Direktversicherung und Riester-Rente

Mehr Rente im Vergleich

Direktversicherung und Riester-Rente

Wer nicht privat vorsorgt, sieht später ganz schön alt aus. Private Rentenversicherung schließen sicher und zuverlässig die Versorgungslücken, die durch eine in den nächsten Jahren immer kleiner ausfallende staatliche Rente entstehen werden. Sowohl der Abschluss als Direktversicherung über den Betrieb als auch die private Riester-Förderung polieren die Rendite auf. Die Vorteile im Überblick.

Die Geburtsjahrgänge ab 1964 können jetzt schon fest mit einer Rentenkürzung rechnen, denn spätestens bis zum Jahr 2029 soll das gesetzliche Renteneintrittsalters schrittweise von heute 65 auf 67 Jahre angehoben werden. Wenn es dabei bleibt, werden viele Rentner auf Sozialhilfeniveau sinken. Auch das Mindestalter für eine vorgezogene Altersrente nach Arbeitslosigkeit ist bereits auf 63 Jahre angehoben worden.

Magere Rente für die kommenden Generationen

Die Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenkasse sind jetzt schon alles andere als üppig. Wer jetzt jung ist und arbeitet, der muss sich auf noch weitergehende Abstriche gefasst machen. Doch er kann etwas gegen die drohende Altersarmut tun, denn mit dem Abschluss einer staatlich geförderten privaten Rentenversicherung lässt sich die Lücke zumindest teilweise schließen.

Garantierte Leistungen - lebenslang!

Gegenüber anderen Vorsorgeformen hat diese Zusatzrente einen entscheidenden Vorteil: Die Zusatzrente wird bis ans Lebensende gezahlt – garantiert! Selbst wer 100 Jahre alt wird – und immer mehr Menschen erreichen dieses biblische Alter - braucht nicht zu fürchten, dass er das ersparte Kapital irgendwann aufgezehrt haben wird. Im Gegensatz zu Fondspolicen oder privaten Aktieninvestments sind Verluste ausgeschlossen.

Zinsen plus Überschussbeteiligung und Steuervorteile

Die relativ mager erscheinende garantierte Mindestverzinsung von 2,75 Prozent wird ergänzt um Überschussbeteiligungen und um attraktive Steuervorteile. Auch gibt es staatliche Zulagen, die die Renditen staatlich geförderter Vorsorgeverträge deutlich steigern. Grundsätzlich haben Arbeitnehmer die Wahl zwischen dem Alterssparen über den Betrieb oder einem privaten Riester-Vertrag. Hier die Unterschiede im Überblick:

1. Die Direktversicherung – Sparen mit dem Chef:

So geht’s:

  • Der Arbeitgeber zahlt einen Teil des Gehalts direkt in einen be-trieblichen Vorsorgevertrag ein;
  • Laufzeit: mindestens bis zum 60. Lebensjahr des Arbeitnehmers;
  • Bei Fälligkeit dürfen maximal 30 % des angesparten Kapitals sofort ausgezahlt werden;
  • Der Rest wird als lebenslange Rente ausgezahlt.
  • 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze können Arbeitnehmer steuerfrei investieren

Nachteil: Die Rente muss später voll versteuert werden.

Vorteile: Fällt der persönliche Steuersatz im Rentenalter geringer aus, spart der Versicherungsnehmer so Steuern. Im Vergleich zu privaten Versicherungsverträgen fallen die Abschlusskosten im Betrieb aufgrund von Gruppenrabatten deutlich niedriger aus – das hebt die Rendite!

Die Rente kommt mit - auch in den neuen Job

Bei einem Job-Wechsel können Sie Ihre Direktversicherung zudem ohne Verluste in die neue Firma mitnehmen. Sie ist verpflichtet, die Versicherung für Sie weiterzuführen.

 2. Die Riester-Rente – Sparen mit Zulage:

Geeignet insbesondere für:

  • Beamte;
  • alle, die mit einem betrieblichen Vorsorgevertrag keine oder nur wenig Sozialabgaben sparen, z.B. Mini-Jobber, Arbeitslosengeldempfänger oder Eltern im Erziehungsurlaub.

So geht’s:

  • Mindestens 4 Prozent des steuerpflichtigen Einkommens werden in einen zertifizierten Riester-Vertrag eingezahlt
  • Erwachsene kassieren Grundzulage und pro Kind Kinderzulage;
  • Laufzeit: Bis zum 60.Lebensjahr des Vertragsnehmers;
  • Kapitalauszahlungen sind auf maximal 30 Prozent begrenzt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist allerdings eine zwischenzeitliche Entnahme des angesparten Kapitals zum Bau oder Kauf von Wohneigentum möglich.

Nachteil: Einzahlungen erfolgen aus dem Bruttogehalt.

Vorteil: Auch bei längerer Arbeitslosigkeit ist das ersparte Kapital in beiden Verträgen vor dem Zugriff des Arbeitsamts sicher. Weder das Guthaben aus Direktversicherungen noch aus Riester-Verträgen schmälert den Anspruch auf Arbeitslosengeld II.

Frauen im Vorteil

Vorteil insbesondere für Frauen: Im Gegensatz zu ungeförderten Privatrenten zahlt eine Frau für die gleiche Monatsrente trotz ihrer höheren Lebenserwartung nicht mehr als ein gleichalter Mann. Während der Fami-lienpause genügt zudem schon ein Eigenbeitrag von 60 Euro, um die volle Zulage zu kassieren.

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