterforscher, dann werden die Deutschen in Zukunft häufig von Orkanen und Unwettern betroffen sein. Umso notwendiger wird der Abschluss einer Hausratversicherung, die den Schutz vor "Elementarschäden" mit einschließt. Lesen Sie, was man darunter versteht und wie Sie günstige Hausratpolicen durch einen einfachen Vergleich finden.

Erinnern Sie sich noch ans Elbhochwasser im August 2002? Oder an den Orkan Kyrill, der im Januar 2007 über Westeuropa tobte? Beide Naturkatastrophen waren auch eine Katastrophe für tausende Mieter und Hausbesitzer. Keller wurden überflutet, Dächer abgedeckt und Wohnungseinrichtungen zerstört - vielen Betroffenen entstand hoher Sachschaden. Insgesamt verursachte allein Kyrill durch Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometer pro Stunde Folgekosten von ca. 2 Milliarden Euro.

Kurz nach Kyrill meldete das Bundesamt für Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe, Bonn: "Wenn die Erderwärmung nicht gestoppt wird, könnten heftige Stürme wie der Orkan ,Kyrill' häufiger auftreten, mit allen Konsequenzen für die Bürgerinnen und Bürger." Doppelt bitter: Obwohl mancher eine Hausratversicherung besitzt, wird er im Ernstfall der Naturereignisse leer ausgehen - weil seine Police keinen Elementarschutz einschließt. Denn: Sowohl in der Hausratversicherung als auch in der Wohngebäudeversicherung sind zwar Schäden durch Leitungswasser abgesichert, nicht aber Schäden durch Grundwasser, Hochwasser, Witterungsniederschläge oder einen durch diese Gefahren hervorgerufenen Rückstau. Läuft der Keller voll, bekommt man also in der Regel nichts.

Schutz gibt es nur dann, wenn man sich zusätzlich gegen Elementarschäden versichert. Diese Erweiterung der Hausratversicherung sichert auch Kosten ab, die durch Überschwemmung (allerdings nicht Sturmflut oder eindringendes Grundwasser!) sowie durch Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck und Lawinen verursacht wurden. Einschränkung: Wer - wie die Elbanwohner - in einem Risikogebiet lebt, bekommt in vielen Fällen gar keine Elementarschadens-Police. Die Versicherungsgesellschaften winken hier von vornherein ab.

Dabei ist aber schon eine normale Hausratpolice hilfreich, wie diese Statistik zeigt: Etwa eine Million Blitze zählen Wetterforscher pro Jahr über Deutschland. Dabei genügt schon ein Einschlag im Umkreis von zwei Kilometern, um elektronische Geräte zu zerstören. Grund: Überspannung rast wie eine Flutwelle durchs Stromnetz. Dabei muss nicht einmal ein Blitz Schuld am Elektrokollaps sein: Gefährlich sind auch Unfälle in einem Umspannwerk, Spannungsschwankungen im Stromnetz oder das bloße Ausschalten eines größeren Stromverbrauchers im Haushalt.

Bevor Sie nun eine Hausratversicherung abschließen, sollten Sie ermitteln, wie viel Ihr Hausrat wert ist. Wer zu niedrig taxiert - oder sich nachträglich Teures kauft, ohne die Police anzupassen, ist unversichert. Konsequenz: Im Schadensfall bekommt er nicht 100 Prozent ersetzt. Beispiel: Ihr bewegliches Eigentum ist tatsächlich 55.000 Euro wert, das entspricht 100 Prozent. Sie haben es aber mit 44.000 Euro versichert: 80 Prozent des eigentlichen Werts. Nun richtet ein geplatztes Wasserrohr 2.000 Euro Schaden an. Folge der Unterversicherung: Sie bekommen nur 1.600 Euro ersetzt. Ebenso wichtig wie die Ermittlung der nötigen Deckungssumme ist die Wahl der Versicherungsleistung bei Elementarschäden und Überspannung: Hier zahlen manche Versicherer zum Beispiel nur 5 Prozent der vereinbarten Deckungssumme, andere Versicherer garantieren 100 Prozent, ein großer und im Ernstfall teurer Unterschied.

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