Pflegeversicherung

Warum private Vorsorge für den Pflegefall so wichtig ist

Pflegeversicherung

Trotz aller Rettungsversicherungen der Politik: Die gesetzliche Pflegeversicherung bleibt in der Krise, denn immer weniger Arbeitnehmer müssen die Kosten für immer mehr Versicherte tragen. Schon heute sind die Leistungen viel zu knapp bemessen, dabei gibt es jetzt rund zwei Millionen Pflegebedürftige. Deren Zahl wird innerhalb der nächsten 20 Jahre allerdings erheblich ansteigen - mit fatalen Folgen für die Versicherten:

Vorsicht: Versicherungslücke!

Nur eine Million Deutscher sorgt bisher mit einer privaten Pflegezusatzversicherung für den Fall späterer Pflegebedürftigkeit vor - alle anderen setzen ausschließlich auf die gesetzliche Pflichtversicherung. Ein Fehler, denn die übernimmt nur einen kleineren Teil der Kosten! Wir rechnen vor, wie groß die Lücke ist und erklären die drei Varianten privater Pflegepolicen.

Diese Zahlen sprechen für sich:

  • Bis zu 5.050 Euro pro Monat kostet es, wenn ein professioneller Pflegedienst einen Patienten in der höchsten Pflegestufe zuhause betreut.
  • Zwischen 2.500 und 3.500 Euro kostet ein Platz in einem durchschnittlichen Heim in der höchsten Pflegestufe - je nach Wohnort und Ausstattung können die Monatszahlungen auch höher ausfallen.

Dies sind Beträge, die man aus der gesetzlichen Pflegeversicherung allein nicht aufbringen kann. Denn ihre Leistung ist stark begrenzt. Monatlich zahlt sie für eine vollstationäre Pflege im Pflegeheim:

  • Pflegestufe I (tägl. Pflegeaufwand ab 90 Minuten) 1.023 Euro
  • Pflegestufe II (tägl. Pflegeaufwand ab 3 Stunden) 1.279 Euro
  • Pflegestufe III (Pflegeaufwand ab 5 Stunden) 1.432 Euro

Und für eine Betreuung in den vertrauten vier Wänden gibt's sogar noch weniger! In Stufe I zum Beispiel nur 205 Euro, wenn Angehörige die Pflege übernehmen. In jedem Fall gilt: Die Pflegebedürftigen oder ihre Angehörigen müssen die Finanzierungslücke zwischen Heim- bzw. häuslichen Pflegekosten und staatlichem Pflegegeld aus eigener Tasche schließen. Nur wenn sie das nicht können, springt zunächst der Staat ein, versucht danach aber, das Geld von nahen Angehörigen zurück zu holen. Kein Wunder, dass schon heute 38 Prozent der vollstationären Pflegefälle Sozialhilfe brauchen, Tendenz steigend.

Denn bis ins Jahr 2030 wird die Zahl der Pflegebedürftigen auf 3,1 Millionen ansteigen, rechnete der Deutsche Ring aus. Heute sind es noch 1,9 Millionen Menschen. Und die Müncher Rück fand heraus: Jeder Vierte zwischen 70 und 79 erhält erstmalig Pflege, bei den über 80jährigen sind es schon 40 Prozent. Auch dieser Wert wird in Zukunft höchstwahrscheinlich steigen, da die Deutschen immer älter werden.

Gerade deshalb heißt das Motto: Mit einer Pflegezusatzversicherung vorsorgen - je eher, desto besser. Und günstiger! Denn je jünger die Versicherten bei Abschluss eines Vertrages sind, desto niedriger fallen die Beiträge aus. Außerdem werden in manchen Tarifen Gesundheitsprüfungen fällig - ein Nachtei nur für Versicherte, die schon älter sind und/oder Vorerkrankungen haben.

Doch welches Produkt ist das richtige?

Es konkurrieren drei verschiedene Policen-Modelle um Kunden, die allesamt Fallstricke im Kleingedruckten haben. Da steht man schnell trotz früher Vorsorge im Pflegefall nicht mit weniger Leistung da als erwartet. Um Ihnen die Entscheidung für Police, Tarif und Versicherer zu erleichtern, stellen wir die einzelnen Versicherungsmodelle ausführlich dar.

  • Pflegerentenversicherungen zahlen je nach Hilfsbedarf eine monatliche Rente.
  • Pflegekostenversicherungen übernehmen die Restkosten der Pflege je nach Tarif ganz oder teilweise.
  • Pflegetagegeldversicherungen zahlen gegen Nachweis der Pflegebedürftigkeit einen vereinbarten festen Geldbetrag pro Pflegetag. Das Tagegeld wird unabhängig von den tatsächlichen Belastungen durch die Pflege überwiesen.

Sie möchten sich sofort informieren? Dafür sind nur wenige persönliche Angaben nötig: Das Beratungsformular finden Sie hier.